Ja, kaum holt man etwas aus, um auch Randbedingungen anzusprechen, wird's recht kurios ...
1. Ich behaupte nicht, daß es günstiger ist, 12 Monate Privatier einzuschieben um die ALG I Reduzierung (6 Monate) zu umgehen, es ist eine Alternative, die (wie immer) aufgrund der persönlichen Lage zumindest bekannt und selbst entschieden werden sollte.
Eine freiwillige Versicherung wäre für 12 Monate möglich um die Rente (mit 65 oder später) zu erhöhen. Man muß ja auch nicht 24 Monate ALG beziehen. Oder gar kein ALG, sich freiwillig versichern, um Maximalbeiträge einzuzahlen und damit die Rente zu erhöhen (2 Jahre x ~16.000 Maximalbeitrag ergibt bei ca 4 € pro 1000 € Einzahlung eine Rentenerhöhung von ~ 120 € / Monat und Beiträge sind als Altersvorsorge steuerlich absetzbar).
Der Möglichkeiten gibt es viele, hängt von der persönlichen Situation und Planung ab. Man sollte Sie nur kennen und grob wissen, was es für einen selbst bedeuten würde.
2. Arbeitsvertrag
Es könnte sein, daß der AG ATZ nur gewährt, wenn anschliessend Rente beantragt wird. Sollte das im Vertrag oder Betriebsvereinbarungen so unterschrieben sein, könnte es rein theoretisch Probleme mit dem AG geben. Ist natürlich real sehr unwahrscheinlich, aber prüfen kann helfen.
2. Bin mir ziemlich sicher, daß ein ATZ Vertrag wie ein Aufhebungsvertrag von der AA behandelt wird. Daher droht eine Sperre und Kürzung. Zu klären wäre auch, wann welche Versicherungen im Fall einer Sperre selbst zu zahlen wären (KV/PV). Ich würde mal mit 18 Monaten ALG I rechnen, dessen Auszahlung nach 3 Monaten beginnt und 3 Monate vor dem 65. endet.
Prüfen/Klärung mit AA und ggf. Gewerkschaft oder Rechtsanwalt wäre hilfreich. Vielleicht auch Rentenfuchs.info ...
3. Hatte ich schon erwähnt, daß auch jetzt mit 63 ein Rentenabschlagsausgleich beantragt werden kann, um die volle Höhe der Rente mit 63 durch zusätzliche Einzahlung in die DRV zu erhalten? Wann Sie welche Rente beantragen, bleibt Ihnen trotzdem noch selbst überlassen, bis Sie das nötige Alter der beantragten Rente erreicht haben.
4. Steueraspekt nicht vernachlässigen, beraten lassen.
5. Wo finde ich hier denn Papier und Bleistift, kann nix finden ? ;-)
Papier, Bleistift wird man wohl von Tabellenkalkulation unterstützen müssen. Zeitintensive Infobeschaffung vorausgesetzt.
Alle Angaben ohne Gewähr.