Ausgesteuert und Widerspruch abgelehnt

von
Neuer Rentenantrag

Nachdem ich von der Krankenkasse ausgesteuert wurde beziehe ich vom Arbeitsamt Arbeitslosengeld, weil über meinen Widersprtuch zur Rentenablehnung noch nicht entschieden wurde. Mein Arbeitsverhältnis ist aber noch nicht gekündigt.Nun wurde auch mein Widerspruch zurückgewiesen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann, möchte ich noch ein Jahr lang Arbeitslosengeld beziehen in der Hoffnung, dass ich danach wieder arbeiten kann. Ich möchte aber nicht kündigen. Stimmt es, dass das nur geht, wenn ich innerhalb eines Monats gegen den abgelehnten Widerspruch klage? Könnte ich auch einfach einen neuen Rentenantrag stellen, weiter in der Arbeitslosigkeit bleiben und dabei hoffen, wieder eines Tages in mein ungkündigtes Arbeitsverhältnis einzusteigen?

von
Dr. House

ME wollen Sie mehr aus privaten Gründen nicht mehr arbeiten, und die Kosten dafür den Sozialkassen aufbürden.

Experten-Antwort

Die Arbeitsagentur zahlt ja in der Regel nur, wenn sie mit Ihrer Arbeitskraft noch etwas anfangen kann, sprich Sie dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen - hier greift aber eine Auffangregelung des SGB III, der § 125, der besagt, dass Alogeld trotz einer Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt wird, bis der Rententräger über die Minderung der Erwerbsfähigkeit entschieden hat. Und mit der Beendigung des Widerspruchverfahrens hat der Rententräger entschieden. Akzeptieren Sie diese Entscheidung (und erheben keine Klage), entfällt Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Die Arbeitsagentur kann Sie nach Abs. 2 a.a.O. auffordern, einen Antrag auf Teilhabe zu stellen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur, Rat und Hilfe erhalten Sie auch in den Beratungsstellen der Deuschen Rentenversicherung. Termine können Sie online buchen.