Arztbericht

von
Antragstellerin

Hallo liebe Experten,
auf Selbsteinschätzung und Empfehlung meines Facharztes stelle ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Ich leide seit Jahren an Depressionen und Panikattacken. Leider stellt mein Facharzt mir keinen Befund aus. Er meint ich soll ihn im Antrag von der Schweigepflicht entbinden, und dann kommt die DRV auf ihn zu. Meine Therapeutin handhabt das genauso.
Jetzt stelle ich den Antrag und steh irgendwie mit "leeren Händen" da. Im Internet lese ich, das von Therapeuten, welche keine Ärzte sind, keine Berichte abgerufen werden.
Eigentlich wollte ich unterstützend den Sozialverband VDK hinzuziehen. Aber Corona geschuldet meinten die, das ich den Antrag selber stellen soll, und man mir gegenfalls im Widerrufsverfahren helfen wird.
Meine Frage deshalb, habe ich Nachteile wenn ich bei Antragstellung keine Arztberichte mitschicke ?
Vielen Dank für eine kurze Einschätzung.

Experten-Antwort

Hallo Antragstellerin,

wichtig bei der Antragsstellung auf Erwerbsminderungsrente ist, dass Sie das Formular R0210 und R0215 ausfüllen und mit senden. In dem Formular R0210 machen Sie alle Angaben zu den relevanten Ärzten. Hier finden Sie auch die Schweigepflichtentbindungserklärung, womit die Kollegen Befunde Ihrer Ärzte anfordern können.

Möglicherweise, wenn Corona es zulässt, wird man Sie zu einer persönlichen Begutachtung einladen.

Generell empfiehlt es sich, den Antrag mit einem Berater der Deutschen Rentenversicherung aufzunehmen. Dies funktioniert zur Zeit ganz prima telefonisch. Der Kollege ruft Sie zum vereinbarten Termin an und nimmt den Antrag mit Ihnen auf. Sie sollten lediglich die beiden erwähnten Vordrucke nach Möglichkeit selbst ausfüllen.

Die Termine für eine solche Beratung finden zur Zeit telefonisch statt, weshalb Sie relativ zügig einen Termin bekommen sollten. Einen Termin können Sie bei Ihrem zuständigen Träger buchen. Hier finden Sie die Telefonnummern:

https://www.eservice-drv.de/etermin-customer/dsire/loadStep0.cmd

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