Aus Reha vor Rente krank entlassen, anschl. T-Rena

von
Zweiauge

KK stellt nach langer AU Zeit einen Reha - Antrag für mich. Laut KK würde der Antrag bei "krank aus der Reha entlassen" gleich in einen Rentenantrag umgewandelt. Nun werde ich als krank entlassen, weiß aber nicht was der Doc in den Entlassungsbericht schreibt. Ich soll mich aber jetzt schon um einen Termin zwecks T-Rena kümmern. Dieses steht aber für die Erhaltung und Weiterführung des Erlernten in der Reha, um die Arbeitskraft zu stärken oder zu erhalten. Verstehe ich es richtig, dass die KK dann keinen Rentenantrag stellt ? Aus meiner Sicht schaffe ich es nicht die täglichen Aufgaben meiner Arbeit zu erbringen und bin aus diesem Grund schon freiwillig in die Teilzeit übergegangen (24 Std die Woche). Irgendwie steh ich jetzt da und weiß nicht mehr wie es danach weitergeht...vielleicht lese ich hier etwas, was mich ein wenig beruhigt...egal in was für eine Richtung es dabei geht.

Danke und...bleibt gesund !!!

von
W°lfgang

Hallo Zweiauge,

krank/AU aus der Reha entlassen, heißt erstmal gar nichts in Richtung Rente, ohne dass ein Blick in den Reha-Entlassungsbericht möglich ist mit einer 'gewagten' Prognose zur EM-Rente und wie die Ihre Erwerbsfähigkeit im ausgeübten Beruf/speziell auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingeschätzt haben.

Bei jeweils u3 Std. tgl. wird sich die DRV dann bei Ihnen melden mit dem 'Angebot, den Reha-Antrag in einen EM-Rentenantrag umzudeuten ...abwarten.

> Verstehe ich es richtig, dass die KK dann keinen Rentenantrag stellt ?

Die KK kann selbst keinen Rentenantrag für Sie stellen, da sind Sie selbst der Herrscher über das weitere Verfahren :-)

Die KK kann allerdings Ihr 'Dispositionsrecht' einschränken, wenn Ihnen die DRV den Rentenantrag anbietet (dann ist der zustellen, sonst entfällt Krankengeld), mehr nicht.

> Irgendwie steh ich jetzt da und weiß nicht mehr wie es danach weitergeht...

Einfach abwarten, was in den nächsten Wochen seitens der DRV nach der Reha kommt/nicht kommt. Sofern – rein finanziell gesehen – höheres Krankengeld, anstelle einer möglichen EM-Rente läuft, sollte es eh keine Eile in Richtung EM-Rentenantrag geben. Auch das sind nur allgemeine Hinweise aus der Ferne, die Sie ggf. in einem örtlichen Beratungsgespräch individuell klären/hinterfragen sollten.

Gruß
w.

von
Zweiauge

Zitiert von: W°lfgang
Hallo Zweiauge,

krank/AU aus der Reha entlassen, heißt erstmal gar nichts in Richtung Rente, ohne dass ein Blick in den Reha-Entlassungsbericht möglich ist mit einer 'gewagten' Prognose zur EM-Rente und wie die Ihre Erwerbsfähigkeit im ausgeübten Beruf/speziell auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingeschätzt haben.

Bei jeweils u3 Std. tgl. wird sich die DRV dann bei Ihnen melden mit dem 'Angebot, den Reha-Antrag in einen EM-Rentenantrag umzudeuten ...abwarten.

> Verstehe ich es richtig, dass die KK dann keinen Rentenantrag stellt ?

Die KK kann selbst keinen Rentenantrag für Sie stellen, da sind Sie selbst der Herrscher über das weitere Verfahren :-)

Die KK kann allerdings Ihr 'Dispositionsrecht' einschränken, wenn Ihnen die DRV den Rentenantrag anbietet (dann ist der zustellen, sonst entfällt Krankengeld), mehr nicht.

> Irgendwie steh ich jetzt da und weiß nicht mehr wie es danach weitergeht...

Einfach abwarten, was in den nächsten Wochen seitens der DRV nach der Reha kommt/nicht kommt. Sofern – rein finanziell gesehen – höheres Krankengeld, anstelle einer möglichen EM-Rente läuft, sollte es eh keine Eile in Richtung EM-Rentenantrag geben. Auch das sind nur allgemeine Hinweise aus der Ferne, die Sie ggf. in einem örtlichen Beratungsgespräch individuell klären/hinterfragen sollten.

Gruß
w.

Vielen Dank für die Antwort.

Was aber ist mit T-Rena ? Dieses Programm wird doch normalerweise nur in Betracht gezogen, wenn man mehr als 3 Std täglich arbeiten kann, oder bin ich da falsch informiert ? Hieße ja im Umkehrschluss, dass ich zwar krank entlassen werde, aber weiterhin für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe ?!

von
Hobbyexperte

Hallo Zweiauge,

die Reha-Nachsorgeangebote der Deutschen Rentenversicherung unterstützen Sie dabei, die in der medizinischen Rehabilitation erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in Ihrem Lebensumfeld zu erproben und umzusetzen. Dadurch soll die Bewältigung des Alltags und die Rückkehr an den Arbeitsplatz besser gelingen. Die Reha-Nachsorge trägt dazu bei, den Rehabilitationserfolg auf Dauer aufrechtzuerhalten.

Es ist daher durchaus denkbar, dass Sie derzeit (noch) arbeitsunfähig sind, in absehbarer Zeit allerdings mit einer Rückkehr an den Arbeitsplatz zu rechnen ist.

Weiterhin ist grundsätzlich denkbar, dass Sie mit einem Teilzeitjob von 24 Stunden pro Woche teilweise erwerbsgemindert sind. Vielleicht kann durch T-Rena auch ein Abrutschen von teilweiser Erwerbsminderung in volle Erwerbsminderung verhindert oder verzögert werden.

Wenn die Rentenversicherung nach Auswertung des Entlassungsberichtes zu dem Ergebnis kommen sollte, Sie wären teilweise erwerbsgemindert, weil Sie regelmäßig nur noch 3 - 6 Stunden pro Tag arbeiten könnten, würden Sie entsprechend angeschrieben und aufgefordert, eine entsprechende Rente zu beantragen. Das würde dann bedeuten, dass Ihnen zusätzlich zu Ihrem Arbeitsentgelt eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zustehen würde. Das alles steht im Konjunktiv, weil es EINE von VIELEN denkbaren Möglichkeiten ist.

Die Bewilligung von T-Rena, eine aktuelle Arbeitsunfähigkeit und gleichzeitig eine Einleitung eines Rentenverfahrens sind also nicht unbedingt ein Widerspruch und erst Recht keine Katastrophe. Ein Ausgleich Ihrer Lohneinbußen, weil Sie ja aus gesundheitlichen Gründen kürzer getreten sind, käme Ihnen sogar zu Gute.

Experten-Antwort

Hallo Zweiauge,

wie die anderen Forumsteilnehmer bereits geschrieben haben, kann nicht die Krankenkasse einen Rehaantrag in einen Rentenantrag umdeuten, sondern nur der Rentenversicherungsträger. Die Krankenkasse kann Sie allerdings in Ihrem Dispositionsrecht einschränken.

Die Prüfung, ob der Rehaantrag tatsächlich umgedeutet wird, erfolgt regelmäßig mit Eingang des Entlassungsberichtes. Sofern der Rentenversicherungsträger zum Ergebnis kommt, es könnte eine teilweise oder volle Erwerbsminderung vorliegen, werden Sie angeschrieben. Da wir nicht alle Umstände Ihres Einzelfalles kennen, können wir nicht abschätzen, wie das Ergebnis der Prüfung sein wird.

Unabhängig von dieser Prüfung können Sie sich um Termine im Rahmen von T-Rena bemühen.

Sofern Sie in absehbarer Zeit nach Eingang des Entlassungsberichtes keine automatische Reaktion von Ihrem Rentenversicherungsträger erhalten, steht es Ihnen natürlich frei, sich bei Ihrer nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle über die weiteren Möglichkeiten (bspw Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Erwerbsminderungsrente) beraten zu lassen.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam

von
Zweiauge

Zitiert von: Experte/in
Hallo Zweiauge,

wie die anderen Forumsteilnehmer bereits geschrieben haben, kann nicht die Krankenkasse einen Rehaantrag in einen Rentenantrag umdeuten, sondern nur der Rentenversicherungsträger. Die Krankenkasse kann Sie allerdings in Ihrem Dispositionsrecht einschränken.

Die Prüfung, ob der Rehaantrag tatsächlich umgedeutet wird, erfolgt regelmäßig mit Eingang des Entlassungsberichtes. Sofern der Rentenversicherungsträger zum Ergebnis kommt, es könnte eine teilweise oder volle Erwerbsminderung vorliegen, werden Sie angeschrieben. Da wir nicht alle Umstände Ihres Einzelfalles kennen, können wir nicht abschätzen, wie das Ergebnis der Prüfung sein wird.

Unabhängig von dieser Prüfung können Sie sich um Termine im Rahmen von T-Rena bemühen.

Sofern Sie in absehbarer Zeit nach Eingang des Entlassungsberichtes keine automatische Reaktion von Ihrem Rentenversicherungsträger erhalten, steht es Ihnen natürlich frei, sich bei Ihrer nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle über die weiteren Möglichkeiten (bspw Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Erwerbsminderungsrente) beraten zu lassen.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten...

Weil ich Montagmorgen vor Rückenschmerzen nicht mehr laufen konnte, wurde ich darauf in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort blieb ich bis Freitag. Dort bot man mir eine sofortige OP an, die ich aber aus verschiedenen Gründen ablehnte. Also wieder zurück in die Reha und zu den für mich zuständigen Arzt. Wir führten ein längeres Gespräch, wo mir nochmals mitgeteilt wurde, dass alles in dem Bericht aufgenommen werde und ich als krank entlassen werde. Auf meinen Hinweis, dass ich meine Arbeit aufgrund meiner Krankheiten nicht mehr ausüben könne, meinte er...Alles weitere macht mein Hausarzt. Keinen Hinweis darauf wie ich entlassen werde, hinsichtlich ob mehr oder weniger als 3 Std. Alles wäre schon mit dem "Sozialen Dienst und der Psychologin" abgesprochen.
Ist das die übliche Vorgehensweise den Rehabilitanten im ungewissen zu lassen wie man entlassen wird ??? Man (ich) möchte doch frühzeitig wissen wie es weitergeht und auf was man sich einstellen kann/soll. Im Ungewissen zu stehen macht einen fertig.

In diesem Sinne...ich wünsche Euch viel Gesundheit und das Probleme die auftreten auch schnell gelöst werden

von
Siehe hier

Zitiert von: Zweiauge
...Auf meinen Hinweis, dass ich meine Arbeit aufgrund meiner Krankheiten nicht mehr ausüben könne, meinte er...Alles weitere macht mein Hausarzt. Keinen Hinweis darauf wie ich entlassen werde, hinsichtlich ob mehr oder weniger als 3 Std. Alles wäre schon mit dem "Sozialen Dienst und der Psychologin" abgesprochen.
Ist das die übliche Vorgehensweise den Rehabilitanten im ungewissen zu lassen wie man entlassen wird ??? Man (ich) möchte doch frühzeitig wissen wie es weitergeht und auf was man sich einstellen kann/soll. Im Ungewissen zu stehen macht einen fertig.

In diesem Sinne...ich wünsche Euch viel Gesundheit und das Probleme die auftreten auch schnell gelöst werden

Sie werden zum Ende der Reha wohl noch ein Abschlussgespräch mit Ihrem Psychologen/Therapeuten bekommen, in dem Sie hinsichtlich einer dort ausgesprochenen Empfehlung betreffend Erwerbs(un)fähigkeit noch Informationen erhalten.

Dies ist aber unabhängig davon, dass Sie nun anscheinend aufgrund dieser Rücken'geschichte' erst einmal mit einem Kurzbericht AKUT Arbeitsunfähig entlassen werden. Und sich umgehend nach Rückkehr bei Ihrem zuständigen Hausarzt melden müssen (spätestens am 1. Tag nach der Rückreise von der Reha), damit dieser die dafür notwendigen Schritte (z.B. OP) veranlasst.

Wenn dann der komplette Entlassungsbericht (nach ca. 3-6 Wochen) der Klinik vorliegt, können Sie dann bezgl. einer evtl. EM-Rente immer noch weiter entscheiden (siehe Vorbeiträge).

Zusätzliche Anmerkung: Für die Dauer Ihres Krankenhausaufenthaltes von der Rehaklinik aus ist die Krankenkasse mit Krankengeld zuständig. Wundern Sie sich also nicht, wenn ein (bestehender) Übergangsgeldanspruch seitens der DRV entsprechend gekürzt wird.

Alles Gute und ein hoffentlich schmerzfreies schönes Wochenende!

von
Zweiauge

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Zweiauge
...Auf meinen Hinweis, dass ich meine Arbeit aufgrund meiner Krankheiten nicht mehr ausüben könne, meinte er...Alles weitere macht mein Hausarzt. Keinen Hinweis darauf wie ich entlassen werde, hinsichtlich ob mehr oder weniger als 3 Std. Alles wäre schon mit dem "Sozialen Dienst und der Psychologin" abgesprochen.
Ist das die übliche Vorgehensweise den Rehabilitanten im ungewissen zu lassen wie man entlassen wird ??? Man (ich) möchte doch frühzeitig wissen wie es weitergeht und auf was man sich einstellen kann/soll. Im Ungewissen zu stehen macht einen fertig.

In diesem Sinne...ich wünsche Euch viel Gesundheit und das Probleme die auftreten auch schnell gelöst werden

Sie werden zum Ende der Reha wohl noch ein Abschlussgespräch mit Ihrem Psychologen/Therapeuten bekommen, in dem Sie hinsichtlich einer dort ausgesprochenen Empfehlung betreffend Erwerbs(un)fähigkeit noch Informationen erhalten.

Dies ist aber unabhängig davon, dass Sie nun anscheinend aufgrund dieser Rücken'geschichte' erst einmal mit einem Kurzbericht AKUT Arbeitsunfähig entlassen werden. Und sich umgehend nach Rückkehr bei Ihrem zuständigen Hausarzt melden müssen (spätestens am 1. Tag nach der Rückreise von der Reha), damit dieser die dafür notwendigen Schritte (z.B. OP) veranlasst.

Wenn dann der komplette Entlassungsbericht (nach ca. 3-6 Wochen) der Klinik vorliegt, können Sie dann bezgl. einer evtl. EM-Rente immer noch weiter entscheiden (siehe Vorbeiträge).

Zusätzliche Anmerkung: Für die Dauer Ihres Krankenhausaufenthaltes von der Rehaklinik aus ist die Krankenkasse mit Krankengeld zuständig. Wundern Sie sich also nicht, wenn ein (bestehender) Übergangsgeldanspruch seitens der DRV entsprechend gekürzt wird.

Alles Gute und ein hoffentlich schmerzfreies schönes Wochenende!

Nochmals vielen vielen Dank für Eure/Ihre Antworten, jetzt fühle ich mich, nach der letzten Antwort, ein bisschen besser. Und ja, laut meinem neuen Therapieplan ist für Montag ein Gespräch beim Chefarzt, oder dessen Vertreter geplant. Vielleicht bekomme ich ja dann gesagt, wie ich entlassen werde.
Der Termin beim Hausarzt ist schon vor der Reha ausgemacht, so das ich keinerlei Zeitverzug befürchten muss.

Und zu allem Übel hat sich meine Frau, die alleine zu Hause ist, einen schweren Bandscheibenvorfall zugezogen...

Also, genießt das Leben in vollen Zügen, schon morgen können alle Träume ausgeträumt sein

von
Zweiauge

So. jetzt hab ich das Theater...gerade vom Doc gekommen.
Ich werde krank entlassen, was ja vorher schon feststand, mit der Empfehlung für eine "leichte Tätigkeit". Und wenn ich mich operieren lasse, wäre ich auch nicht mehr eingeschränkt". Ich sagte ihm das ich aufgrund meiner Erkrankungen schon einen anderen Job machen würde und deshalb freiwillig in die Teilzeit gegangen wäre, den neuen Job aber auf keinen Fall ausüben könne und keinen anderen Job mehr bekommen würde. Um es kurz zu fassen..."wenn mein AG keine andere Arbeit für mich hätte, würde man mir kündigen und ich müsste zum AA. Dort wäre ich wegen meines Alters nicht vermittelbar und würde AG beziehen. Das ich im 34. Jahr in einem öffentlichen Unternehmen tätig bin interessiert ihn nicht. Soll ich denn jetzt, mit 60 alles aufgeben was ich mir in den ganzen Jahren in dem Unternehmen erarbeitet habe, nur um am Ende AG und zum Schluss Harzt 4 zu kassieren?
Hätte es jetzt eigentlich noch Sinn, einen Antrag auf EMR zu stellen ?
Laut Doc hätte ich wohl keine Chance. Sieht das hier vielleicht jemand anders ?

Euch einen schönen Tag gewünscht...
und bleibt gesund

von
Zweiauge

So. jetzt hab ich das Theater...gerade vom Doc gekommen.
Ich werde krank entlassen, was ja vorher schon feststand, mit der Empfehlung für eine "leichte Tätigkeit". Und wenn ich mich operieren lasse, wäre ich auch nicht mehr eingeschränkt". Ich sagte ihm das ich aufgrund meiner Erkrankungen schon einen anderen Job machen würde und deshalb freiwillig in die Teilzeit gegangen wäre, den neuen Job aber auf keinen Fall ausüben könne und keinen anderen Job mehr bekommen würde. Um es kurz zu fassen..."wenn mein AG keine andere Arbeit für mich hätte, würde man mir kündigen und ich müsste zum AA. Dort wäre ich wegen meines Alters nicht vermittelbar und würde AG beziehen. Das ich im 34. Jahr in einem öffentlichen Unternehmen tätig bin interessiert ihn nicht. Soll ich denn jetzt, mit 60 alles aufgeben was ich mir in den ganzen Jahren in dem Unternehmen erarbeitet habe, nur um am Ende AG und zum Schluss Harzt 4 zu kassieren?
Hätte es jetzt eigentlich noch Sinn, einen Antrag auf EMR zu stellen ?
Laut Doc hätte ich wohl keine Chance. Sieht das hier vielleicht jemand anders ?

Euch einen schönen Tag gewünscht...
und bleibt gesund

von
Drops

Zitiert von: Zweiauge
So. jetzt hab ich das Theater...gerade vom Doc gekommen.
Ich werde krank entlassen, was ja vorher schon feststand, mit der Empfehlung für eine "leichte Tätigkeit". Und wenn ich mich operieren lasse, wäre ich auch nicht mehr eingeschränkt". Ich sagte ihm das ich aufgrund meiner Erkrankungen schon einen anderen Job machen würde und deshalb freiwillig in die Teilzeit gegangen wäre, den neuen Job aber auf keinen Fall ausüben könne und keinen anderen Job mehr bekommen würde. Um es kurz zu fassen..."wenn mein AG keine andere Arbeit für mich hätte, würde man mir kündigen und ich müsste zum AA. Dort wäre ich wegen meines Alters nicht vermittelbar und würde AG beziehen. Das ich im 34. Jahr in einem öffentlichen Unternehmen tätig bin interessiert ihn nicht. Soll ich denn jetzt, mit 60 alles aufgeben was ich mir in den ganzen Jahren in dem Unternehmen erarbeitet habe, nur um am Ende AG und zum Schluss Harzt 4 zu kassieren?
Hätte es jetzt eigentlich noch Sinn, einen Antrag auf EMR zu stellen ?
Laut Doc hätte ich wohl keine Chance. Sieht das hier vielleicht jemand anders ?

Euch einen schönen Tag gewünscht...
und bleibt gesund

Wie die Chancen tatsächlich stehen, erfahren Sie nur, wenn Sie einen Antrag stellen. Ansonsten kann man nur mutmaßen und noch soviel rätseln. Übrigens wurde ich aus der Reha arbeitsfähig entlassen, aber die RV sah es anders und gewährte die EM-RENTE. Probieren Sie es einfach, Sie vergeben sich dabei nichts!

von
Montag

Zitiert von: Zweiauge
So. jetzt hab ich das Theater...gerade vom Doc gekommen.
Ich werde krank entlassen, was ja vorher schon feststand, mit der Empfehlung für eine "leichte Tätigkeit". Und wenn ich mich operieren lasse, wäre ich auch nicht mehr eingeschränkt". Ich sagte ihm das ich aufgrund meiner Erkrankungen schon einen anderen Job machen würde und deshalb freiwillig in die Teilzeit gegangen wäre, den neuen Job aber auf keinen Fall ausüben könne und keinen anderen Job mehr bekommen würde. Um es kurz zu fassen..."wenn mein AG keine andere Arbeit für mich hätte, würde man mir kündigen und ich müsste zum AA. Dort wäre ich wegen meines Alters nicht vermittelbar und würde AG beziehen. Das ich im 34. Jahr in einem öffentlichen Unternehmen tätig bin interessiert ihn nicht. Soll ich denn jetzt, mit 60 alles aufgeben was ich mir in den ganzen Jahren in dem Unternehmen erarbeitet habe, nur um am Ende AG und zum Schluss Harzt 4 zu kassieren?
Hätte es jetzt eigentlich noch Sinn, einen Antrag auf EMR zu stellen ?
Laut Doc hätte ich wohl keine Chance. Sieht das hier vielleicht jemand anders ?

Euch einen schönen Tag gewünscht...
und bleibt gesund

Hallo Zweiauge

Bereits am Wochenende las ich Ihren Beitrag und ehrlich gesagt erstaunte es mich schon sehr, dass Sie mit starken Beschwerden fünf Tage im KH lagen und dort eine Ihnen angeratene OP verweigerten.

Die von Ihnen hier nebulöse (da nicht näher benannt) und nur als "diverse/mehrere Gründe" vorgetragene Begründung sich nicht klinisch/ärztlich/operativ helfen zu lassen, ist für mich als Mitlesende und selbst über 30 Jahre Bandscheibengeschädigte (Lähmungen rechtsseitig in Arm und Bein erlitten und nur durch eine Entlastungs-OP und anschließender erfolgreicher AHB wieder aus dem Rollstuhl raus) plausibel nachvollziehbar.

Natürlich kann Sie niemand zu einer OP zwingen ...

Allerdings, es ist Ihre Gesundheit, um die es geht!

Vorrangig gilt es, Mitarbeit an der Gesundung zu zeigen und therapeutische oder gar notwendige operative Optionen auszuschöpfen, um dokumentative Argumente vortragen/vorlegen zu können alles getan zu haben, um eine Leistungsminderung zu vereiteln.
Bleibt dies auch bei jedweder Willensanstrengung dann nicht erfolgreich, so hat man zumindest selbst alles versucht, eine drohende EM abzuwenden.

Das nicht in Erwägung/in Anspruch ziehen/nehmen von aktuell therapeutischen/ärztlichen/operativen Interventionen, um an Ihrer (möglichen) Gesundung (mit) zu arbeiten, könnte von daher auch als Indiz gewertet werden, dass Ihre gesundheitliche Lage sich nicht so dramatisch darstellt, wie Sie sie für sich einschätzen.

Ihnen sollte bewusst sein, wenn Ihnen wirklich Ihre Gesundheit am Herzen liegt, dass lediglch ein EM Anerkenntnis an Ihrer gesundheitlichen Situation nichts verändern wird.

Alleinig IHRE dargestellte zukunftweisende subjektive berufliche Einschätzung, mit den gesundheitlichen Beschwerden nicht mehr ausreichend leistungsfähig in Ihrem Beruf/bei Ihrem Arbeitgeber anerkannt zu sein, wird nicht zur Anerkennung einer EMR führen.

Wie die DRV den Rehabericht, bzw. Ihre allgemeine Erwerbsfähigkeit/Leistungseinschätzung einstuft erfahren Sie, wenn Sie einen EM-Rentenantrag stellen.

Alles Gute

von
Zweiauge

Zur letzten Meinung zu meinen Schilderungen sage ich nur...

Sie sollten sich ihre persönliche Meinung über mich sparen. Sie kennen mich nicht, meine Hintergründe der OP Verweigerung hier nicht, und kennen mein Krankheitsbild nicht.
Aber es ist immer schön, dass es Leute gibt, die sogar Ferndiagnosen über unbekannte Leute stellen und ihre Krankheit mit anderen gleichstellen wollen.

Für alle anderen...
Heute hatte ich ein weiteres Gespräch mit dem Sozialdienst. Die sehr kompetente Frau hatte meinen Bedenken gegenüber vollstes Verständnis. Nachdem wir den ganzen Fall nochmals aufgearbeitet hatten, wollen wir jetzt einen anderen Weg einschlagen, der mir sehr viel Hoffnung macht.

Ich bedanke mich bei allen die mir hier durch Mitteilung ihrer persönlichen Erfahrungen, ihrer Kenntnis, Vorschläge und Ratschläge Mut gemacht und auch manche Angst genommen haben.
Damit möchte ich das Kapitel hier schließen und wünsche Euch/Ihnen alles Gute und ein langes Leben.

von
KSC

schön dass Sie einen "anderen Weg" sehen, den wir alle natürlich nicht kennen müssen. :)

Haben Sie eigentlich einen Schwerbehindertenausweis?
Als 60 jähriger mit GdB 50 und mehr könnten Sie ab 61 plus in Altersrente gehen, dann würde wahrscheinlich das ALG bis dahin reichen (oder ein Arbeitsversuch) und Sie bräuchten zumindest keine Angst vor Hartz4 zu haben.

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