AU - Akut - Reha : Ich brauche eine Pause

von
Madeleine

Hallo

ich befinde mich seit sechs Wochen in stationärer Behandlung auf einer Akut-Station, es ist meine dritte Behandlung dieses Jahr.

Die erste stationäre Behandlung war noch vor Corona und vor der Entlassung war alles so geplant das ich ambulant in der Tagesklinik weitermache aber meine Aufnahme dort wurde auf unbestimmte Zeit seitens der Tagesklinik abgesagt und auch bei allen anderen Einrichtungen stehe ich zwar auf der Warteliste aber man kann mir keine Auskunft geben wann und ob es dort weitergeht.

Also wurde mit mir eine Wiedereingliederung besprochen die allerdings nach der dritten Woche abgebrochen werden musste weil es viel zu schnell und viel zu viel für mich war.
Ich wurde erneut stationär Aufgenommen, die zweite Behandlung verlief aber sehr ambivalent da man die Station isoliert hat und alles an Therapie ausgefallen ist ebenso wie jeder Kontakt nach Außen. Eine sehr angespannte Grundsituation und nach meiner Entlassung habe ich versucht stabil zu bleiben aber es war mitten im Lockdown und es hat mich sehr schnell zurückgeworfen.

Irgendwann ging nichts mehr und mein Hausarzt hat mich in einer anderen Klinik Unterbringen können allerdings nur auf der Akutstation und hier habe ich mich wiedergefunden aber auch nur weil die Corona-Maßnahmen zumindest Besuch gestatten und es sporadisch Angebote gibt die mir helfen. Hier wurde mir empfohlen eine Reha zu beantragen die nahtlos erfolgen soll und weitere fünf Wochen dauern wird aber davor habe ich Angst weil die Regelungen weder Besuch gestatten noch motivierend wirken das es dort zur Zeit für mich einen Sinn ergibt.

Ich finde keine ambulante Hilfe, fühle mich nicht stabil genug über die Dauer einer neuen Wiedereingliederung hinaus Arbeiten gehen zu können aber die Tageskliniken sind immer noch mit keiner absehbaren Aufnahme als das was meiner Meinung nach etwas bringt aufgeschoben.

Ich möchte einfach nach Hause und die Reha verschieben aber es heißt das darf man zur Zeit auch nicht und ich fühle mich in die Ecke gedrängt weil gerade niemand wirklich weiß wann ambulante Angebote wieder erlaubt sind.

Ich habe vor einigen Wochen Erwerbsminderungsrente beantragt, da habe ich noch keine Auskunft und ich bin schwerbehindert mit Integrationsförderung beschäftigt aber gibt es wirklich nur diese eine Reha die wie Isolation abläuft neben der Wiedereingliederung durch die ich dann nochmal auf der Akut-Station lande?

Ich möchte mich nicht Beschweren oder Meckern nur weiß ich nicht warum ich überhaupt versuche arbeiten zu gehen und mir Hilfe zu suchen damit ich wenigstens ein paar Stunden schaffe wenn es egal ist wie es mir geht und was mir wichtig ist.

Ich freue mich über jeden Rat um hier eine Lösung zu finden und bedanke mich bei jedem der dazu etwas beitragen kann.

Lieben Gruß
Madeleine

von
KSC

Und was ist nun die Frage an die Mitarbeiter der Rentenversicherung?

von
Student

Ich denke, Sie brauchen erstmal eine angemessene Therapie bevor Sie überhaupt an eine Reha denken können. Die Reha behandelt Sie nicht, sie bereitet auf den Arbeitsmarkt vor.

von
Madeleine

Hallo

vielen Dank für die schnelle Reaktion und Entschuldigung das es viel Text um unsachliche Fragen ist.

Mir fehlen Ansprechpartner, mir wird diese Reha als einzige Option empfohlen und ich weiß nicht was ich tun kann wenn ich als alternative nach der Entlassung nur die Wiedereingliederung habe.

Mich belastet die Situation hier in der Klinik einfach aber es geht mir schon besser als vorher und mir hilft es hier schon das man es gestattet ab Mittag nach Hause zu fahren oder in die Stadt zu gehen bloß möchte ich keine Reha machen müssen bloß weil es keine Tagesklinik gibt ich sehe den Sinn nicht und seit ich weiß das ich dort in den Fünf Wochen nur einmal eine Stunde Besuch bekommen darf und hier in der Klinik bleiben muss bis ich dort aufgenommen werde bin ich gar nicht mal sicher ob es mir hilft das zu machen.

Gibt es denn auf absehbare Zeit gar nichts ambulantes oder zumindest die Möglichkeit vor einer psychosomatischen Reha ein paar Tage aus diesem Klinischen Corona Angepassten Konzept herauszukommen?

Ich meine es nicht böse aber mir geht es zuhause besser als mit Maske hier in der Klinik so zu tun als hätte das Sinn am Anfang auf Corona getestet zu werden und auf dem Zimmer bleiben zu müssen während einzelne sich weigern oder kommen und gehen wie es ihnen passt.

Es belastet einfach gerade mehr sich stationär behandeln zu lassen als es einfach nicht zu tun und auch wenn ich die Reha für sinnvoll halte will ich einfach nur ein oder zwei Wochen nach Entlassung nach Hause bevor das dort genauso abläuft weil ich kurz Abstand brauche von Kliniken aber es halt nichts ambulantes gibt.

Wieder arbeiten kann ich auch nicht, mir geht es zwar etwas besser aber mehr auch nicht und eine Wiedereingliederung machen nur weil ich nicht weiß ob man mich weiter Krankschreiben wird ist dann wohl das einzige was sonst noch geht.

Entschuldigung, ich bin hier wohl nicht richtig aber vielen Dank für die Mühe.

von
Madeleine

An wen muss ich mich denn wenden?

Ich habe bei der Aok kein Forum gefunden wo ich allgemein Anonym Fragen kann und für eine offizielle Frage fehlt mir die Sicherheit das man sich daraus was ich Frage keine Probleme entwickeln weil ich immer das gemacht habe was man mir empfohlen hat aber seit Corona ist mein gesamtes Hilfenetz eingeschränkt auf Videochat und absagen aber ich will nicht was machen wo ich schon weiß das es nicht helfen würde nur weil man mir das sagt während ich bei Reha dachte ich bin hier richtig.

Ist keine Reha nach einer Behandlung möglich wo nahtlos eben keine Voraussetzung ist?

Es ist nicht so leicht stationär behandelt zu werden während Corona aber es soll doch helfen und nicht nur Zeit absitzen sein damit man wenigstens dort war.

Ich sehe keinen Sinn in einer Maßnahme die nur empfohlen wird weil es keine Tagesklinik gibt.

Ich falle doch am Ende aus der Käseglocke und bin keinen Schritt weiter weil mir eine Behandlung aus Zuhause oder Arbeit und Klinik eben bei meinem Problem hilft und nichts stationäres.

Danke

von
Siehe hier

Zitiert von: Student
Die Reha behandelt Sie nicht, sie bereitet auf den Arbeitsmarkt vor.

Auf unstudiert deutsch gesagt: Blödsinn!!

von
Siehe hier

Hallo Madeleine,

ob Sie hier so ganz richtig sind, oder Sie z.B. im

Krankenkassenforum.de

besser ‚aufgehoben‘ wären, hängt auch etwas davon ab, wer Leistungsträger bei Ihnen ist, AOK oder DRV.
Aber da Sie im Zuge der verschiedenen Klinikaufenthalte bereits Erwerbsminderungsrente beantragt haben, sind Sie hier auch nicht völlig verkehrt :-)

Sofern eine EM-Rente beantragt wurde, wird zunächst ohnehin erst einmal anhand der vorgelegten Befunde überprüft, ob eine medizinische Reha dazu führen könnte, den gesundheitlichen Zustand soweit zu stabilisieren, dass die gefährdete Erwerbsminderung verhindert werden könnte. Evtl. auch erst durch nach der medizinischen Reha weiterführende Maßnahmen. Die Reha ist dann also zunächst einmal dazu da, dies genauer einschätzen zu können. Jedenfalls werden Sie dort nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet, sondern es wird festgestellt, wie weit Sie gesundheitlich überhaupt noch auf dem Arbeitsmarkt erwerbstätig sein können. Ein bereits festgestellter GdB hat darauf übrigens keinen Einfluss, jedoch werden natürlich trotzdem vorliegende Krankheiten berücksichtigt, aber eben mit Schwerpunkt darauf, ob Sie damit weiterhin noch ausreichend erwerbstätig sein können oder nun eben nicht mehr in dem Umfang, wie es trotz Ihrer Behinderung bisher ja wohl noch ging.

Allerdings kann es sich bei der von Ihren Klinikärzten nun vorgeschlagenen ‚Reha‘ auch zunächst um eine AHB (Anschlussheilbehandlung) handeln, die wirklich rein medizinisch notwendig ist, um Sie überhaupt erst mal wieder ‚alltagstauglich‘ zu machen um dann später zu schauen, wie man Sie wieder ‚erwerbsfähig‘ machen könnte.
Dies und auch Ihre Bedenken sollten Sie also vordringlich mit den dort zuständigen Ärzten (und Therapeuten) klären/besprechen. Und wie Sie selbst sagen, erscheint eine Anschlussreha sinnvoll. Aber vielleicht ist es dennoch möglich, Ihnen eine kleine Verschnaufpause zu gönnen in der Sie für ein bis zwei Wochen davor noch nach Hause können. Hierfür eine Begründung könnte ja auch sein, dass Sie mit Flügelhemd aus der Klinik wohl schlecht fünf Wochen Reha gesundheitsfördernd wahrnehmen können, weil zumindest zu den Therapiemaßnahmen (wie auch immer aktuell noch eingeschränkt) angemessene Kleidung erforderlich ist und Sie deshalb ja irgendwie in Ruhe einen Koffer packen dürfen müssten.

Außer Ärzten und Therapeuten gibt es auch in einer Akutklinik übrigens eigentlich immer einen ‚Sozialdienst‘, also Ansprechpartner, die unter anderem dafür zuständig sind, gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Nachversorgung zu finden und Sie auch über Alternativen zu beraten. Sofern Sie zu dieser Stelle noch keinen Kontakt hatten, fragen Sie sich durch, wie Sie an die herankommen bevor Sie aus der Klinik entlassen werden.

Und über diesen Link sollten Sie das für Ihren Wohnort zuständige Integrationsamt finden, deren Mitabeiter Ihnen auch beratend zur Seite stehen können

https://www.integrationsaemter.de/Aktuell/72c/index.html

Alles Gute und trotz aller noch nicht ganz geklärten Fragen ein nettes Wochenende!!

von
Renee

Du hast ein Wunsch und Wahlrecht, die Reha kannst du dir selber aussuchen

Experten-Antwort

Es scheint mir dass es bei Ihnen eher um aktuelle medizinische Fragen geht und weniger um Rentenfragen.

Ihre derzeitige Situation können Sie mit Ärzten, Therapeuten und dem Sozialdienst der Einrichtung besprechen in der Sie sich aktuell befinden.

Eine Rente wegen Erwerbsminderung ist beantragt. Wie die Entscheidung darüber ausehen wird wissen Sie in einigen Wochen. Die Rentenhöhe sollten Sie aus der jährlichen Renteninformation ungefähr kennen.

Auch eine Reha kann jederzeit beantragt werden, das scheint aber nicht notwendig, weil bei jedem Antrag auf EM Rente zu prüfen ist ob es sinnvoll ist eine Reha vorzuschalten.

Für Ihre Gesundheit wünsche ich alles Gute.

von
Madeleine

Es war nicht meine Absicht hier gegen etwas zu verstoßen, ich bedanke mich für die Ratschläge und das ich dieses Forum nutzen durfte.

Mir ist das alles unklar und ich wusste nur das die Reha bei der Rentenversicherung beantragt wurde aber es hat auch damit zu tun das ich nichts falsch machen will weil ich mich in einer Position befinde wo man sowieso froh sein kann Hilfe zu bekommen was bedeuten soll das ich mich nicht gegen den Rat der Ärzte ausspreche.

Mit diesem Forum hat die Rentenversicherung eine sehr große Hilfe geschaffen denn was ich hier erfahren habe hilft mir bereits um zumindest zu erahnen welche Tragweite diese Reha überhaupt hat denn im klinischen Rahmen erfährt man sehr wenig über die Maßnahmen und man soll meist nur unterschreiben und bekommt ein Merkblatt was auch vieles offen lässt.

Als Patient hat man oft Probleme dir ähnlich ablaufen denn es steht nirgends was für folgen man hat wenn man etwas ablehnt und ich denke es passiert nicht selten das Behandlungen im psychiatrischen Bereich ganz ohne nutzen für den Patienten ablaufen denn ich bin nicht alleine mit der Frage dsw habe mir überhaupt eine Plattform gesucht wo ich andere Blickwinkel und Meinungen unverbindlich erhalte denn es sind viele Patenten hier die eine Reha machen sollen aber nur wenige die das auch wollen.

Ich würde das jetzt hier schließen und bedanke mich :-)

Ich versuche in dem Forum der Krankenversicherungen weitere Informationen zu bekommen mit denen ich eine Entscheidung treffen kann.

Vielen Dank an alle, selbst Senf hat eine Berechtigung denn so weiß ich das ich unbedingt noch wo anders Rat suchen sollte statt wenn alles nur höflich schöngeredet wird wie von der Klinik in den meisten Fällen leider halt.

Vielen Dank
Madeleine

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