Arthrose/EW-Rente

von
Stephan Hans-Peter

guten Tag, ich bin Jahrg. 1955 und seit den 70 er Jahren wegen Arthrose in Behdlg.Diag.: Gonarthrose links, Pangonalatrhrose rechts.Stadfium 3-4, Schwerbhdg. 50 % seit 2005. REHA Empfehlung lautet: nicht mehr als
10 kg im Beruf zu heben. Nun bin ich Koch und
bewege jeden Monat mehrere Tonnen an Lebensmittel. Ich habe Dauerschmerzen Tag und Nacht und quäle mich durchs Arbeitsleben.
Ich bin 57 Jahre alt und zu alt um umzuschulen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als mich weiter so abzuquälen? Welche Perspektive habe ich.
Danke für Ihre Antwort

von
Kasper

Hallo, wenn es ihnen so schlecht geht.... wieso haben Sie nicht schon einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt?

Antrag ausfüllen und abgeben kostet nichts.

von
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Wir empfehlen Ihnen, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu stellen. Im Rentenverfahren wird dann auch geprüft, ob Leistungen zur Teilhabe vorrangig zu erbringen sind.

von
öha

Zitiert von: Kasper

Antrag ausfüllen und abgeben kostet nichts.

...bei einem solchen Vorgang sollte man Rat und Hilfe von entsprechenden Stellen holen (z.B. Versicherungsamt - kostet dort auch nichts!)

von
Krämers

Also entweder " quälen " Sie sich weiter bis zur Altersrente oder Sie stellen - wie schon empfohlen - eben einen EM-Antrag. Wenn Sie keinen entsprechenden Antrag stellen werden Sie nie wissen ob ihnen eine EM-Rente zusteht oder nicht...

Da aber offensichtlch die letzte Reha ja keine EM ergeben hat wird es schwer werden auch eine EM-Rente zu erhalten. " Nur " wegen einer Kniearthrose wird man meistens nicht gleich berentet. Das sollten Sie wissen um nicht nachher zu enttäuscht zu sein. Wobei es natürlich immer nur auf den med. Einzelfall ankommt der hier nicht beurteilt werden kann.

Das Sie bereits 50% Schwerbehinderung zuerkannt bekommen haben, sagt im Zusammenhang mit der Bewilligung oder Nichtbewilligung einer EM-Rente gar nichts aus.

von
Hanni

Zitiert von: Krämers

Da aber offensichtlch die letzte Reha ja keine EM ergeben hat wird es schwer werden auch eine EM-Rente zu erhalten. " Nur " wegen einer Kniearthrose wird man meistens nicht gleich berentet. Das sollten Sie wissen um nicht nachher zu enttäuscht zu sein. Wobei es natürlich immer nur auf den med. Einzelfall ankommt ...

Sicher richtig. Mein Mann (hat nie SB, Reha oder Rente beantragt) hat laut MRT-Befund Gonarthrose Grad 3 beidseits. Ihm wurde erklärt er , das sei häufig bei Leuten, die in der Juigend viel Fußball gespielt hatten. Empfehlung: Weiter etwas Sport machen, um die Muskulatur zu stärken und vor allem darauf achten, nie übergewichtig zu werden - denn das ist die häufigste Ursache von Knieproblemen, wenn die Knie 10 - 30 kg Eigengewicht zuviel tragen müssen.

von
Pfostenpfleger

Zitiert von: Hanni

... und vor allem darauf achten, nie übergewichtig zu werden - denn das ist die häufigste Ursache von Knieproblemen, wenn die Knie 10 - 30 kg Eigengewicht zuviel tragen müssen.

Meine Tochter wiegt 47 kg bei 160 cm Körpergröße, hat dennoch die gleichen Knieprobleme und musste daher mit 24 Jahren ihren Beruf aufgeben. Häufig wird die ärztliche Ratlosigkeit durch vermeintliche Kenntnis über Folgen des Übergewichts überdeckt. Damit möchte ich nicht gesagt haben, dass ein höheres Körpergewicht nicht zusätzlich belastend sein kann. Ich bezweifle allerdings, dass es wegen dieser Erkrankung eine Rente wegen Erwerbsminderung geben wird. Versuchen kann man es aber.

von
Stephan Hans-Peter

danke für Ihre Antworten,
aber ich bin weder übergwichtig, noch habe extrem sport betrieben. ich bin seit den 70 er jahren in orthp. behandlung, bei meiner letzten op wurde die beinachse korrigiert. ich befürchte, daß es nur zu einer teilew -rente
reichen würde, deswegen habe ich auch keinen antrag gestellt und schleppe mich so weiter. guß hastephan

von
Hanni

Ja, das gibt es bei Fehlstellungen. Ob es für eine ganze oder teilweise Rente reichen würde, kann Ihr Arzt aus seinen Erfahrungen besser beurteilen als jemand hier. Aber volle Erwerbsminderung heißt eben, dass Sie auch keine anderen Tätigkeiten länger als 3 Stunden ausführen können und ist deswegen nicht sehr wahrscheinlich.

Mein Hinweis aufs Gewicht resultierte aus Erfahrungen mit Kolleginnen, die zwar peinlichst darauf achteten, nicht mehr als die vom Hausarzt attestierten maximal 5 kg zu tragen, ohne zu berücksichtigen, dass die Knie schon 20 - 30 kg mehr "Eigengewicht" tragen mussten als normal - ist der häufigere Fall.