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Ausgepowert, müde, Kur, GdB 50, 40 J. gearbeitet

von
kati

Ich bin seit fast 40 J. im Job, 60 J. Durch die Krankheit meiner Tochter, die ich auch noch seit langen Jahre betreue, fühle ich mich total ausgepowert, müde, depressiv. Mache seit 1 J. Psychotherapie. Mein Doc meint, ich wäre depressiv durch all den Kummer der letzten 10 Jahre. Ich bin nur noch müde und kaputt. Will noch mindestens 3 J. Arbeit schaffen, am besten fünf. Um meine Arbeitskraft zu erhalten, möchte ich dringend einKur. Zwei wurden bereits vor 5 J. abgelehnt (sei zu wenig krank gewesen). Ich dachte inzwischen, es ginge besser in Richtung psychosomatisch. Ich habe einen GdB von 50. Nochmal mache ich das ganze Ablehnungsverfahren + Sozialgericht (damals wegen chr. Bronchitis und ebenfalls burnout) nicht mehr mit. Meine Arbeitskraft muss erhalten bleiben. Meinen diesjährigen Urlaub habe ich mal wieder meiner Tochter zur Verfügung gestellt zur Betreuung (Depris, PTBS, Dissos + Alk.). Gruss kati

von
Nix

Ein Heilmittel für Durchhaltekraft, um Ihre Tochter weiterhin pflegen zu können, kann ich Ihnen nicht anbieten.
Stellen Sie einfach nochmal einen Antrag auf medizinische Leistungen zur Rehabilitation. Versuchen Sie es auch mal über die Krankenkasse.
Dort gibt es z.B. auch eine Leistung, die da heisst &#34;Kururlaub&#34;. Medizinische Anwendungen müssen Sie sich von Ihrem Hausarzt verschreiben lassen. Die -geeignete - Rehaklinik hierfür können Sie sich - nach Absprache mit Ihrem Arzt - selbst aussuchen. TIPP: www.rehabilitationskliniken.de - einfach mal reinschauen.
Die medizinischen Behandlungen bekommen Sie von der Krankenkasse bezahlt. SIE selbst müssen dann aber für Unterkunft und Verpflegung finanziell aufkommen, wie bei einem normalen Urlaub die Hotelkosten. Deshalb auch der Name &#34;Kururlaub&#34;.
Ansonsten, wenn Sie über den RV-Träger wegkommen wollen, müssen Sie Ihren Antrag auf medizinische Leistungen immerwieder stellen. Der Grad der Behinderung spielt bei der Gewährung von Leistungen zur Rehabilitation keine Rolle.
Allerdings haben Sie dann das Problem der Unterkunft Ihrer Tochter noch nicht gelöst.
Hier müssen Sie sich dann wohl um eine Haushaltshilfe im eigenen Bekanntenkreis bemühen. Ob eine caritative Einrichtung wie Caritas oder Rotes Kreuz etc. eine Hilfsperson zur Verfügung stellen und Kosten hierfür von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Sie dann mit dieser vorher klären. Sicher wollen Sie Ihr Kind in die Reha nicht mitnehmen, um sich selbst Ruhe und Erholung zu gönnen. Das ginge aber unter Umständen auch.
Tatsache ist, dass Sie selbst erstmal die medizinischen Voraussetzungen für die Reha erfüllen müssen, um selbst erstmal eine Reha bewilligt zu bekommen.

Wenden Sie sich erstmal an Ihre Krankenkasse und sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem behandelnden Arzt über das Thema Kururlaub. Versuchen Sie aber auf jeden Fall auch eine medizinische Leistung zur Rehabilitation über den RV-Träger.

Bei medizinischen Leistungen kommt es leider immerwieder auf den Einzelfall an.

Geheimtipps kann ich Ihnen in Ihrem Fall nicht geben.

Viele Grüsse
Nix

von
Happy

guten morgen kati,
bei allem respekt, aber wo bleiben sie bei dieser ganzen geschichte?

so wie sie schreiben, haben sie in ihrem leben zuerst immer an andere gedacht und zuletzt an sie selbst. das die damalige reha abgelehnt wurde, kann heute ganz anders aussehen. ihr gesundheitszustand hat sich ja wohl deutlich verschlechtert und eine reha bedeutet auch &#34;Prävention&#34;!!! also machen sie um ihrer Selbst willen schnell den antrag und lassen den rest für eine kurze zeit mal hinter sich. @Nix hat ihnen ja schon sehr hilfreiche tipps gegeben, die sie unbedingt beherzigen sollten. was nützt ihnen ihr ganzer aufwand privat und beruflich, wenn sie aus gesundheitlichen gründen ihren &#34;Ruhestand&#34; nicht genießen oder gar erleben können weil sie sich kaputt gemacht haben!
Bitte nehmen sie mal rücksicht auf ihre Belange und scheuchen Ihre Tochter mal zum Therapeuten (ist nicht böse gemeint) aber sie gehen &#34;vor die Hunde&#34; wenn sie so weitermachen!!!
Ein Kind bleibt immer ein Kind, das ist klar, aber sie haben auch ein Leben!

Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine erfolgreiche Reha!
Herzlichst Happy

von
Schade

... und zusätzlich zu den Tipps meiner Vorredner sollten Sie nie vergessen, dass Sie als 60 jährige Frau mit Schwerbehinderung und 40 Arbeitsjahren jederzeit in Rente gehen könnten, oder Ihre Arbeitszeit reduzieren, usw.
Dann hätten Sie einiges an Stress weniger.....
...ob sich das arme Mädel (Ihre längst erwachsene Tochter) nicht langsam auf die eigenen Füße stellen sollte oder könnte, ist was ganz anderes, was ich weder beurteilen kann oder will.

Aber da gibt es professionelle Hilfen und in der Regel sind da die &#34;alten Eltern&#34; nicht unbedingt die besten Therapeuten, auch wenn sie es noch so gut meinen.

Experten-Antwort

Mehr als die Vor- und Ratschläge von &#34;Nix&#34;, &#34;Happy&#34; und &#34;Schade&#34; habe ich auch nicht parat.

von
Wahrsager

Kati, es gibt spezielle Therapien für PTBS.
Ihre Tochter kann und sollte auch einen Teil der Verantwortung selbst übernehmen und nicht alles Ihnen überlassen.

von
kati

Danke allen für die freundlichen Tipps. Mein Psychologe wird ein entsprechendes Schriftstück aufsetzen. Bin ja selber schon traumatisiert von diesem Streß. Beruflich mache ich mich nicht mehr fertig. Oft geht es nur noch um Anwesesenheit. Die Arbeit flutscht nur so bei mir. Ich bin zu schnell:)) und fit im Job (jur. Bereich) und das ist meine Erfüllung.

Vorzeitig in Rente gehen, nee, das möchte ich nicht mit den Abschlägen, Ansprüchen.

Viel Zeit dann und zu wenig Geld.

Da beantrage ich lieber doch die Reha, danke und Gruss von kati