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Aussteuerung/ Existenzgründung

von Christina16.04.2021 | 22:27
188 Ansichten
5 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo, ich hab jetzt viel gelesen, aber noch keine Antwort auf meine Frage gefunden. Ich bin wegen Burn-outund damit entstandener Depression seit über 1 Jahr krank geschrieben. Mein Arbeitgeber kann mich nur im gleichen Bereich wieder einsetzten, wie er mir nun mitgeteilt hat. Das wird in kürzester Zeit wieder zur Krankheit führen, da die Arbeitsbelastung in diesem Bereich extrem hoch ist und die Personalfluktuation hoch. Ich habe ein Studium, und Zusatzqualifikationen, die es mir ermöglichen würden mich mit einer zusätzlichen Prüfung selbständig zu machen. Diese Prüfung kann aber frühestens in 8 Monaten erfolgen (es gibt feste Anmeldetermine und ich benötige die Zeit zur Prüfungsvorbereitung, da diese relativ schwer ist und auch mit Kosten verbunden). Ich möchte nicht verrentet werden, da ich ja weiter arbeitet möchte, allerdings selbständig. Beim Jobcenter wurde mir heute im Vorgespräch aber schon mitgeteilt, dass ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen muss. Führt daran wirklich kein Weg vorbei? Ich muss mich in den 8 Monaten irgendwie finanzieren, brauche kein Vermögen, aber komplett ohne Einkommen wird es nicht gehen, da das Einkommen meines Partners nicht ausreichen wird. Meine Ärztin sieht mich noch nicht als arbeitsfähig an, eine weitere Krankmeldung ist gegeben. Welche Möglichkeiten habe ich? Ich würde mich freuen, von den Experten hier Tipps zu bekommen! Ganz herzliche Grüße! Christina

5 Antworten

Schadeam 17.04.2021 | 13:09
Einfach mal so 8 Monate mit allem aussetzen, sich auf Prüfungen vorzubereiten wird wohl schwierig werden. Ob ein EM Antrag hilft weiß keiner - wenn jemand in einigen Monaten eine Selbständigkeit anstrebt, ist er/sie möglicherweise gar nicht erwerbsgemindert. Aber versuchen können Sie das. Alternativ können Sie sich übergangsweise einen weniger belastenden Job suchen und selbst für Ihr Einkommen sorgen. Oder Sie finanzieren sich die Übergangszeit und den Traum der Selbständigkeit mit Ersparnissen oder werden von Partner / Eltern gesponsort. irgendwo ist auch Eigenverantwortung gefragt, nicht jeder Wunsch kann vom Staat finanziert werden.
Christinaam 17.04.2021 | 20:34
Hallo, mir geht es nicht darum dass der Staat meine Wünsche erfüllen soll sondern um eine schwere Depression, die ich entwickelt habe, weil ich seit 25 Jahren im sozialen Bereich tätig bin und systematisch "ausgebrannt" wurde. So lange war ich auch nie arbeitslos, habe immer gearbeitet und war selbst in Elternzeit Teilzeit tätig. Ich kann in diesem Bereich nicht mehr arbeiten und brauche eine Lösung um eben nicht aus dem Arbeitsmarkt heraus zu fallen. 8 Monate finde ich verdammt kurz im Verhältnis zur Verrentung, die ich nun wirklich nicht anstrebe. Ich hoffe auch Hilfe, nicht auf Vorwürfe. Mfg
Christinaam 17.04.2021 | 20:34
Hallo, mir geht es nicht darum dass der Staat meine Wünsche erfüllen soll sondern um eine schwere Depression, die ich entwickelt habe, weil ich seit 25 Jahren im sozialen Bereich tätig bin und systematisch "ausgebrannt" wurde. So lange war ich auch nie arbeitslos, habe immer gearbeitet und war selbst in Elternzeit Teilzeit tätig. Ich kann in diesem Bereich nicht mehr arbeiten und brauche eine Lösung um eben nicht aus dem Arbeitsmarkt heraus zu fallen. 8 Monate finde ich verdammt kurz im Verhältnis zur Verrentung, die ich nun wirklich nicht anstrebe. Ich hoffe auch Hilfe, nicht auf Vorwürfe. Mfg
KSCam 17.04.2021 | 21:36
Ich sehe in der gegebenen Antwort eigentlich keinen Vorwurf. Hilfen: Sie erhalten bei Krankheit weiter (bis zur Aussteuerung Krankengeld) Sie werden dann arbeitslos und erhalten ALG 1 oder 2 Sie stellen den Rentenantrag und erhalten Rente oder auch nicht. Sie nehmen einen weniger fordernden Job an (übergangsweise oder auf Dauer) Sie finanzieren sich anderswie. Mehr an möglichen Hilfen fällt mir da nicht ein - gehe aber davon aus, dass Sie das alles eh schon wissen.
-am 19.04.2021 | 06:59
Hallo Christina, hier ist es nicht möglich, eine richtige Empfehlung auszusprechen, da Sie ich offensichtich bereits für den Weg in die Selbständigkeit entschieden haben. Denkbar ist ggf. jedoch auch das Anstreben einer Reha-Maßnahme mit anschließeneder Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Umorientierung etc.). Im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe könnte auch die Thematik rund um die Berentung wg. verminderter Erwerbsfähigkeit genauer analysiert und entweder bekräftigt oder aus dem Weg geräumt werden, vordergründig sollte schließlich Ihre Gesundheit stehen. Wir wünschen Ihnen für Ihren Weg alles Gute, Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung
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