Arbeitsgericht bestätigt AU mit negativer Prognose

von
Hardy

Liebe Experten, was passiert eigentlich mit einem Arbeitnehmer, dem durch ein Urteil des Arbeitsgerichtes durch den AG gekündigt werden darf, weil die bisherigen Fehlzeiten ( 3 Monate/Jahr über drei Jahre)
und eine neg. Prognose wg. einem schlechten Verlauf einer ( hier als Beispiel ) MS hat ?
Deutlicher kann man doch

1. Die Erwerbsunfähigkeit

und

2. Die unzumutbare wirtschaftliche Belastung eines möglichen neuen Arbeitgebers nicht dokumentiert bekommen als durch solch ein Gerichtsurteil.

Per Definition ist Beschäftigung bei einem neuen Ag nicht möglich, da diesem wirtschaftlich nicht zumutbar.

Will sagen, da gerade im Arbeitsrecht der Begriff der wirtschaftlichen Zumutbarkeit
für den AG im Zusammenhang mit der Prognose des Verlaufs eine wichtige Rolle für die Weiterbeschäftigung beim alten, oder den Neuanfang bei einem anderen AG spielt, stellt sich mir die Frage, inweiweit den eine negative Prognose des Krankheitverlaufs bei der Begutachtung der DRV eine Rolle spielt.

Viele Grüsse

Hardy

von
???

Gar nicht. Es wird ausschließlich auf den gesundheitlichen Stand zum Zeitpunkt der Begutachtung abgestellt. Sind Sie zu diesem Zeitpunkt bereits erwerbsgemindert, schätzt der Gutachter ab, wann die Erwerbsminderung eingetreten ist (z. B. ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit). Sind Sie noch voll erwerbsfähig, kann er auf eine mögliche Verschlechterung in der Zukunft hinweisen, Sie haben aber nicht die Voraussetzungen für eine Rente erfüllt. In einem solchen Fall sollten Sie überlegen, inwieweit Sie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragen.
Bitte beachten Sie außerdem, dass im Regelfall bei der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt abzustellen ist und nicht auf die letzte Tätigkeit.

von
Auskenner

Sehe das ebenso wie @???.

Das Urteil des Arbeitsgerichtes in einem Arbeitsgerichtsprozess hat keinerlei Bedeutung hinsichtlicht der Zuerkennung einer EM-Rente.

Das hiesse dann ja - ihrer Logik folgend - , das jeder dem wegen längerer Erkrankung gekündigt wird und dessen Kündigung vor dem AG Bestand hat eine EM-Rente zuerkannt werden müsste....

Auch ihre Defintion oder besser gesagt Interpretatrion des Urteils , das einem neuen Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen in der Zukunft keine Beschäfitung des entsprechenden Arbeitnehmers zuzumuten sei ist falsch.

Die DRV stellt eigenständige Ermittlungen/Untersuchungen über den Gesundheitszustand an und entscheidet ausschließlich nach DIESEN Ergebnissen ob eine EM-rente zuerkannt wird oder eben nicht.

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