Arbeitslos und Weiterbildung???ß

von
greta

Hallo, ich habe eine Frage und hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Ich habe eine Weiterbildung (Teilhabe am Arbeitsleben) beendet und war danach für ein halbes Jahr in einem befristeten Arbeitsvertrag.Nun bin ich leider wieder beim der Arbeitsagentur gemeldet. Ich wollte mich gerne noch während der Anstellung weiterbilden(berufsbegleitend), die Vermittlerin hat mich aber immer vertröstet und gemeint vielleicht wird der AV verlängert. Nun teilte sie mit mit eine Weiterbildung gibt es von der Agentur nicht, da die Rentenversicherung für mich verantwortlich ist. Eine Weiterbildung gibt es auch nur für Arbeitsuchende nicht für Arbeitslose. Ich bin sauer und weiß nicht wer ist für mich zuständig.

von
F U N

Als arbeitslos Gemeldete ist grundsätzlich die Agentur für Arbeit für Sie verantwortlich, egal ob Sie Leistungen erhalten oder nicht.
Eine Teilhabe am Arbeitsleben kann von der gesetzl. RV nur bewilligt werden, wenn ein Rehabilitationsbedarf seitens der gesetzl. RV festgestellt würde.

von
greta

Vielen Dank für die Mitteilung. Ich kann also davon ausgehen, dass die Agentur eine Weiterbildung gewähren muss und nicht der Rententräger. Aber gibt es irgendwelche Gesetze die ich beim nächsten Gespräch benennen kann?

Experten-Antwort

Hallo greta,

sofern die Agentur für Arbeit Ihre Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt und finanziert hat, bleibt diese auch bei einer anschließenden, erstmaligen Eingliederung in das Erwerbsleben bzw. hieraus notwendigen Weiterbildung Ihr Ansprechpartner und muss nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches Drittes Buch (SGB III) i.V.m. dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) über weitere Maßnahmen entscheiden.

Der Rentenversicherungsträger wäre nur dann Ihr Ansprechpartner, wenn er bereits die vorangegangene Maßnahme für Sie gefördert hätte und Sie bisher nicht dauerhaft eingegliedert wären.

von
???

Wer hat denn die 1. Weiterbildung gezahlt?

von
greta

Die erste Weiterbildung hat die Rentenversicherung bezahlt. Aber ich bin doch nun arbeitslos gemeldet und habe nach der Weiterbildung auch schon in einem befr. AV gearbeitet, dieser ist nun zu Ende und ich weiß nicht wer für mich zuständig ist. Komisch ist es auch eine Eingliederungsvereinbarung hat mir die Vermittlerin auch gegeben, in der steht drin wo ich mich bewerben soll und wieviel Bewerbungskosten ich erhalte.

von
???

Wenn Sie 6 Monate gesundheitlich passend beschäftigt waren, gelten Sie in der Regel als auf dem algemeinen Arbeitsmarkt als wiedereingegliedert. Der Reha-Fall ist dann abgeschlossen und die DRV zahlt (erstmal) keine weiteren Leistungen. Das kann natürlich im Rahmen einer Einzelfall-Entscheidung auch anders entschieden werden, dafür müssten Sie sich aber an die DRV wenden. Aber selbst wenn das LTA-Verfahren fortgesetzt wird, stehen die Chancen für eine erneute Weiterbildung eher schlecht. Normalerweise wird man Ihnen einen Eingliederungszuschuss zugestehen, mit dem Sie einstellungswillige Arbeitgeber ködern können. Von einer Fortbildung quasi in die nächste, da müssen Sie schon gute Argumente haben.

Experten-Antwort

Die "Weiterbildung" wurde deshalb durchgeführt, dass Sie dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen. Daher ist es nunmehr Aufgabe der Arbeitsverwaltung Sie in ein entsprechendes Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Eine Chancen über einen "Eingliederungszuschuss" hinaus eine erneute "Weiterbildung" zu erhalten sehen wir nicht, da aufgrund Ihrer befristeten Beschäftigung der Beweis dafür erbracht sein dürfte, dass die Wiedereingliederung erfolgreich verlaufen ist. Für die Frage, ob Sie nunmehr einen dauerhaften Arbeitsplatz erhalten ist die Arbeitsvermittlung zuständig. Daher haben Sie auch eine entsprechende "Eingliederungsvereinbarung" mit der Vermittlerin getroffen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mich als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu Fragen, die Arbeitsverwaltung, hier die konkrete "Eingliederungsvereinbarung" betreffen nicht positionieren kann.