Aussteuerung - EM Rentenantrag

von
Brigitte58

Hallo zusammen
Bitte schreiben sie nicht gleich falsches forum u.s.w.

Ich hoffe auf das wissen und erfahrungen derer die hier aktiv sind.

Ich wurde mai 09 ausgesteuert, verschiedene erkrankungen. Dann ALG 1 beantragt und genehmigt.Dann wurde ein gutachten der AFA medizin.dienst erstellt.Das gutachten besagt 23 einschränkungen was ich nicht mehr machen darf, hält mich aber für über sechs stunden leistungsfähig.
Der sb der AFA schaute auch ein wenig merkwürdig als er das gutachten las und meinte dann ob ich schon mal mit meinem arzt über einen em-rentenantrag nachgedacht hätte. Ich sagte wir haben darüber schon gesprochen, werde es zusammen mit dem gutachten nochmal tun.

Der arzt kann das gutachten in der leistung über 6 std. nicht nachvollziehen, auch mit dem rest war er nicht so einverstanden.

Er sagte dann machen sie jetzt das was hätte schon längst gemacht werden sollen. EM-rente beantragen. Gesagt, getan.

Zwei tage nach antragstellung kommt dann noch post ins haus, das ich an einer integrationsmaßname der afa teilnehmen soll.

Was ich insbesondere an dem gutachten nicht verstehe, ich bin seit 07.07.08 krank, wurde ausgesteuert, und die ärztin der afa hält mich für leistungsfähig über sechs stunden ?

Wer hat schon ähnliches erlebt, oder kann mir sagen was ich in meinem fall, insbesondere gegen so ein gutachten machen kann ???

Für antworten bin ich im vorfeld sehr dankbar.

Gruss Brigitte58

von
-_-

Hier kann doch nur bezüglich einer evtl. erforderlichen Rentenantragstellung beraten werden, nicht jedoch dazu, ob die Ärzte der Agentur für Arbeit etwas falsch oder richtig beurteilt haben. Wenn Sie und Ihr Arzt der Auffassung sind, Sie sollten den Rentenantrag stellen, sollten Sie das tun. Vorher sollten Sie aber noch prüfen, ob die Rente höher wird als das ALG. Anderenfalls warten Sie ggf. noch und schöpfen den ALG-Anspruch aus. Dabei müssen Sie aber beachten, dass die Deutsche Rentenversicherung den Rentenantrag auch noch bearbeiten muss. Die Antragstellung sollte daher spätestens 3 Monate vor Ablauf des ALG-Anspruchs gestellt werden!

von
Brigitte58

Hallo-_-

Ich weiß das dies ein forum für rentenfragen ist.

Aber auf dem weg dorthin,hat so mancher bestimmt auch erfahrungen gesammelt ob positiver oder negativer art.

Und darum habe ich mein anliegen hier eingestellt, um zu erfahren wie der eine oder andere seine hürden gemeistert hat.

Und das würde mir vielleicht helfen.

Aber danke für die antwort.

Brigitte

von
Röder

Hallo Brigitte,
mich hatte der Arzt der AfA für unter 3 Std eingestuft bei laufendem EM-Rentenverfahren.Gleichzeitig hatte die AfA verlangt das ich eine Reha einreiche, diese wurde aber von der DRV abgelehnt mit der Begründung das die Erwerbsfähigkeit nicht mehr verbessert oder wieder hergestellt werden kann.
Nach fast 4 Jährigem Rentenverfahren vorm Sozialgericht wurde alles abgelehnt obwohl ich einen GdB von 70 zu erkannt habe. Dies soll Ihnen zeigen
was alles möglich ist .

Gruß Röder

von
Brigitte58

Hallo Röder

Auch danke für ihre antwort.

Ich glaube, ich bereite mich schon mal auf das schlimmste vor.

Gruß Brigitte

von
Jonny

Wurden Sie vom ärztlichen Dienst der AfA persönlich begutachtet oder wurde das Gutachten über Sie nur papiermässig erstellt ( was normalerweise nur der Fall ist ) ?

Die RV stellt übrigens völlig eigene Ermittlungen über ihren Gesundheitszustand an. Sie werden dafür eventuell von einem Gutachter im Auftrage der RV untersicht oder zur Reha ( Reha vor Rente ) geschickt.

Das Gutachten der AfA wird im Rentenverfahren nur am Rande zur Kenntnis genommen, ist aber mit Sicherheit nicht ausschlaggegend für die Zuerkennung einer EM-Rente.

von
Brigitte58

Hallo Jonny

Ich war persönlich beim ärztlichen dienst. Es war nur ein ca1/2 stündiges gespräch.

Es wurden obwohl alle ärzte von der schweigepflicht entbunden waren, keine berichte angefordert.

Sie hatten nur die befunde die ich mitbgebracht hatt.
Es war eine sogenannte - Sympthom bezogene untersuchung- .

Am ende wurde gesagt man sieht mich folgendermaßen, entwerden em-rentenantrag oder als Pförtner ??

Im gutachten weil über sechs stunden leistung hat sich der arzt wohl für den pförtner entschieden.

Da hat man jede menge erkrankungen und dann entscheidet so ein allgemeinmediziner so etwas.

Gruß Brigitte

von
neptun

Hallo Brigitte,

wenn der Rentenantrag eingereicht ist, sofort auch die AA benachrichtigen. Dann müßte ALG I im Rahmen der persönlichen Anspruchsdauer ab jetzt nach § 125 SGB III gezahlt werden und nicht mehr nach § 117. Damit gilt man auch nicht mehr arbeitssuchend und kann auch nicht vermittelt werden während des Rentenprüfungsverfahrens. Also auch keine Wiedereingliederung oder Ertüchtigungsmaßnahme.

LG Neptun

von
Brigitte58

Hallo Neptun

da der ärztliche dienst der afa eine leistungsfähigkeit von 6 std. plus festgestellt hat, gibt es kein ALG 1 nach § 125 SGB III nahtlosigkeit. Man bekommt normales ALG 1 nach § 117 SGB III und muss sich unter berücksichtigung seiner einschränkungen zur verfügung stellen.

Ist irgendwie ein witz. Natürlich habe ich der afa eine bestätigung der rentenversicherung zukommen lassen über den antrag.

Und das beste ist, das ich mich nächste woche bei der maßname vorstellen muss.

Gruss Brigitte

von
Auskenner

Gutachten können nun mal verschieden ausfallen. Und Mediziner haben eben oft 2 oder sogar mehr verschiedene Meinungen.

Und das diese Meinung(en ) der Ärzte sich dann auch nicht immer mit der des Antragstellers decken, ist noch einmal eine ganz andere Sache und wird auch immer so sein....

Wenn Sie seitens der AfA als voll arbeitsfähig eingestuft wurden, kann und darf die AfA ihnen gar kein ALG I nach der sog. Nahtlosigkeitsregelung zahlen.

Dann bleibt nur das
" normale " ALG I nach § 117.

Verstehe nur nicht , warum Sie nicht schon seinerzeit ( also im Mai ) im Widerspruch gegen diese Entscheidung der AfA vorgegangen sind.

Das z.B. wie Sie selber schreiben , seitens der AfA keinerlei Befundberichte ihrer behandelnden Ärzte eingeholt wurden ist ein grober Verfahrensfehler und für einen Rechtsanwalt eine
" gefundenes Fresssen " !

In einem u.a, damit ( und anderen Dingen natürlich ) begündetem Widerspruchsverfahren hätten Sie event. eine neue Begutachtung durch einen anderen Arzte erwirken können. Außerdem wären spätestens dann i h r e Ärzte gehört worden, deren Befunde mit iberücksichtigt worden und dann - womöglich - ihre Arbeitsfähigkeit seitens er AfA auch völlig anders beurteilt wurden.

Wenn Sie es bisher noch nicht getan haben , würde ich ihnen dringend empfehlen jetzt Hilfe vom VDK/SoVD oder einem Fachanwalt zu holen.

Es gibt auch nachträglich da noch rechtliche Möglichkeiten ( für Rechtsanwälte ) die Entscheidung der AfA anzufechten und korriegieren zu lassen .

Alleine und ohne eine fachmännische Unterstützung werden ihre Chancen nicht allzu groß sein , das sich an der Entscheidung der AfA etwas ändert !

von
Brigitte58

Hallo Auskenner. Danke für ihre antwort.

Im mai wurde ich ausgesteuert.

Das gutachten wurde im juli erstellt.
Die eröffnung des gutachtens durch den sachbearbeiter war erst im august. Da bekam ich auch erst kenntnis davon.

Ich recherchierte darauf in den einschlägigen fohren.

Da das gutachten kein rechtsmittelfähiger bescheid ist, kann man, so vermittelte man mir es, auch kein wiederspruch dagegen gemacht werden.

Ich habe habe heute für morgen noch einen termin bei einem fachanwalt für sozialrecht gemacht.

Ich habe in meiner sache enormen klärungsbedarf.

Gruss Brigitte

von
Auskenner

Das Gutachten der AfA ist natürlich kein rechtskräftiger Bescheid, aber sehr wohl der ALG Bescheid und der ist ja nunmal so aufgund des ( falschen/fehlerhaften ) Gutachten's des ärztlichen Dienstes erteilt worden.

Das Sie sich jetzt ( früher wäre natürlich besser gewesen .. ) in die Hände eines Fachanwaltes für Sozialrecht begeben ist völlig richtig.

Dies ist umso wichtiger für Sie, da es im jetzt anstehenden EM-Rentenverfahren gilt , weitere ähnliche Verfahrensfehler/Ungereimtheiten gar nicht erst entstehen zu lassen, damit die Zuerkennung der EM-Rente nicht gefährdet wird.

Ihr Anwalt sollte daher dafür Sorgen , das das Gutachten der AfA gar nicht erst irgendwie im Rentenverfahren Verwendung findet !

Das Gutachten muss dann quasi " als Null und Nichtig " erklärt werden, damit es im Rentenverfahren nicht zu ihrem Nachteil ausgelegt wird.

Als Tipp im Rentenverfahren kann ich ihnen ( aus eigener, sehr negativer Erfahrung ) nur raten, sich sofort nach einer Begutachtung das Gutachten zu besorgen ( via Anwalt ) und dieses genauestens auf Wahrheitsgehalt/Fehler etc. überprüfen und dann ( falls es nicht korrekt ist ) auch gleich vom Anwalt anfechten zu lassen.

Viel Erfolg !

von
Brigitte58

Hallo Auskenner
Danke für deine hinweise.

Nachtrag:

Der ALG 1 Bescheid wurde im mai09 erteilt.

Das gutachten kam im august 09.

Der bescheid ALG 1 kam also nicht nach oder mit dem gutachten.

Gruß Brigitte

von
neptun

Hallo Auskenner,

es ist richtig, Gutachten können verschieden ausfallen.
Hier geht es aber um Erwerbsfähigkeit. Es ist einzig Sache der DRV festzustellen, ob diese vorliegt oder nicht. Und gerade hieran knüpft die Nahtlosigkeitsregelung in der Zeit bis zur Entscheidung. Man soll nicht ohne Einkommen dastehen, weil man den zeitlichen Ablauf nicht beeinflussen kann.

Was die AA macht oder deren ärztlicher Dienst einschätzt, ist vollkommen egal.
Vermittelbar ist man in diesem Verfahren nicht. Es wäre auch widersinnig.
Wenn man eine Arbeitsstelle hat, den Rentenantrag stellt, muß man sich auch arbeitssuchend melden nach dem KG-Bezug, um ALG I zu erhalten. Es ist ein Konstrukt und die AA sind auch heute noch häufig nicht genügend darüber informiert.

Nach Ihrer Argumentation hätte ich vermittelt werden müssen und mir auch tatsächlich eine andere Arbeit suchen sollen?
Das ist absurd. Genau wie dieser Konstrukt.
Meist läuft es wohl so, man bekommt das ALG I, wird aber nicht vermittelt.

Hier nun soll es aber anders laufen und da muß man der AA energisch auf den Pelz rücken, damit die klar sehen, was ihre Aufgabe ist.

LG Neptun

von
Brigitte58

Hallo Neptun
Du hast vollkommen recht mit dem was du sagst.

War heute bei einem fachanwalt für sozialrecht.

Er hat sich das gutachten der afa angesehen und erkannt das hier was nicht stimmt.

Ich hab einschränkungen ohne ende, kann aber laut gutachten
eine 40 stunden woche machen ?

Hier passt so einiges nicht.

Und nebenbei soll ich noch eine maßnahme machen ???

So gehts nun mal nicht.

Habe den anwalt beauftragt meine sache zu übernehmen.

Er wird akteneinsicht bei der afa beantragen und dann werden wir mal sehen wie es weitergeht.

Ich bin seit über einem jahr krank, die afa sagt ich bin leistungsfähig, und meine behandelden ärzte schütteln den kopf, wie ein allgemeinmediziner so etwas schreiben kann.

Gruß Brigitte