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Experten-Antwort

Arbeitsmarktrente und Buch schreiben

von Daniela4305.05.2014 | 16:05
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7 Antworten

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Hallo erstmal. Ich beziehe seit sechs Monaten eine volle EM-Rente (Arbeitsmarktrente). Seit ca. zwei Monaten bin ich dabei, ein Buch zu schreiben über mein Leben mit der Krankheit. Ich schreibe drei bis vier Tage in der Woche jeweils eine Stunde am Tag. Irgendwann möchte ich mein Buch natürlich bei einem Verlag verlegen lassen, aber das dauert noch. Muss ich diese Schreiberei an meinem Buch der DRV melden? Normalerweise doch nicht, weil ich ja (noch) nichts damit verdiene oder? Wie ist das, wenn das Buch auf dem Markt ist? Muss ich diese Einkünfte der DRV melden? Ist ja ziemlich schwierig, da ein Autor sein Geld einmal pro Jahr ausgezahlt bekommt. Das Einkommen variiert stark, je nachdem wie gut oder schlecht sich das Buch verkauft. Weiß da jemand drüber Bescheid? Über Informationen wäre ich sehr dankbar.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Daniela43,

grundsätzlich können Sie neben dem Bezug einer vollen EM-Rente, die Sie aufgrund der Arbeitsmarktlage erhalten, auch ein Buch schreiben.

Einkünfte, die Sie mit dem Schreiben des Buches erzielen, sind evtl. gem. § 96a SGB VI auf Ihre Rente als Hinzuverdienst anzurechnen, wenn Ihr Finanzamt dies als Einkünfte als Selbständiger nach dem Einkommensteuerrecht bewertet hat.

Je nachdem, in welchem Umfang Sie tätig sind, also z.B. wenn Sie umfangreiche Recherchearbeiten durchführen, regelmäßige Besprechungen mit Ihrem Verleger haben, z.B. auf Lesereise gehen o.ä., könnte überprüft werden, ob Sie weiterhin Anspruch auf die Arbeitsmarktrente haben. Dies ist aber vom konkreten Einzelfall abhängig.

Der Hinweis von W*lfgang auf die Künstlersozialkasse betrifft nicht die Regelungen des Hinzuverdienstes, wenn Sie eine Rente beziehen, sondern eine mögliche (Sozial-)Versicherungspflicht als Künstler.

Voraussetzungen hierfür ist aber auch, dass die künstlerische Tätigkeit (als Schriftstellerin) erwerbsmäßig ausgeübt wird.

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6 Antworten

W*lfgangam 05.05.2014 | 19:29
Hallo Daniela43, schauen Sie die Antwort zum Vorbeitrag von Gunni an - die Sachlage ist ziemlich ähnlich. Gruß w.
W*lfgangam 06.05.2014 | 00:36
> Jeder hat halt eine andere Methode, seine Krankheit(en) und traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Der eine sitzt beim Psychologen, der andere jammert jedem die Ohren voll und manche möchten ein Buch schreiben. ...Sie haben aber jetzt nicht (unbewusst) Grokos Kommentare karikiert ? ;-) Lassen Sie sich nicht von solchen Kommentaren entmutigen ...der Weg ist das Ziel, und wenn es Ihnen hilft, weiter so - so ganz unstark scheinen Sie nicht zu sein. Beachten Sie nur die möglichen 'Nebenwirkungen' auf die EM-Rente. Gruß w.
Lektoram 05.05.2014 | 20:08
Wie kommen Sie denn darauf, dass sich irgendein Verlag für Ihr Buch interessieren könnte? Sie sind bestimmt nicht die Einzige, die schwer erkrankt ist und irgendwie damit fertig werden muß. In dem Verlag meines Arbeitgebers gehen fast täglich zig Manuskripte irgendwelcher "begabter" Schriftsteller ein, von denen 98 Prozent noch nicht einmal auf dem Schreibtisch unseres Chef-Lektors landen. Also warten Sie erst einmal ab, ob Sie überhaupt einen Verleger mit Ihrem "Bestseller" begeistern können.
Daniela43am 05.05.2014 | 20:21
Zitat von Lektor anzeigenausblenden
Was regen Sie sich denn darüber so auf? Mir ist schon klar, dass es nicht einfach ist, einen Verlag zu finden. Ich bin Realist und mein Buch wird garantiert kein Bestseller. Lassen Sie mir doch meine Freude, ein Buch zu schreiben. Jeder hat halt eine andere Methode, seine Krankheit(en) und traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Der eine sitzt beim Psychologen, der andere jammert jedem die Ohren voll und manche möchten ein Buch schreiben.
Daniela43am 06.05.2014 | 08:59
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.
Lektoram 06.05.2014 | 15:33
Ich bin ebenfalls ein Realist und habe Ihnen lediglich die Realität vor Ihre Augen gehalten. Seltsam, was Sie als angebliche Realistin so alles als "aufregen" bezeichnen. Und seltsam ist auch, dass Sie sich bereits Gedanken über eine eventuelle Einkommensanrechnung machen, obwohl noch kein einziger Cent verdient wurde. Das ist wirklich sehr (un)realistisch....
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