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Architektenversorgung

von
siba

Guten Tag,
ich habe vor 4 Jahren mein Innenarchitekturstudium abgeschlossen, und arbeite seit 2 Jahren als freie Mitarbeiterin in einem Büro. Da ich jetzt 31 werde, denke ich, ist es höchste Zeit mich um eine Altersvorsorge zu kümmern. Es gäbe für mich die Möglichkeit in die Bayerische Architektenversorgung einzuzahlen. Da ich schwanger bin und im März ein Kind erwarte, kann ich dort wahrscheinlich für mindestens 8 Jahre lang einzahlen ohne Mitglied der Kammer zu sein. Da ich jedoch noch nicht weiß, ob ich irgendwann mal wirklich in die Kammer eintreten will (eine Arbeit als Angestellte oder freie Mitarbeiterin würde mir mehr liegen, als ein eigenes Büro zu eröffnen), stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, in eine private Altersvorsorge einzuzahlen. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, wo ich mich zu diesem Thema unabhängig beraten lassen kann, da selbst die Verbraucherzentrale keine Auskunft zu Versorgungswerken geben darf. Ich kenne also niemanden, der beide Möglichkeiten (Versorgungswerk oder private Vorsorge) gegeneinander abwerten kann. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen?

von
Der der sich auskennt :-)

Guten Tag,
als selbstständige Architektin bzw. freiberuflerin wäre für Sie eine Staatlich geförderte Rente die Empfehlenswerteste Alternative. Von der Rürup Versicherung werden Sie sicherlich gehört haben. Es handelt sich hierbei um eine steuerich geförderte Rente, bei der Sie die kompletten Beiträge bis zu einem max. jährlichen Betrag von 20.000 EUR bzw. 40.000 EUR ( für verheiratete) absetzen können. Falls Sie interesse haben, kann ich Ihnen gerne ein Angebot fertigen.

Ich hoffe meine Antwort konnte Ihnen wenigstens ein bischen weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

von
Bitte mehr Info

Sind Sie als Architektin beschäftigt, so sind Sie ja in der Architektenkammer versichert. Sind Sie als was anderes beschäftigt, dann sind Sie ja in der gesetzlichen RV versichert.
Wo bestand Versicherungspflicht?

von
siba

Ich arbeite freiberuflich (als freie Mitarbeiterin) und bin deshalb weder in der Architektenkammer noch gesetzlich RV versichert. Es bestand bisher auch noch keine Versicherungspflicht.

von
judith

Achtung vor Angeboten irgendwelcher Versicherungsanbieter! Informieren Sie sich lieber unabhängig über Stiftung Warentest, die auch das Monatsmagazin Finanztest herausgibt und immer wieder die verschiedensten Versicherungsanbieter vergleicht und zwar unabhängig(auch im Internet unter test.de kann man sich gegen kleines Entgelt verschiedene Tests runterladen). Außerdem ist zu berücksichtigen, wie sich die verschiedenen Vorsorgeformen später auf die Versicherungspflicht z.B. in der gesetzlichen Krankenversicherung auswirken, darauf wird meist nicht aufmerksam gemacht. Sollten Sie freiwillig in der GKV sein und bleiben, werden später alle Einkünfte zum Krankenkassenbeitrag herangezogen. Waren Sie jedoch in der zweiten Hälfte des Berufsleben in der GKV und beziehen zumindest eine kleine Rente aus der DRV (was heißt mindestens 5 Beitragsjahre, wobei Sie vermutlich 3 schon bekommen durch ihr Kind)so können Sie später in die Krankenversicherung der Rentner und haben einen deutlich günstigeren Beitrag zur Krankenversicherung.
Sie sollten also versuchen mindestens 5 Beitragsjahre in der DRV zusammenzubekommen um zumindestens einen kleinen Rentenanspruch aus der DRV zu erwerben.

von
judith

PS: Bestellen Sie am besten das Buch "Altersvorsorge für Selbstständige" der Stiftung Warentest (z.B. über test.de/shop) für 16,90 Euro, die sind sicher gut investiert