Arbeitsmarktrente

von
Leo

Frage:
- warum gilt bei einer 'teilweisen EMR' wegen Berufsunfähigkeit - der Teilarbeitsmarkt als nicht verschlossen ?

- wogegen der Teilzeitarbeitsmarkt bei teilweiser EMR (3-6 Std. Leistungsvermögen) als verschlossen gilt ?
Danke für eine Antwort R.Leo

von
Knut Rassmussen

Weil bei Berufsunfähigkeit immer noch ein mehr als 6-stündiges Leistungsvermögen für alle anderen Tätigkeiten besteht. (also Tätigkeiten, die nicht vom Berufsschutz erfasst sind)

Experten-Antwort

Hallo Leo,

Knut Rassmussen hat Ihnen schon die richtige Antwort gegeben. Berufsunfähigkeit bedeutet, dass man zwar in seinem erlernten/ausgeübten Beruf nicht mehr 6 Stunden arbeiten kann - aber in anderen Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt voll leistungsfähig ist.
Jemand, der teilweise erwerbsgemindert nach aktuellem Recht ist, der kann in allen tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr 6 Stunden arbeiten und ist damit auf einen Teilzeitarbeitsplatz angewiesen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.2012, 12:18 Uhr]

von
Leo

Danke für die Antwort;
ich habe eine teilw. Erwerbsminderung (Berufsunfähigkeit)
lt. fachärztlichem Gutachten, bin ich aber deutlich unter 6 Std. leistungsfähig !
Gruß R.L.

von
Chris

Wenn Sie laut DRV nur berufsunfähig sind, müssten Sie die Feststellung der Erwerbsunfähigkeit neu beantragen. Die Meinung Ihres Arztes kann dabei nur relevant sein, wenn er sie gegenüber der DRV gut begründet.

von
Olaf Mischer

Zitiert von: Leo

Danke für die Antwort;
ich habe eine teilw. Erwerbsminderung (Berufsunfähigkeit)
lt. fachärztlichem Gutachten, bin ich aber deutlich unter 6 Std. leistungsfähig !
Gruß R.L.

Was ihr behandelnder Facharzt zur EM schreibt ist für die RV hinsichtlich der Entscheidung zur EM-Rente ohne Bedeutung.
N u r der med. Dienst der RV trifft die finale Entscheidung dazu.

von
Chris

Zitiert von: Leo

lt. fachärztlichem Gutachten

Kennen Sie den Unterschied zwischen Gutachten und Attest/Stellungnahme? Selbst einem Gutachten müssen DRV bzw. Richter am Sozialgericht nicht unbedingt folgen.

Experten-Antwort

Hallo Leo,

falls das von Ihnen genannte Gutachten bei der Entscheidung über die Rente bereits vorlag, dann sind die Ärzte des Rententrägers offenbar aufgrund weiterer Unterlagen zu einem anderen Ergebnis gekommen.
Sie können natürlich gegen den Bescheid Widerspruch einlegen (wenn noch kein Monat vergangen ist) oder eine Überprüfung beantragen. Sie müssen dann aber nachweisen, dass Sie in keiner Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt mehr 6 Stunden arbeiten könnten.

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