Ausland arbeiten / freiwillige GRV-Beiträge

von
ChrisAlexJo

Hallo alle zusammen,

Kann ich freiwillige GRV-Beiträge zahlen, während ich im Ausland lebe und arbeite? Wenn ja, lohnt sich das?
Situation:
- Masterabsolvent, 26 Jahre alt
- Werde in der Schweiz arbeiten
- Rechne damit, wieder nach 3-5 Jahren zurück in die BRD zu ziehen

Ich habe gehört, dass man ein bestimmtes “Mindestguthaben” auf dem GRV-Zeitkonto erreicht haben muss, um GRV-berechtigt zu sein. Von daher meine Überlegung, ob ich freiwillig bereits GRV-Beiträge leisten kann während meiner Schweiz-Zeit.

Wozu ratet ihr mir?

Vielen Dank und freundliche Grüße
Christian

von
Inka

Hallo Christian

Über Suchmaschine "Meine Zeit in der Schweiz-Arbeit und Rente europaweit" findest du evtl. die für dich relevante Antwort. Da hat die DRV eine interessante Broschüre erstellt.

MfG
Inka

von
senf-dazu

Hallo ChrisAlexJo!

Wenn Du Dir um die Renten-Thematik so viele Gedanken machst, solltest Du auch einmal prüfen, für welche Zeiten bislang eine Lücke vorliegt (was also z.B. weder mit Beiträgen noch als Anrechunngszeit belegt ist).
Diese Lücken kannst Du bis zum 45. Lebensjahr noch mit freiwilligen Beiträgen schließen.
Das zum Thema "'Mindestguthaben' erreichen".

Alles andere zum Arbeiten in der Schweiz und die Anrechnung für die deutsche Rente sollte die genannte Broschüre bieten.

von
=//=

Zitiert von: senf-dazu

Hallo ChrisAlexJo!

Wenn Du Dir um die Renten-Thematik so viele Gedanken machst, solltest Du auch einmal prüfen, für welche Zeiten bislang eine Lücke vorliegt (was also z.B. weder mit Beiträgen noch als Anrechunngszeit belegt ist).
Diese Lücken kannst Du bis zum 45. Lebensjahr noch mit freiwilligen Beiträgen schließen.
Das zum Thema "'Mindestguthaben' erreichen".

Alles andere zum Arbeiten in der Schweiz und die Anrechnung für die deutsche Rente sollte die genannte Broschüre bieten.

Das mit den freiwilligen Beiträgen ist aber nur für Zeiten einer schulischen Ausbildung, die nicht anrechenbar ist (z.B. vom 16. - 17. Lebensjahr, Überschreiten der Höchstgrenze von 8 Jahren) möglich!

Experten-Antwort

Sehr geehrter ChrisAlexJo,

grundsätzlich besteht in der Schweiz ein Volksversicherungssystem, in das sowohl Arbeitnehmer/Selbstständige als auch Einwohner einzahlen.

Es entstehen daher Wohn- und/oder Versicherungszeiten, die später grundsätzlich auch für die Erfüllung der Mindestwartezeit von fünf Jahren - und damit für die Erfüllung eines deutschen Rentenanspruchs - im Wege der Zusammenrechnung zu berücksichtigen wären.

Sofern Ihnen das „zu wenig“ ist, wären Sie aber auch während Ihres Aufenthalts in der Schweiz zur freiwilligen Versicherung in Deutschland berechtigt, ohne dass Sie zuvor überhaupt einen Beitrag zur GRV gezahlt haben müssten (vorausgesetzt wird die deutsche Staatsangehörigkeit).

Der Mindestbeitrag beträgt zurzeit monatlich 84,15 €.

Letztlich müssten Sie jedoch selbst entscheiden, ob Sie zusätzlich zur schweizerischen Versicherung freiwillige Beiträge zur deutschen GRV leisten wollen/können.

Eine „Lücke“ in Ihrer deutschen Versicherungsbiografie entstünde für die Zeit des Aufenthaltes in der Schweiz grundsätzlich jedenfalls nicht.

Hier der Link zur bereits genannten Broschüre:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/02_international/europaeische_vereinbarungen/33_meine_zeit_in_der_schweiz.pdf?__blob=publicationFile&v=11

Mit freundlichen Grüßen

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.2016, 14:33 Uhr]

von
KSC

Ergänzend kann man noch anmerken dass 1 Jahr Mindestbeitrag (12 x 84,15 €) nach derzeitigen Stand Ihre spätere deutsche monatliche Altersrente um ca 4 -5 € erhöhen wird.

Ob das für einen 26 Jährigen in Hinblick auf die Rente mit 67 interessant ist, müssen Sie selbst entscheiden. Nötig ist es wie erwähnt nicht, weil die CH Zeiten immer dann mitrechnen, wenn es um Mindestzeiten geht.