Aufforderung zur Reha

von
Renaterin

Ich sollte einen Antrag auf med .Reha und Teilhabe am Arbeitsleben stellen, damit mir mein Krankengeld nicht gestrichen wird. Nun erhielt ich einen Bescheid, wonach mir Leistungen zur Teilhabe dem Grunde nach zugesagt wurden. Ich solle mich beim Arbeitsamt um einen Job kümmern. Was bedeutet das für mich, wenn ich nicht zum Arbeitsamt gehe ( mein altes Arbeitsverhältnis besteht ja noch), kann mir da auch das Krankengeld gestrichen werden? Bekommt jetzt mein alter Arbeitgeber etwas von der Rentenversicherung dazu, falls ich nur 4 Stunden arbeiten kann unnd ich bekomme meinen alten 6-Stunden Verdienst. Wie ist dieser bescheid zu verstehen?

von
GroKo

Zitiert von: Renaterin

Ich sollte einen Antrag auf med .Reha und Teilhabe am Arbeitsleben stellen, damit mir mein Krankengeld nicht gestrichen wird. Nun erhielt ich einen Bescheid, wonach mir Leistungen zur Teilhabe dem Grunde nach zugesagt wurden. Ich solle mich beim Arbeitsamt um einen Job kümmern. Was bedeutet das für mich, wenn ich nicht zum Arbeitsamt gehe ( mein altes Arbeitsverhältnis besteht ja noch), kann mir da auch das Krankengeld gestrichen werden? Bekommt jetzt mein alter Arbeitgeber etwas von der Rentenversicherung dazu, falls ich nur 4 Stunden arbeiten kann unnd ich bekomme meinen alten 6-Stunden Verdienst. Wie ist dieser bescheid zu verstehen?

Du sollst arbeiten, wie sonst sollte man den "Bescheid" verstehen?

Experten-Antwort

Hallo Renaterin,

Sie wurden von Ihrer Krankenkasse in Ihrem Dispositionsrecht eingeschränkt. Wenn Ihnen die
Leistungen zur Teilhabe bewilligt wurden, dann müssen Sie diese in Anspruch nehmen.
Bei Nichtinanspruchnahme wird das Krankengeld nicht weiter gewährt.

von
Schorsch

Man geht vermutlich davon aus, dass Sie Ihre letzte Tätigkeit dauerhaft nicht mehr ausüben können und will Ihnen nun mit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu einem leidensgerechten Arbeitsplatz verhelfen.

Sowohl bei der Bundesagentur für Arbeit als auch bei der Deutschen Rentenversicherung gibt es Reha-Berater, bei denen Sie sich über alle in Frage kommenden Möglichkeiten informieren können.
Sie sollten daher so bald wie möglich einen entsprechenden Beratungstermin vereinbaren.
Die möglichen Integrationshilfen sind sehr umfangreich und können daher nur in einem persönlichen Beratungsgespräch erläutert werden.

MfG

von
Herz1952

Das Arbeitsamt könnte Sie auch unter Umständen wieder an die Krankenkasse verweisen, falls das Amt der Meinung ist, dass wieder Hoffnung besteht, dass Sie Ihrer bisherigen Beschäftigung in absehbarer Zeit wieder nachgehen können.

Das ist auch schon passiert. Wer hat Ihnen denn die Leistungen zugesagt? Die Krankenkasse?

Wenn das so wäre, hat das noch nichts zu sagen.

Am Ende entscheidet das Arbeitsamt, bzw. bei Reha die Rentenversicherung über die Leistungen.

Die Voraussetzung ist nämlich, ob Arbeitsamt oder Rentenversicherung der Argumentation der KK folgt.

Mit Androhung von KG-Streichungen sind die Krankenkassen schnell bei der Sache. Hauptsache ein anderer trägt die Kosten.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Wer hat Ihnen denn die Leistungen zugesagt? Die Krankenkasse?

Nein, die Krankenkasse hat zum LTA-Antrag aufgefordert und wird diesen wohl kaum selbst bewilligt haben.
Zitiert von: Herz1952

Am Ende entscheidet das Arbeitsamt, bzw. bei Reha die Rentenversicherung über die Leistungen.

Die Voraussetzung ist nämlich, ob Arbeitsamt oder Rentenversicherung der Argumentation der KK folgt.


Da der LTA-Antrag bereits bewilligt wurde, hat die DRV bereits entschieden.
Alles weitere ergibt sich automatisch nach Kontaktierung der BA bzw. eines Reha-Beraters.

MfG

von
Schorsch

Der Vollständigkeit halber:

Zitiert von: Herz1952

Am Ende entscheidet das Arbeitsamt, bzw. bei Reha die Rentenversicherung über die Leistungen.

LTA-Maßnahmen sind berufliche Reha-Maßnahmen.

MfG

von
Herz1952

Dass das AA bereits zugesagt hat, bin ich mir nicht ganz sicher. Sie hat geschrieben "dem Grunde nach zugesagt".

Sie hat auch beides geschrieben, nämlich Antrag auf med. Rehe u n d Teilhabe am Arbeitsleben. Des weiteren: Sie soll sich um einen Job beim Arbeitsamt bemühen. Teilhabe am Arbeitsleben in Forum von Wiedereingliederung könnte auch beim bisherigen Arbeitgeber erfolgen. Während dieser Zeit hätte sie sogar weiterhin Anspruch auf KG. Außerdem hat sie "ihren alten Arbeitgeber" erwähnt. Was sie da geschrieben hat sieht praktisch nach "Wiedereingliederung" in Ihren alten Job aus (statt 6 Stunden nur 4 arbeiten und wer zahlt).

Träger solcher Maßnahmen können sowohl die Kassen sein, als auch vielleicht die RV. Evtl. sogar das Arbeitsamt (da bin ich mir aber nicht sicher).

Wieso sollte sie sich einen "Job beim Arbeitsamt suchen", wenn sie auch in Ihren jetzigen Beruf zurückkehren könnte. Das kommt ja auch öfter vor. Im Falle der Wiedereingliederung beim jetzigen Arbeitgeber müsste allerdings der AG damit einverstanden sein. Er bräuchte auch kein Gehalt für die geleistete Arbeit zahlen.

Für LTA-Maßnahmen ist auch eine entsprechende Arbeitsfähigkeit Voraussetzung, sonst bringt das nichts (war schon mal Thema im Forum). Auch die Eingliederung beim alten Arbeitgeber erfordert mindestens 2 Stunden Arbeitsfähigkeit.

Das Arbeitsamt schaltet auch nochmal den eigenen MD ein.

Nach diesem Stand kann noch alles "offen" sein. Aber wie Sie selbst schon geschrieben haben, gibt es viele Möglichkeiten und der Reha-Berater wird das mit dem medizinischen Dienst noch absprechen und mit dem Arbeitnehmer.

Normalerweise müsste auch die Krankenkasse vor dem "Gebrauch" des § 51 SGB V die Person vorladen, bevor sie gleich mit der KG-Geld-Einstellung "droht".

Dieser Paragraf hat durchaus seine Berechtigung und kann die Erwerbsunfähigkeit ganz oder teilweise verhindern. Er wird aber von den Krankenkassen gebraucht, um Kosten auf andere Versichertengemeinschaften (RV, ALV) abzuwälzen. Aber damit dies nicht leichtsinnig geschieht gibt es noch die Institutionen RV und Arbeitsamt. Praktisch zur Kontrolle.

Wenn der Patient doch wieder seinem bisherigen Beruf/Beschäftigung nachgehen kann, dann ist die Sache für alle Beteiligten optimal gelaufen.

Hoffen wir, dass Renaterin die optimalen Maßnahmen bekommt.

von
Herz1952

Es könnte allerdings so sein, wie Sie geschrieben haben. Der Satz: "Ich sollte einen Antrag stellen", könnte natürlich bedeuten, dass sie ihn gestellt hat.

Aber der Satz "ich solle mich um einen Job kümmern" und "mein altes Arbeitsverhältnis besteht ja noch" irritiert mich dabei.

Sie könnte auch ein Schreiben der KK bekommen haben (oder auch vom Arbeitsamt), dass ihr grundsätzlich Leistungen zustehen. Über diese wird aber erst noch entschieden (welche und ob überhaupt).

Wünschen wir ihr das beste.

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

Es könnte allerdings so sein, wie Sie geschrieben haben. Der Satz: "Ich sollte einen Antrag stellen", könnte natürlich bedeuten, dass sie ihn gestellt hat.

Aber der Satz "ich solle mich um einen Job kümmern" und "mein altes Arbeitsverhältnis besteht ja noch" irritiert mich dabei.

Sie könnte auch ein Schreiben der KK bekommen haben (oder auch vom Arbeitsamt), dass ihr grundsätzlich Leistungen zustehen. Über diese wird aber erst noch entschieden (welche und ob überhaupt).

Wünschen wir ihr das beste.


Haste wieder "Babbelwasser" gesoffen.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Dass das AA bereits zugesagt hat, bin ich mir nicht ganz sicher. Sie hat geschrieben "dem Grunde nach zugesagt".

Zitiert von: Renaterin

Ich sollte einen Antrag auf med .Reha und Teilhabe am Arbeitsleben stellen, damit mir mein Krankengeld nicht gestrichen wird.
Nun erhielt ich einen Bescheid, wonach mir Leistungen zur Teilhabe dem Grunde nach zugesagt wurden.

Glauben Sie ernsthaft, dass die Krankenkasse diesen BESCHEID erlassen hat?
Vermutlich haben Sie noch nie so einen Bescheid in den Händen gehalten. Sonst wüssten Sie nämlich, dass das diese Formulierungen typische DRV-Textbausteine sind.

Sie haben es schon wieder mal geschafft, auch diesen Thread mit unnötigen Kommentaren und "Kann sein-Interpretationen" in die Länge zu ziehen, obwohl das Wesentliche bereits erwähnt wurde.

MfG

von
Herz1952

Hätten Sie nicht geantwortet, hätte ich das auch nicht gemacht.

Was hat denn die Krankenkasse bei meinem Schienbeinkopfbruch gemacht als ich einen Reha-Antrag gestellt hatte? Obwohl meine Frau gesagt hat, ich hätte Rente auf unbestimmte Dauer hatten sie das nicht registriert und mir sogar vorgeworfen, ich hätte es nicht gemeldet.

Darauf gaben Sie meiner Frau einen Reha-Antrag für die Rentenversicherung mit, ohne ihr zu sagen, ich sollte meinen neuen Rentenbescheid vorlegen. Außerdem war das Sache der RV, das melden, und das hat sie wohl auch getan. Ich habe der KK auch keinen weiteren Bescheid vorgelegt, dass die Rente weiterhin befristet sei. Die KK hat es aber einfach fälschlicherweise angenommen. Dann konnte sie mir ein Formular für die Rentenversicherung mitgeben, das kaum für diesen Fall ausgefüllt werden konnte, dann musste sich die RV damit beschäftigen und schickte es an die Krankenkasse und dann erst wurde ich aufgefordert, doch den Bescheid über die "Befristung" auf unbestimmte Dauer vorlegen. Dann brauchte ich glücklicherweise nicht noch ein KK-Formular ausfüllen, sondern die Reha wurde durch die Reha wurde durch die KK (dR) genehmigt. Außerdem stand zudem zu keinem Zeitpunkt eine Verschlechterung meiner Erwerbsminderung zur Debatte.

Ich kann einfach nicht mehr glauben, dass sie einen "Bescheid" erhalten hat, sondern vermute nur ein Schreiben der KK. Dass grundsätzlich ein Anspruch auf Teilhabe besteht, ist sonnenklar. Das kann auch die KK ohne weiteres geschrieben haben.

Ich kenne die Krankenkassen besser als Sie. Die Ärzte beschweren sich übrigens auch über manche Vorgehensweise, z.B. Versprechungen, dass die Versicherten optimal versorgt werden. Dann haben die Ärzte den "Schwarzen Peter", weil das gar nicht möglich ist. Allerdings kommt das immer "von ganz oben".

Im übrigen sind die Gesetze immer so kompliziert, dass man nicht von vornherein behaupten kann, dass es auch so ist. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Beim ersten Satz scheint alles klar und dann kommen die Ausnahmen.

Bei Diagnosen gibt es so wie so keine absolute Wahrheit. Das ist einfach nicht möglich.

Die Patienten glauben, was der "Onkel Doktor sagt" oder auch die Krankenkassen, nämlich, dass die Arznei übernommen wird, falls es der Arzt für nötig hält. Dieser hält es dann nicht mehr für nötig, weil er Angst hat um sein Budget, obwohl er das womöglich gar nicht zu haben braucht. Aber seine eigene KV lügt ihn an, obwohl auf der offiziellen Seite der KV eindeutig steht, dass es bezahlt wird, bekommt er die Auskunft, dass er lieber ein Privatrezept auf Kosten des Patienten ausstellen soll und vieles mehr.

Das SGB hat 12 Bücher, die aber auch ineinander übergreifen. Das macht die Sache nicht einfacher.

Das zieht sich durch die ganze Gesetzgebung. Bei der Gesundheitspolitik geht es z.Zt. zu wie im 30-jährigen Krieg (smile).

Deswegen verwende ich "kann sein Interpretationen", denn sicher kann man da kaum was sagen.

Meine Bekannte arbeitet übrigens wieder auch ohne Maßnahmen der Krankenkassen oder Rentenversicherung. So wie es vernünftige Ärzte vorausgesagt haben.

von
Claudia

Zitiert von: Herz1952

Ich kann einfach nicht mehr glauben, dass sie einen "Bescheid" erhalten hat, sondern vermute nur ein Schreiben der KK. Dass grundsätzlich ein Anspruch auf Teilhabe besteht, ist sonnenklar. Das kann auch die KK ohne weiteres geschrieben haben.

Ich kenne die Krankenkassen besser als Sie.


Mal abgesehen davon, dass sich kein Mitleser dafür interessiert, was SIE glauben und vermuten, ist Ihre Behauptung, Sie würden die Krankenkassen besser kennen als der User @Schorsch, ziemlich arrogant.

Und "DIE" Krankenkassen kennen Sie garantiert nicht, wenn überhaupt nur ein paar Wenige.

Gruß
Claudia

von
=//=

@Herz1952:

"Nun erhielt ich einen Bescheid, wonach mir Leistungen zur Teilhabe dem Grunde nach zugesagt wurden."

DAS ist eindeutig ein Bescheid der Rentenversicherung und eine Interpretation völlig unnötig. Ich muss da @Schorsch völlig Recht geben. Wieder mal viel Geschwafel um nichts.

LASSEN SIE ES DOCH BITTE, DIE FRAGENDEN SO ZU VERUNSICHERN.

von
=//=

Zitiert von: Renaterin

Ich sollte einen Antrag auf med .Reha und Teilhabe am Arbeitsleben stellen, damit mir mein Krankengeld nicht gestrichen wird. Nun erhielt ich einen Bescheid, wonach mir Leistungen zur Teilhabe dem Grunde nach zugesagt wurden. Ich solle mich beim Arbeitsamt um einen Job kümmern. Was bedeutet das für mich, wenn ich nicht zum Arbeitsamt gehe ( mein altes Arbeitsverhältnis besteht ja noch), kann mir da auch das Krankengeld gestrichen werden? Bekommt jetzt mein alter Arbeitgeber etwas von der Rentenversicherung dazu, falls ich nur 4 Stunden arbeiten kann unnd ich bekomme meinen alten 6-Stunden Verdienst. Wie ist dieser bescheid zu verstehen?

Da Ihr altes Beschäftigungsverhältnis noch besteht, können auch andere berufliche Maßnahmen, z.B. eine innerbetriebliche Umsetzung, geprüft werden. Der Bescheid, den Sie bekommen haben, ist ein sogenannter Basisbescheid.

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Reha-Fachberater darüber. Und fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er Ihnen einen leidensgerechten Arbeitsplatz anbieten kann.