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AU erforderlich?

von
Werner

Hallo,

ich wurde Ende November von der Krankenkasse ausgesteuert und habe einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt.
Arbeitslosengeld erhalte ich, aber nicht über die Nahtlosigkeitsregelung, warum, weiß ich nicht.
Bisher war ich krankgeschrieben: Wie sieht das jetzt aus? Habe über die Suchfunktion leider nichts zu dem Thema gefunden und wäre sehr dankbar für eine Antwort.

von
Hans

In ihrem Falle ( als EM-Antragsteller ) stellt einzig und alleine der med. Dienst der AfA fest , ob bei ihnen Arbeitsfähigkeit im Sinne der AfA besteht und damit ALG I überhaupt gezahlt werden kann.

Eine AU ihres Arztes nützt ihnen darum gar nichts, weil der med. Dienst diese nicht anerkennen muss.

Im Gegenteil, könnte die Vorlage einer weiteren Krankschreibung sogar im ungünstigsten Falle zur erneuten Überprüfung ihrer Arbeitsfähigkeit durch den med. Dienst der AfA führen und dann eben zur Einstellung der ALG I Zahlung .

ALG I ( also das normale ) erhält man ja nur dann , wenn jemand mind. 15 Wochenstunden arbeitsfähig und vermittelbar ist.

Warum man bei ihnen die Nahtlosisgkeitsregelung nicht angeandt hatten, sollten Sie aber mal dringend in einem Gespräch mit der AfA klären und dann event. um Abänderung des Bewilligungsbescheides bitten.

Bei ALG I nach der Nahtlosigkeit sind Sie weitaus besser geschützt als bei dem normalen ALG I !

Das die AfA ALG I nach Nahtlosigkeit natürlich nicht gerne bewilligt ist klar, da dann deren Einflussmöglichkeiten auf Sie mehr als beschränkt bzw. nicht mehr vorhanden sind....

Allerdings müssen dazu einige Vorrausetzungen erfüllt werden und wahrscheinlich liegen dies ebei Ihnen eben nicht vor.

Aber auf jeden Fall bitte klären !

von
Werner

Zunächst vielen Dank für Ihre Antwort.
Welche Voraussetzungen müssen für die Nahtlosigkeit erfüllt werden und warum sollte ich diese nicht erfüllen?
Auf die Nahtlosigkeitsregelung ging man garnicht erst ein. Im Antrag gab ich an, das ich mich im Rahmen meiner Einschränkungen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle, ebenso, daß ich AU sei.
Mein Arzt schrieb mich heute weiterhin krank. Die Bescheinigung habe ich bei der Krankenkasse abgegeben, und nun die Frage: Soll bzw. muss ich die beim Arbeitsamt auch abgeben?

Ein Gutachtertermin bei der DRV erfolgte schon, beim Arbeitsamt bisher noch nicht.
Mache ich alles richtig bisher?? Da blickt ja kein Mensch mehr durch.

Experten-Antwort

Da es Aufgabe des jeweiligen Rentenversicherungsträgers ist festzustellen, ob ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht oder nicht, besteht auch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld unter den Voraussetzungen, wie sie in § 125 Abs. 1 SGB III festgelegt sind. Daher sollten sie unbedingt mit der AfA abklären, eventuell auch indem sie gegen deren Entscheidung Widerspruch einlegen, warum Ihnen der Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht im Rahmen der &#34;Nahtlosigkeitsregelung&#34; gewährt wird.

von
Werner

Das Arbeitsamt erklärte mir, daß ich zwar nach 117 ALG erhalte, die Handhabung jedoch nach 125 SGB3 erfolgt. Ein entsprechendes Häkchen wurde dort gesetzt. AU-Bescheinigungen müssen nicht abgegeben werden.
Da kommt ein Laie nicht mehr mit. Es ist auch eine große zusätzliche Belastung für jemanden, der ganz andere Sorgen hat: Nämlich seine Krankheit.

Das mußte ich jetzt loswerden, auch wenn es die DRV nicht betrifft.

Herzlichen Dank aber für alle Antworten und auch für die Bereitstellung dieses Forums!

Ich hoffe, nun läuft alles richtig.

mfg.