Arbeitsvertrag

von
Peter F.

Meine Frage an die Experten:
Ich bin 1951 geboren und kann demnach mit 65 Jahren und 5 Monaten in Rente gehen.
In meinem Arbeitsvertrag den ich 1996 abgeschlossen habe steht das mein Arbeitsverhältnis mit 65 Jahren endet.
Kann mich mein Chef mit 65 Jahren auf die Straße setzen oder muss er sich an die neue gesetzliche Regelaltersgrenze halten?

von
KSC

Das ist eine Frage des Arbeitsrechtes, hier werden sich Rentenexperten bedeckt halten.

Klären Sie dies bitte mit Ihrem Arbeitsgeber, der Gewerkschaft, dem Betriebsrat oder einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wie ist es denn formuliert?
Die Beschäftigung endet mit 65 Jahren oder mit Erreichen der Regelaltersgrenze?

von
Peter F.

Die Beschäftigung endet mit 65 Jahren.
1996 als ich den Vertrag abgeschlossen habe konnte jeder mit 65 Jahren in Rente gehen, da gab es keine Regelaltersgrenze.

von
Ludwig S.

Zitiert von: Peter F.

Die Beschäftigung endet mit 65 Jahren.
1996 als ich den Vertrag abgeschlossen habe konnte jeder mit 65 Jahren in Rente gehen, da gab es keine Regelaltersgrenze.

Im Sozialrecht gibt es heutzutage keinen Vertrauensschutz mehr. Da kann der Gesetzgeber auch rückwirkend Vorschriften und Gesetze ändern und den Bürgern in die Tasche greifen.

von
KSC

Darüber, seit wann es bekannt ist, dass der Jahrgang 1951 bezüglich der RegelAR 5 Monate Verlängerung erhält, möchte ich jetzt nicht spekulieren.

Das ist aber nicht erst seit gestern bekannt, sondern mindestens "gefühlte 10 Jahre".

Sofern 35, Versicherungsjahre vorliegen, ist die AR für langjährig Versicherte bereits ab 63 möglich, beim Jahrgang 51 gäbe es auch noch die AR für Arbeitslose - ebenfalls frühestens ab 63.
Bei 45 Arbeitsjahren wäre die Rente ebenfalls ab 65 abschlagsfrei möglich.

PS: und wenn Sie wirklich mit 65 entlassen werden (und nicht in Rente gehen wollen oder können), würde Arbeitslosengeld bis zur Regelaltersgrenze (65+5) gezahlt werden, sofern Sie sich dem stellen, was das Arbeitsamt dann von Ihnen fordert.

Aber vielleicht lässt Ihr Chef Sie ja auch 5 Monate länger arbeiten - wie wäre es mit einer kurzen Anfrage dort?

Experten-Antwort

Die Regelaltersgrenze für 1951 geborene Menschen verschiebt sich auf 65 Jahre und fünf Monate.

Ob Sie die Voraussetzungen für einen Anspruch auf vorzeitige Altersrente erfüllt haben, kann anhand Ihrer Angaben nicht festgestellt werden.

Wir empfehlen Ihnen daher sich direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen und sich bezüglich der für Sie günstigsten Rentenart und dem entsprechenden Rentenbeginn beraten zu lassen.

Bezüglich des Endes Ihrer Beschäftigung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Personalstelle, da es sich hierbei um eine Angelegenheit handelt, die in den Bereich 'Arbeitsrecht' fällt.

von
Peter F.

Ich bin selber zufriedenstellend fündig geworden:

Liegt das Regelrentenalter eines Arbeitnehmers aufgrund der gesetzlichen Anhebung des Rentenalters beispielsweise bei 67 Jahren und enthält der Arbeitsvertrag noch eine Altersgrenze von 65 Jahren, ist diese Regelung so auszulegen, dass das Arbeitsverhältnis trotz der vertraglichen Regelung mit Eintritt des Regelrentenalters endet (§ 41 SGB VI).

Trotzdem Danke an alle Beteiligten!

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