Ausfüllen Formular G0561

von
Antje G

Während ich zur Reha war, hat mein Mann unsere Kinder betreut und in Teilzeit gearbeitet.
Nun möchten wir über Formular G0561 den Verdienstausfall geltend machen. Ist es richtig das bei Teilzeit die entfallenen Arbeitsstunden errechnet werden müssen? Und wo soll das entgangene Nettoarbeitseintgelt eingetragen werden?
Unter Ziffer 2.2. ist nur nach dem Nettoarbeitsentgelt im entsprechenden Zeitraum gefragt aber wo soll der Arbeitgeber die Differenz zum normalen Vollzeitgehalt eintragen?

von
Siehe hier

Zitiert von: Antje G
Während ich zur Reha war, hat mein Mann unsere Kinder betreut und in Teilzeit gearbeitet.
Nun möchten wir über Formular G0561 den Verdienstausfall geltend machen. Ist es richtig das bei Teilzeit die entfallenen Arbeitsstunden errechnet werden müssen? Und wo soll das entgangene Nettoarbeitseintgelt eingetragen werden?
Unter Ziffer 2.2. ist nur nach dem Nettoarbeitsentgelt im entsprechenden Zeitraum gefragt aber wo soll der Arbeitgeber die Differenz zum normalen Vollzeitgehalt eintragen?

Hallo Antje,
das Formular ist (leider) nur für "volle Tage" unbezahlten Urlaub vorgesehen. Der Arbeitgeber Ihres Mannes sollte sich also die Mühe machen, die nur Teilzeitreduzierung möglichst deutlich zu machen und entsprechend - wo nötig - handschriftlich abändern. z.B. bei der Frage "für wie viele Kalendertagen wäre sonst Verdienst bezahlt worden" bei einer (z.B.) 8 Stundenwoche die Anzahl der Rehatage Montag-Freitag nehmen und dann (wenn es eine 3 Wochen Reha war) 15 Tage à 8h schreiben.
Da bei der Lohn-/Gehaltsabrechnung ohnehin erfasst werden müsste, dass in einem bestimmten Zeitraum unbezahlter Urlaub gewährt wurde, auch wenn nur stundenweise, müsste das relativ leicht in verwendbare Zahlen für das Formular umzurechnen sein. (das hängt aber auch von der Größe des Betriebes ab, notfalls sollte der Steuerberater des Unternehmens den Fragebogen ausfüllen und nicht der Chef selbst. Es interessiert aber wirklich nur das Nettogehalt, wie im Antrag auch erfragt, darauf sollte geachtet werden.
Entsprechend kann bei den Angaben für den Zeitraum davor schon eintragen werden, dass z.B. 3 Stunden weniger gearbeitet wurde gegenüber 8 Std. täglich.

Für die Zahlung bei Verdienstausfall gibt es außerdem Höchstgrenzen, d.h., es könnte je nach Verdienst nicht sein, dass Sie nicht den vollen Ausfall erstattet bekommen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier:
https://sozialversicherung-kompetent.de/rentenversicherung/leistungsrecht/443-haushaltshilfe.html

Alles Gute!

von
Siehe hier

hier ist ein nicht zu viel, sorry
Für die Zahlung bei Verdienstausfall gibt es außerdem Höchstgrenzen, d.h., es könnte je nach Verdienst (weg mit diesem nicht!) sein, dass Sie nicht den vollen Ausfall erstattet bekommen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier:

Experten-Antwort

Hallo "Antje G.",
den Ausführungen von "Siehe hier" schließen wir uns an. Sollte der Arbeitgeber Ihres Mannes dennoch Fragen haben, verweisen Sie ihn bitte an den für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger.
Aufgrund Ihres Eintrags werden wir das Formular G0561 erneut in die bundesweite Diskussion nehmen und vielleicht können dann zukünftig derartige Fallgestaltungen besser oder eindeutiger abgebildet werden. Insoweit danken wir Ihnen für Ihre Frage.
Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung