Aufforderung Reha trotz geplanter Therapie

von
Silvana

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wurde nunmehr von der Krankenkasse aufgefordert, einen Reha Antrag zu stellen. Ich bin seit April diesen Jahres wegen psychosomatischen Störungen krankgeschrieben. Im Juni meldeten sich auch wieder meine Bandscheibenprobleme hinzu. Nun habe ich für Ende November einen ambulanten Therapieplatz in einer psychosomatischen Tagesklinik, den ich auch gerne wahrnehmen möchte. Der Termin ist leider so lange nach hinten geschoben, da ich mich jetzt erst einer schweren Fuß OP unterziehen musste und den Fuß die nächsten 6 Wochen erstmal nicht belasten darf. Dauert also.
Nun habe ich die Befürchtung, dass ein Reha Antrag meine dringend benötigte Therapie in Gefahr bringt. Ich muss auch dazu sagen, dass ich erst im Sommer letzten Jahres eine Reha über die RV hatte.
Die sogenannte Anhörung (deutete ich erst nach Recherche im Internet als eine Anhörung) von der KK fand telefonisch statt und ich wies in diesem Gespräch mehrmals auf den Therapieplatz hin. Müsste ich meine Therapie wegen einer eventuell bis dahin genehmigter Reha abbrechen?
Das wäre eine riesen Katastrophe für mich und ich würde psychisch in ein noch tieferes Loch fallen.
Was kann ich tun?
Vielen Dank für hilfreiche Aussagen

von
Schorsch

Sie sollten dieses Problem mit Ihrer Krankenkasse besprechen und ggf. eine schriftliche Stellungnahme Ihres behandenden Arztes vorlegen.
Mehr kann Ihnen kein Außenstehender ohne nähere Detailkenntnisse sagen.

MfG

von
Silvana

Zitiert von: Schorsch
Sie sollten dieses Problem mit Ihrer Krankenkasse besprechen und ggf. eine schriftliche Stellungnahme Ihres behandenden Arztes vorlegen.
Mehr kann Ihnen kein Außenstehender ohne nähere Detailkenntnisse sagen.

MfG

Danke schon mal für diese Aussage. Einen Widerspruch werden wir auch einlegen, wovon ich mir allerdings nicht viel erhoffe. Ob ich eine Akteneinsicht bei der Kasse erhalte ist auch noch nicht sicher. Ich weiß letztlich nicht auf welcher Grundlage der MD durch Einsicht in meine Akte der KK zu dieser Reha empfohlen hat.

von
Therapeuten

Zitiert von: Silvana
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wurde nunmehr von der Krankenkasse aufgefordert, einen Reha Antrag zu stellen. Ich bin seit April diesen Jahres wegen psychosomatischen Störungen krankgeschrieben. Im Juni meldeten sich auch wieder meine Bandscheibenprobleme hinzu. Nun habe ich für Ende November einen ambulanten Therapieplatz in einer psychosomatischen Tagesklinik, den ich auch gerne wahrnehmen möchte. Der Termin ist leider so lange nach hinten geschoben, da ich mich jetzt erst einer schweren Fuß OP unterziehen musste und den Fuß die nächsten 6 Wochen erstmal nicht belasten darf. Dauert also.
Nun habe ich die Befürchtung, dass ein Reha Antrag meine dringend benötigte Therapie in Gefahr bringt. Ich muss auch dazu sagen, dass ich erst im Sommer letzten Jahres eine Reha über die RV hatte.
Die sogenannte Anhörung (deutete ich erst nach Recherche im Internet als eine Anhörung) von der KK fand telefonisch statt und ich wies in diesem Gespräch mehrmals auf den Therapieplatz hin. Müsste ich meine Therapie wegen einer eventuell bis dahin genehmigter Reha abbrechen?
Das wäre eine riesen Katastrophe für mich und ich würde psychisch in ein noch tieferes Loch fallen.
Was kann ich tun?
Vielen Dank für hilfreiche Aussagen

Alles Gute!!

Experten-Antwort

Hallo Silvana,

wie Schorsch bereits richtig festgestellt hat, müssen Sie dieses Problem mit Ihrer Krankenkasse besprechen.

von
Silvana

Vielen Dank für die Information, nur leider ist mit der Krankenkasse diesbezüglich nicht zu reden. Die wollen mich aus dem Krankengeldbezug haben und fertig. Traurige Wahrheit.
Was mir auch nicht einleuchtet, warum die Krankenkasse plötzlich auf eine Rehamassnahme im letzten Jahr ein Dispositionsrecht erhebt?

von
Hildegard

Hallo Silvana, bitte nicht falsch verstehen, aber in erster Linie geht es doch darum, dass sich Ihr Gesundheitszustand bessern soll.Ich würde erstmal Ruhe bewahren, die Fuss-OP auskurieren und möglichst nicht noch einen "Kampf" gegen die Krankenkasse führen. Deren Rechte sind gesetzlich geregelt und auch für die Kasse verpflichtend.
Wer ist denn der Kostenträger/Bewilliger der ambulanten Maßnahme in der Tagesklinik? Versuchen Sie, diesen ggf. mit ins Boot zu holen und Sie bei der Kommunikation mit der Kasse zu unterstützen.Auch der behandelnde Arzt sollte um seine Meinung und ggf.Unterstützung gebeten werden. Ich würde alle Fakten sachlich und ohne persönliche Wertung schriftlich an die Krankenkasse als Widerspruch formulieren. Unabhängig von der endgültigen Entscheidung möchte ich Sie dazu ermuntern, eine REHA Maßnahme in erster Linie als persönliche Unterstützung zu sehen, unabhängig davon, in welcher Form sie stattfinden wird. Alles Gute für Sie!

von
Silvana

Zitiert von: Hildegard
Hallo Silvana, bitte nicht falsch verstehen, aber in erster Linie geht es doch darum, dass sich Ihr Gesundheitszustand bessern soll.Ich würde erstmal Ruhe bewahren, die Fuss-OP auskurieren und möglichst nicht noch einen "Kampf" gegen die Krankenkasse führen. Deren Rechte sind gesetzlich geregelt und auch für die Kasse verpflichtend.
Wer ist denn der Kostenträger/Bewilliger der ambulanten Maßnahme in der Tagesklinik? Versuchen Sie, diesen ggf. mit ins Boot zu holen und Sie bei der Kommunikation mit der Kasse zu unterstützen.Auch der behandelnde Arzt sollte um seine Meinung und ggf.Unterstützung gebeten werden. Ich würde alle Fakten sachlich und ohne persönliche Wertung schriftlich an die Krankenkasse als Widerspruch formulieren. Unabhängig von der endgültigen Entscheidung möchte ich Sie dazu ermuntern, eine REHA Maßnahme in erster Linie als persönliche Unterstützung zu sehen, unabhängig davon, in welcher Form sie stattfinden wird. Alles Gute für Sie!

Danke!
Die Tagesklinik ist eine 8wöchige Tiefentherapie, welche letztlich als Krankenhausaufenthalt zu werten ist und demnach von der Krankenkasse gezahlt werden müsste. Vom Grundsatz habe ich auch nichts gegen eine Reha, aber eben erst nach der Therapie. Damit hätte ich auch überhaupt kein Problem.
Gestern haben wir uns das Gutachten des MD der Krankenkasse angeschaut und ich war entsetzt, auf welcher Grundlage dieses entstanden ist. Der eigentlich relevante Bericht der Klinik wurde unbeachtet gelassen und nicht mal erwähnt.
Wir werden jetzt mit dem Hausarzt und den relevanten Berichten in Widerspruch gehen.

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