Auswahl der Rehaklinik durch RV

von
Miracle

Sehr geehrte Damen und Herren
Ich bin seid 6 Monate im Krankengeld aufgrund zwei Handoperation/Arthrose! Kann seid der OP meine rechte Hand nicht mehr richtig belasten und auch die Arthrose im linken Gelenk verschlechtert sich zunehmend!Ich habe eine Reha beantragt um der Gelenke wegen.... und ich erschöpft bin nach der Operation, keine Kraft mehr in den Händen habe!Ich kann mir im Moment nicht vorstellen in meinem Beruf als Altenpflegerin wieder zurück zu kehren,was mich deprimiert
Die Reha sehe ich als eine Chance um ggf doch wieder arbeiten zu können
Eine Reha mit Hauptdiagnostik Orthopädie hatte ich als Wunsch angegeben.Nun hat man mir eine Klinik zugewiesen die Überwiegend auf Hauterkrankungen spezialisiert ist( ich leide auch an Psoriasis seid 20 Jahren, habe diese aber durch Biologicls gut im Griff)
Muss ich dieser Klinik zustimmen die die Rentenversicherung ausgewählt hat?????

von
DRV

Wenn es aus Ihrer Sicht eine Klinik ist, die nicht für Ihre medizinische Indikation geeignet ist, setzen Sie sich umgehend mit dem Absender des Bewilligungsbescheides in Verbindung und klären die Angelegenheit. Ein Forum wird Ihnen da nicht weiterhelfen können.

von
W*lfgang

Zitiert von: Miracle

Muss ich dieser Klinik zustimmen die die Rentenversicherung ausgewählt hat?????

Machen Sie von Ihrem Recht nach §8 SGB IX gebrauch.

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbix/8.html

Gruß
w.

von
Daniela

Du hast freies Wunsch- und Wahlrecht. Allerdings macht man das normalerweise schon bei der Antragsstellung.

von
Miracle

Zitiert von: Daniela
Du hast freies Wunsch- und Wahlrecht. Allerdings macht man das normalerweise schon bei der Antragsstellung.

Habe ich! Würde ignoriert

von
Nicky

Frist- und formgerecht Widerspruch einlegen und explizit auf das Wunsch- und Wahlrecht eingehen. Noch mal selbst kurz begründen, warum die gewählte Klinik Ihrer Ansicht nach besser geeignet ist. Manchmal hilft es auch, die aufnehmende Wunschklinik zu kontaktieren und dort nach Erfahrungen fragen oder danach, was man noch machen kann. Dann geht's in aller Regel durch. Ich kenne das, schon zwei Mal erlebt - erst die Ablehnung, Widerspruch, Bewilligung, aber falsche Klinik. Mit einer völligen Ignoranz dessen, was man gewählt hat. Also erneuter Widerspruch. Da hat wohl irgendeine andere Klinik der DRV gerade mehr Betten frei ... ärgerlich für den Versicherten, hätte auch schneller gehen können. Aber das scheint Politik zu sein. Denn viele geben dann auf, weil entweder zermürbt oder nicht wissend um ihre Rechte. Viel Erfolg!

von
DRV

Es führt kein Weg an der Rücksprache mit dem zuständigen Rententräger vorbei.
Ist doch auch zunächst mal der schnellste Weg.
Danach können Sie, falls erforderlich, immer noch in den Widerspruch gehen.
Warum schon im Vorfeld „ein Fass aufmachen“, wenn man noch nicht mal versucht hat, die Sache mit der bewilligenden Stelle zu klären?

von
W*lfgang

Zitiert von: DRV
Warum schon im Vorfeld „ein Fass aufmachen“, wenn man noch nicht mal versucht hat, die Sache mit der bewilligenden Stelle zu klären?

Lesen - Verstehen - Antworten

Wenn die bewilligende Stelle das Wunsch- und Wahlrecht (vielleicht bewusst?) ausser acht lässt, was soll man da noch klären?

Schriftlicher Widerspruch mit Verweis auf das Wunsch- und Wahlrecht, inkl. Angabe der Wunschklinik.

Gruß
w.

von
Nicky

Man soll also bei der DRV anrufen (wenn man sie denn mal erreichen kann, ist eher selten der Fall), sich dann durch einige Stellen, die eventuell oder auch nicht oder nur ein bisschen dafür zuständig sind, durchfragen, um dann via Telefon sich erklären zu müssen? Um dann auf eine Reaktion zu warten, die nicht kommt oder mit der man nichts anfangen kann, wieder warten, wieder anrufen etc. etc.? Viel zu kompliziert.

Ein Widerspruch ist "kein Fass aufmachen", sondern normales Recht. Steht in jeder Rechtsbehelfsbelehrung, die der Ablehnung oder Bewilligung beiliegt. Und ein guter Weg, wenn man ihn denn einschlägt. Höfliches Schriftstück aufsetzen, eintüten, Einschreiben, fertig. Spart allen Beteiligten Zeit und Nerven. Und bitte keine Fristen versäumen dabei.

von
DRV

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: DRV
Warum schon im Vorfeld „ein Fass aufmachen“, wenn man noch nicht mal versucht hat, die Sache mit der bewilligenden Stelle zu klären?

Lesen - Verstehen - Antworten

Wenn die bewilligende Stelle das Wunsch- und Wahlrecht (vielleicht bewusst?) ausser acht lässt, was soll man da noch klären?

Schriftlicher Widerspruch mit Verweis auf das Wunsch- und Wahlrecht, inkl. Angabe der Wunschklinik.

Gruß
w.

Natürlich, Sie wissen schon im Vorfeld, dass und auch warum die jetzige Klinik ausgewählt wurde. Ich vergaß, dass Sie Hellseher sind.
Es kann durchaus sein, dass die Problematik schnell mit der zuständigen Sachbearbeitung geklärt werden kann, dann ist der lange Weg über einen Widerspruch gar nicht nötig. W*lfgang Sie scheinen ein wenig den Blick für die vermeintlich schnelle Lösung verloren zu haben. Das mag natürlich auch mit Ihrer Arbeitsweise und dem Auftritt gegenüber den Versicherten und den Mitarbeitern der Rentenversicherung in Ihrer Tätigkeit als Mitarbeiter einer Kommune zu tun haben, zielführend für den Hilfesuchenden ist das aber nicht immer.

von
W*lfgang

Zitiert von: DRV

Natürlich, Sie wissen schon im Vorfeld, dass und auch warum die jetzige Klinik ausgewählt wurde. Ich vergaß, dass Sie Hellseher sind.
...
Das mag natürlich auch mit Ihrer Arbeitsweise und dem Auftritt gegenüber den Versicherten und den Mitarbeitern der Rentenversicherung in Ihrer Tätigkeit als Mitarbeiter einer Kommune zu tun haben, zielführend für den Hilfesuchenden ist das aber nicht immer.

Was trägt davon jetzt zur Lösung der Fragestellung bei und hat damit zu tun?

Zitiert von: DRV

Es kann durchaus sein, dass die Problematik schnell mit der zuständigen Sachbearbeitung geklärt werden kann, dann ist der lange Weg über einen Widerspruch gar nicht nötig.

Das nicht beachten der Angabe eines Wunschs bei der Antragstellung hat ja erst zur Problematik geführt. Da dieser nicht beachtet wurde, jeder Bescheid die Möglichkeit des Widerspruchs gewährt, ist es ein einfaches und legitimes Mittel.

Im übrigen hängt die Bearbeitungszeit eines Widerspruchs nicht von der Tatsache ab, dass ein Widerspruch gemacht wurde ;-) Es kann ja auch schnell gehen ;-)

Gruß
w.

von
Daniela

Das Wunsch- und Wahlrecht ist ein Recht und keine „kann“ Leistung, Dh hier liegt die Vermutung eher nahe, das die Sachbearbeiterin den Zettel mit der ausgewählten Klinik übersehen hat und das lässt sich schnell per Telefon klären.
Ein Widerspruch dauert ewig lange und warum nicht in 5 Minuten ein Problem lösen, statt in 5 Monaten?
Allerdings muss man auch sagen, dass es ein paar Ausnahmen vom Wunsch und Wahlrecht gibt: 1. wenn die Indikation nicht passt 2. wenn es keinen Kooperationsvertrag mit der DRV gibt.

Grundsätzlich sind die Sachbearbeiter aber froh, wenn sich der Patient die Klonik selber aussucht, denn es sparrt viel Zeit.
Mit Sicherheit ein Missverständnis, welches sich zeitnah klären lässt.
Wenn nicht, dann kann man immer noch Widerspruch einlegen

von
Berater

Zitiert von: Daniela
Das Wunsch- und Wahlrecht ist ein Recht und keine „kann“ Leistung, Dh hier liegt die Vermutung eher nahe, das die Sachbearbeiterin den Zettel mit der ausgewählten Klinik übersehen hat und das lässt sich schnell per Telefon klären.
Ein Widerspruch dauert ewig lange und warum nicht in 5 Minuten ein Problem lösen, statt in 5 Monaten?
Allerdings muss man auch sagen, dass es ein paar Ausnahmen vom Wunsch und Wahlrecht gibt: 1. wenn die Indikation nicht passt 2. wenn es keinen Kooperationsvertrag mit der DRV gibt.

Grundsätzlich sind die Sachbearbeiter aber froh, wenn sich der Patient die Klonik selber aussucht, denn es sparrt viel Zeit.
Mit Sicherheit ein Missverständnis, welches sich zeitnah klären lässt.
Wenn nicht, dann kann man immer noch Widerspruch einlegen

Genau! Gerade ein W*lfgang hat den Blick für die evtl. schnellere Lösung völlig verloren. Dass muss man allerdings dem Mitarbeiter in einem kommunalen Versicherungsamt nachsehen, da dies mit der Arbeit in einer Auskunfts- und Beratungsstelle oft nicht vergleichbar ist.

von
W*lfgang

Zitiert von: Daniela
Dh hier liegt die Vermutung eher nahe, das die Sachbearbeiterin den Zettel mit der ausgewählten Klinik übersehen hat und das lässt sich schnell per Telefon klären.

Vermutungen bringen einen aber nicht wirklich ans Ziel. Und telefonische Aussagen haben keinerlei Beweislast, oder warum glauben Sie das Bescheide immer schriftlich erteilt werden?!

Zitiert von: Daniela
Ein Widerspruch dauert ewig lange und warum nicht in 5 Minuten ein Problem lösen, statt in 5 Monaten?

Ein Widerspruch "kann" genauso schnell bearbeitet werden, wie ein Telefonat. Mit dem Ergebnis, dass man ein Ergebnis schriftlich hat.
Im übrigen gilt für Widersprüche auch der §88 SGG und nicht 5 Monate wie Sie behaupten

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Miracle,

Sie müssen der für Sie ausgewählten Rehabilitationseinrichtung nicht einfach zustimmen, sondern haben natürlich die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen und um eine Umeinweisung in die von Ihnen gewünschte Rehabilitationseinrichtung zu bitten. Im Zuge dessen würde ich Ihnen empfehlen, ausführlich zu begründen, weshalb gerade die von Ihnen gewünschte Rehabilitationseinrichtung für Sie besonders geeignet ist. Da die Bearbeitung Ihres Widerspruchs etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, kann es durchaus passieren, dass sich der Beginn Ihrer Rehabilitationsleistung verzögert.

Da Sie in Ihrem Beitrag ausgeführt haben, dass Sie primär eine orthopädische Indikation im Vordergrund sehen, die DRV Ihnen jedoch eine Einrichtung bewilligt hat, die eher auf Hauterkrankungen spezialisiert ist, wäre vielleicht zu überlegen, ob Sie nicht noch einmal Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten sollten, darüber welche Indikation bei Ihnen im Vordergrund steht und gegebenenfalls kann dieser Ihnen auch eine ärztliche Empfehlung für die von Ihnen gewünschte Einrichtung ausstellen.

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Betriebliche Altersvorsorge auch nachträglich vor Pfändung geschützt

Mit dem Pfändungsbeschluss Ihres Ex-Manns schließt eine Frau eine betriebliche Altersversorgung ab. Der Mann klagt bis zum Bundesarbeitsgericht. Warum...

Rente 

Wer 2022 in Rente gehen kann

2022 winkt dem Jahrgang 1956 die Rente. Aber auch Jüngere können unter bestimmten Voraussetzungen in den Ruhestand gehen. Was für wen gilt.

Rente 

Rentenbesteuerung: Wer wie von der Reform profitiert

Die neue Bundesregierung will die Rentenbesteuerung neu regeln. Was bringt das konkret? Die ersten Modellrechnungen.

Soziales 

Krankenversicherung und Pflege: Was sich 2022 ändert

Für Arbeitnehmer, Eltern, Pflegende und Behinderte: die wichtigsten Neuerungen in der Kranken- und der Pflegeversicherung.

Altersvorsorge 

Baufinanzierung: Die 7 wichtigsten Fragen und Antworten

Von Annuität bis Zinssatz: Wie funktioniert eigentlich ein Baukredit? Eine Schnelleinstieg für angehende Häuslebauer.