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Arbeitslosengeld nach längerer Krankheit

von
Mucel

Guten Tag!
Ich hätte eine Frage, welches Entgelt bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes in folgendem, also meinem Falle, heran gezogen wird.

Ich war von Juli 2007 bis Mitte Oktober 2007 arbeitslos, hatte damals einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von 12 Monaten, somit verblieb also bei Beschäftigungsbegin ein Restanspruch von ca. 9 Monaten. Dann war ich bis Ende 2007 bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt und wurde aus dieser Beschäftigung in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen, dass am 30. Juni 2009 endete. Seit dem 01. Juli 2009 bin ich also &#34;Beschäftigungslos&#34;.
Seit dem 02. Februar 2009 bin ich durchgehend Arbeitsunfähig und seit dem 16. März 2009 aus der Lohnfortzahlung heraus, beziehe also seit dem 17. März 2009 Krankengeld. Voraussichtlich werde ich dann wohl auch noch bis Ende Juni 2010 weiterhin arbeitsunfähig sein.

Wenn ich mich dann zum 01. Juli 2010 arbeitslos melden müßte, welches Entgelt würde dann die Arbeitsagentur zur Berechnung des Arbeitslosengeldes heranziehen? Das die Zeit des Krankengeldbezuges nicht berücksichtigt wird, ist mir bekannt. Würden dann die letzten 12 Monate vor Ende der Lohnfortzahlung, also der 15. März 2008 bis 16. März 2009 als Bemessungsgrundlage herangezogen und das in diesen 12 Monaten erzielte Entgelt als Bemessungsgrundlage hergenommen? Falls dem nicht so sein sollte, welcher Zeitraum würde dann als Grundlage dienen und habe ich irgendwelche Nachteile, was die Höhe des ALG angeht, dadurch das ich jetzt so lange krank war?

Experten-Antwort

Hallo Mucel,

leider kann Ihnen die gesetzliche Rentenversicherung bei Fragen zum Arbeitslosengeld nicht weiterhelfen.

von
Falsches Forum

Bitte wenden Sie sich mit ihrer Frage an die Agentur für Arbeit.

NUR dort kann man ihnen ihre Frage auch wirklich rechtssicher beantworten !

von
Jamon

Wenn Sie sich nach fast 1,5 ! Jahren der Arbeitsunfähigkeit bei der AfA melden, wird höchstwahrscheinlich erstmal der ärztliche Dienst der Agentur für Arbeit eingeschaltet und aktiv werden .

Dieser wird dann prüfen , ob Sie wirklich ( und da zählt nicht die eigene Einschätzung... ) wieder Arbeitsfähig sind, der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen und damit überhaupt Anspruch auf ALG I haben.

Sollte dies nicht der Fall sein, wird die AfA sie auffordern einen EM-Rentenantrag zu stellen oder kein ALG I zahlen.

Bei 1,5 Jahren der ununterbrochenen Krankschreibung liegt Erwerbsminderung zumindest in dem Bereich des möglichen - um es mal vorsichtig auszudrücken.

Mich wundert, das ihre Krankenkasse Sie nicht schon lange zur Stellung eines Rehantrages und damit zur Prüfung ihrer Erwerbsfähigkeit aufgefordert hat.

von
Carmen

Was den Bemessungszeitraum des ALG I betrifft, so wird grundsätzlich 1 Jahr ab Antragstellung zurück gerechnet.

In diesem 1 Jahr müssen 150 Tage ( 5 Monate ) Beiträge aus einem versicherungspflichtigem Beschäftigungsverhältnis vorliegen.

Ist dies nicht der Fall
( wie bei Ihnen ! ) , wird dieser Zeitraum um 1 weiteres Jahr - also auf 2 Jahre verlängert.

Liegt auch in diesen 2 Jahren dann kein Versicherungspflichtiges Einkommen von mind. 150 Tagen vor , wird das ALG I FIKTIV berechnet - je nach Qualifikation des Antragstellers und eingeteilt in 4 verschiedene Stufen.

Die genaue Höhe dieses fiktiven ALG I kann ihnen die Agentur für Arbeit sagen
( bei der niedrigsten Stufe 4 liegt das ALG I bei ca. 800&#8364; ) .

Wenn Sie den ALG I Antrag am 1.7.10 stellen, würde der 2 Jahrszeitraum bei ihnen dann bis auf den 1.7.08 zurück gerechnet.

Da Sie ja vom 1.7.08 bis 16.3. 09 noch ein versicherungspflichtiges Einkommen hatten und damit ja weit mehr als diese geforderten 150 Tage, müsste dieses Einkommen/Gehalt dann auch als Bemessungsentgeld zur Berechnung des ALG I heran gezogen werden.

Bitte wenden Sie sich aber in jedem Falle persönlich und vor allem auch rechtzeitig an ihre Agentur für Arbeit , um eine korrekte und vor allem rechtssicherre Auskunft zu ihrem speziellen Einzelfall zu erhalten !

Die kann ihnen nämlich nur ihre AfA geben.