Arbeitslosmeldung nach Aussteuerung

von
Beate

Mein Krankengeld wegen Psyche endet bald. Mein Arbeitsverhältnis als Lehrer besteht noch. kann ich mich auch beim Arbeitsamt melden und ALG beantragen oder muss ich wegen der noch bestehenden AU nun Rente beantragen.

von
W*lfgang

Hallo Beate,

das wäre der normale Gang, nach der 'Aussteuerung' zum 'Arbeitsamt' (AA) zu gehen, um im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung ALG zu erhalten.

Eigentlich gibt es von der Krankenkasse zum Ende des KG ein entsprechendes Schreiben, worauf auch darauf hingewiesen wird, mit dem Sie dann zum AA gehen ...die werden Sie natürlich auch gleich auf den Kopf stellen und die Vermittelbarkeit prüfen/wohl eine berufliche Reha einleiten - na und, Vordrucke ausfüllen und abwarten.

Daneben können Sie natürlich auch frei entscheiden, dem zuvorkommend eine EM-Rente beantragen.

Aus meiner Sicht steht zunächst immer die finanzielle Komponente im Vordergrund, sofern es keinen zwingenden Grund für einen EMRT-Antrag gibt, und ggf. auch noch andere Hinter- oder Vorteilsgründe zu berücksichtigen sind. Das lässt sich aber nur in einer örtlichen Beratung klären, wie/welches der beste Weg für Sie sein könnte.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Guten Morgen Beate,
Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentliche umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich ist, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist( § 145 SGB III). Stellen sie daher einen entsprechenden Antrag bei der Agentur für Arbeit vor Ort. Die Agentur für Arbeit wird sie allerdings auffordern, unverzüglich einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Dieser Antrag gilt als Antrag auf Rente, wenn sie vermindert erwerbsfähig sind und ein Erfolg von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht zu erwarten ist oder nicht erfolgreich gewesen sind, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert haben.