Arbeitsunfähig aus Reha; KK will Entlassungsbericht

von
Bernd Neuhäusel

Ich wurde am 11.11. arbeitsunfähig aus der Reha entlassen. KK fordert mich heute auf eine Einwilligungs-/Schweigepflichtetbindungserklärung zu unterschreiben um den Entlassungsbericht , den ich selbst noch nicht habe, anfordern zu können. Muss ich unterschreiben.

MFG Bernd

von
KSC

Diese Frage aus dem Gebiet der gesetzlichen KV sollten Sie besser mit Ihrer Kasse klären.

Die Rentenexperten werden sich da eher bedeckt halten, weil wir nicht absehen können wie die Kasse im Falle einer "Verweigerung" reagiert.

von
Schorsch

Zitiert von: Bernd Neuhäusel

Ich wurde am 11.11. arbeitsunfähig aus der Reha entlassen. KK fordert mich heute auf eine Einwilligungs-/Schweigepflichtetbindungserklärung zu unterschreiben um den Entlassungsbericht , den ich selbst noch nicht habe, anfordern zu können. Muss ich unterschreiben.

MFG Bernd

Nö, Sie müssen nicht unterschreiben.

Allerdings haben Sie Ihrer Krankenkasse gegenüber gewisse Mitwirkungspflichten, sofern Sie von dort Krankengeld beziehen.

Unabhängig davon kann ich nicht verstehen, warum manche Leute wegen ihrer Krankheiten so ein Theater veranstalten.

Zumal Sie Ihre Krankenkasse jederzeit zum MdK schicken darf, wenn sie Zweifel an Ihrer AU hat.

Dann erfährt sie ohnehin Alles!

von
dereinfachemichel

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Bernd Neuhäusel

Ich wurde am 11.11. arbeitsunfähig aus der Reha entlassen. KK fordert mich heute auf eine Einwilligungs-/Schweigepflichtetbindungserklärung zu unterschreiben um den Entlassungsbericht , den ich selbst noch nicht habe, anfordern zu können. Muss ich unterschreiben.

MFG Bernd

Nö, Sie müssen nicht unterschreiben.

Allerdings haben Sie Ihrer Krankenkasse gegenüber gewisse Mitwirkungspflichten, sofern Sie von dort Krankengeld beziehen.

Unabhängig davon kann ich nicht verstehen, warum manche Leute wegen ihrer Krankheiten so ein Theater veranstalten.

Zumal Sie Ihre Krankenkasse jederzeit zum MdK schicken darf, wenn sie Zweifel an Ihrer AU hat.

Dann erfährt sie ohnehin Alles!

Das ist so nicht richtig alles erfährt die Krankenkasse nicht!
Sie bekommt ein vom MDK ein Gutachten, in dem nicht in Details gegangen wird, nur eine Zusammenstellung aller Leiden.
Und arbeitsfähig oder nicht.

Das Gutachten/Reha Bericht geht der Krankenkasse nichts an. Aber der MDK kann es selbstverständlich bekommen.
Jetzt zum warum bekommt die KK nicht den Bericht Z.B die KK unterliegt keiner Schweigepflicht, und sollte ihr Nachbar, bei der KK Arbeiten so geht, dem ihr Leiden nichts an.

von
Schorsch

Zitiert von: dereinfachemichel

die KK unterliegt keiner Schweigepflicht, und sollte ihr Nachbar, bei der KK Arbeiten so geht, dem ihr Leiden nichts an.

So ein Blödsinn!
Selbstverständlich unterliegen die GKV-Mitarbeiter einer Schweigepflicht.

Und wenn Ihr Nachbar zufälligerweise mit der Sprechstundenhilfe Ihres Arztes befreundet ist, erfährt der u.U. auch von Ihren Erkrankungen - Trotz Schweigepflicht!

Das wäre mir übrigens völlig egal, weil ich mich nicht wegen meiner Krankheiten schämen muss.

von
Herz1952

Hallo Bernd,

bitte aufpassen. Der KK geht es in solchen Fällen fast nur um die Möglichkeit, Krankengeld einzusparen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt sofort weiter arbeitsunfähig schreiben. Natürlich nur, wenn dies durch Ihren Gesundheitszustand erforderlich ist. Die Kassen versuchen z.Zt. alles um eine Arbeitsaufnahme zu erreichen, bzw. noch schlimmer, sie überreden die Patienten zur Kündigung am alten Arbeitsplatz, wenn diese das Gefühl haben, nicht mehr dahin zurückgehen zu können.

Sie können den Bericht natürlich auch selbst für Sie anfordern. Es ist hilfreich zu wissen, wie Ihre Prognose für die Zukunft beurteilt wurde.

Natürlich wünsche ich Ihnen auch, dass Sie wieder vollkommen genesen und arbeitsfähig werden. Sollte dies aber nicht der Fall sein, ist Vorsicht angebracht. Aus eigener Erfahrung versuchen es die Kassen mit allen Tricks, Krankengeld zu sparen. Es gibt nämlich nicht 2,8 Mio Arbeitslose, sondern 7 Millionen. Sollten Sie einen GdB bekommen, hilft Ihnen das Arbeitsamt auch nicht weiter, falls Sie einen neue Arbeitsstelle brauchen.

Alles Gute,

Herz1952

von
Herz1952

Noch ein Hinweis Bernd,

Selbst wenn der MDK-Arzt Sie irgendwann für arbeitsfähig hält und an die KK den Hinweis: "Verweisungstätigkeit prüfen", streichen die zuerst das Krankengeld, und prüfen - wenn überhaupt - diese Möglichkeit, die meistens nicht juristisch einwandfrei ist.

Herz1952

von
Bernd Neuhäusel

Vielen Dank für Ihre Antworten und Hilfe. Ich hatte schon während der Reha den Eindruck das man mit aller Gewalt gesund gebetet werden soll . Ich erwarte selbst das man mich zum AA abschiebt, mir wurde während der Krankheit gekündigt.

von
GroKo

Zitiert von: Bernd Neuhäusel

Vielen Dank für Ihre Antworten und Hilfe. Ich hatte schon während der Reha den Eindruck das man mit aller Gewalt gesund gebetet werden soll . Ich erwarte selbst das man mich zum AA abschiebt, mir wurde während der Krankheit gekündigt.

Ich habe den Eindruck Sie wollen mit aller Gewalt krank sein.

von
Bernd Neuhäusel

Ihr Eindruck wäre anders wenn Sie den Ablauf der letzten 11 Monate meines Lebens kennen würden.

MFG

von
PXY

Bitte unterschreiben sie die Vollmacht nicht.
Sie können die Mitwirkungspflichten auch
anders nachkommen.
Zum Beispiel durch persönliche Vorlage des Berichtes
evtl. beim MDK.
Alless Gute

von
Achill

Der Träger der Rentenversicherung, kann in Folge der Auskunftspflicht auch ohne Ihre Einwilligung dazu verpflichtet sein, der Krankenkasse den Entlassungsbericht zu übersenden.

von
Achill

Der Träger der Rentenversicherung, kann in Folge der Auskunftspflicht auch ohne Ihre Einwilligung dazu verpflichtet sein, der Krankenkasse den Entlassungsbericht zu übersenden.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Herr Neuhäusel,

in der Tat ist es hier im Form schwer absehbar,welche Konsequenzen folgen, wenn Sie nicht unterschreiben.
Dies hängt auch maßgeblich von der Krankenkasse ab, im Zweifel wird die Krankenkasse Sie aber selbst zum MDK vorladen.