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Ausstieg aus der EU-Rente

von
Fiorina

Guten Tag,
Ich beziehe seit dem Jahr 2000 Erwerbsunfähgkeitsrente nach altem Recht, seit 2004 unbefristet.Schwer krank, u . a. Pflegestufe 2 und ROllstuhl. Jetzt ist so eine Art Wunder passiert, man hat den Grund meiner Erkrankung gefunden, kann sie behandeln, es geht mir,was niemand noch erwarten konnte, immer besser.Akuell noch Pflegestufe 1,will ich im Sommer ohne versuchen.
Ich träum davon, wieder zu arbeiten, in 1 bis 2 Jahren. Aber habe auch viel Angst vor diesem Schritt. Im erlernten Beruf ( Krankenschwster ) keine Chance, körperlich zu hart. Nun meine Fragen, bin froh, erstnal anonym frsgen zu können :
1. Hätte ich eine Chance auf Umschulung ? Ich denke an Arzthelferin, weil ich ja medizinisch Vorkenntnisse habe. BIn 45 Jahre , Schwerbehinderung 100 GdB .
2. Was passiert, wenn ich es nicht schaffe ? Ist dann der alte Rentenanspruch weg und ich sitze auf Sozialhilfe ?
Herzlichen Dank !

von
Corletto

Natürlich können Sie jederzeit die EM-Rente beenden und wieder arbeiten gehen.

In ihrem Falle wäre ich aber doch sehr vorsichtig - bei aller verständlichen Euphorie über die Behandlungserfolge - und würde die weitere gesundheitliche Entwicklung eben noch 1 - 2 Jahre abwarten - wie Sie ja auch slber schreiben.

Sie könnten dann zu gegebener Zeit einen Antrag auf berufliche Rehabilitation bzw. Umschulung stellen.

Sie werden dann event. noch mal ärztlicherseits begutachtet werden , um abzuklären inweit diese berufl. Reha / Umschulung medizinisch Aussicht auf Erfolg haben wird und überhaupt Sinn macht.

Sie sind zwar &#34; erst &#34; 45 , aber wenn Sie die Umschulung beendet hätten wären Sie schon an die 50 Jahre alt und hätten damit in diesem Alter plus ihrer Behinderungen und Einschränkungen sicher keine besonders guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Außerdem wären Sie dann seit 2000 schon mehr als 10 Jahre aus dem Berufsleben...

Stellen Sie sich den Wiedereinstieg nach so langer Zeit - in welchen Beruf auch immer - nicht einfach vor !

Das Rsisko ein erneuter Verschlimmerung ihrer Erkrankung tragen Sie natürlich alleine.

Das finanzielle Risiko ist überschaubar, da Sie in der Umschulung ja Übergangsgeld bekommen und bei erneuter Erkrankung ja auch Kranken versichert wären.

Durch die lange Zeit der Berentung haben Sie auch einen neuen ALG I Anspruch erworben.

Die &#34; alte &#34; unbefristete EM-Rente ist natürlich futsch und Sie müssten dann einen ganz neuen EM-Rentenantrag stellen.

von
-_-

Es gibt doch bestimmt auch einen Arzt, der Ihnen über einen Minijob erst einmal einen kleinen Einstieg ermöglichen würde. Sie dürfen zu Ihrer Rente bis 400,- &#8364; brutto mtl. hinzuverdienen, ohne dass der Rentenanspruch gemindert wird. Vermutlich wäre eine solche &#34;Selbsterprobung&#34; hilfreicher, als ein sofortiger Volleinstieg, der dann schief gehen kann, einen Berg an Bürokratie mit sich bringt und das Selbstwertgefühl vielleicht nachhaltig beschädigt.

Wenn Sie voll arbeiten würden, wäre die alte EU-Rente weg. Die tatsächliche Ausübung einer vollschichtigen Beschäftigung hat einen höheren Beweiswert, als ärztliche Gutachten. Sie erbringen dann also selbst den Beweis, dass Sie nicht mehr erwerbsunfähig sind, egal was Onkel Doktor dazu meint.

Wenn Sie danach einen neuen Rentenantrag stellten, würden Sie auch nach neuem Recht beurteilt. Volle EM-Rente gäbe es dann nur noch, wenn Sie ein Leistungsvermögen von unter 3 Stunden hätten, bei 3-unter 6 Stunden nur die halbe Rente. Außerdem müssten auch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen beim neuen Leistungsfall wieder vorliegen.

Experten-Antwort

Den Ausführungen von Corletto stimme ich zu. Auch ich würde Ihnen raten, zunächst die gesundheitliche Entwicklung abzuwarten. Sollten weitere Verbesserungen eintreten, steht Ihnen die Möglichkeit, einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Umschulungsantrag) zu stellen, weiterhin offen.
Natürlich deutet die Ausübung einer Vollzeitbeschäftigung darauf hin, dass die Erwerbsfähigkeit nicht mehr in vollem Maße eingeschränkt ist. Mit einer Überprüfung der medizinischen Voraussetzungen müssten Sie dann rechnen.