Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit

von
Hubert

Ich bin Jahrgang 12/1948 und möchte einen Vertrag über Altersteilzeit mit meinem Arbeitgeber abschließen. Der Vertrag soll über 4 Jahre gehen, bis ich 63,5 Jahre alt werde. Dann möchte ich 1,5 Jahre Arbeitslosengeld beantragen. So wie ich das aus dem Forum sehe, muß das wohl gehen, aber auf welche gesetzliche Grundlage? Im Gesetzestext zur Alterteilzeit steht: "Durch Altersteilzeitarbeit soll älteren Arbeitnehmern ein gleitender Übergang vom Erwerbsleben in die Altersrente ermöglicht werden."

von
Michael1971

Arbeitslosengeldanspruch besteht zwar in dem von Ihnen angedachten Fall, allerdings wird das AloG nur aus dem tatsächlich während der Altersteilzeit bezogenen Bruttoverdienst ohne Aufstockung berechnet.

In aller Regel dürfte also das Arbeitslosengeld wesentliche niedriger sein, als die Rente mit Abschlag.

Ob sich der um 18 Monate hinausgeschobene Rentenbeginn mit 5,4 Prozent weniger Abschlag für Sie rechnet, müssen Sie selbst wissen. Hierzu sollten Sie aber auf jeden Fall kurz vor Ende der Altersteilzeit Ihre Rente und den möglichen AloG-Anspruch ausrechnen lassen. Dann können Sie sich immer noch entscheiden.

Zu beachten wäre noch, dass eine Kürzung des AloG-Anspruches eintritt, wenn Sie sich nicht rechtzeitig bei der Agentru für Arbeit Arbeitslos melden.

von
Schwarzwälder

Es dürfte auch eine Sperrzeit geben, da die Arbeitslosigkeit ja durch Mitschuld (ATZ Vertrag) entstanden ist. Somit blieben dann auch nur noch ca. 13,5 Monate Leistungsbezug übrig.
Da müsste man schon ziemlich alt werden das sich das rechnet.

Experten-Antwort

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich (solange kein Anspruch auf Altersrente besteht) nicht nach dem ATZ - Entgelt, sondern nach dem bisherigen Vollzeitentgelt (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Altersteilzeitgesetz). Sobald aber der Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine auch gekürzte Altersrente erreicht, richtet sich die Höhe des Arbeitslosengeldes nach dem ATZ - Entgelt (§ 10 Abs. 1 Satz 2 Altersteilzeitgesetz).