Auswirkung Schwerbehinderung auf Rentenbeginn bei EM-Rente

von
ElkeK

Hallo, ich hole mal etwas aus, sorry dafür.

Ausgangssituation
Ich beziehe seit 2015 eine Dauerrente wegen voller Erwerbsminderung. (Grundsätzlich waren die Voraussetzungen dafür bereits 2014 erfüllt, rückwirkend war jedoch erst ab 2015 möglich).
Ich bin 1958 geboren und habe die 35 Beitragsjahre überschritten (45 Beitragsjahre jedoch nicht).
Laut mir diese Woche zugegangenen Bescheid wurde meine Behinderungs-Anerkennung von 40% auf 60% erhöht, so dass jetzt eine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt.

Bisherige Rentenerwartung
Mein Renteneintrittsalter für die normale Altersrente hätte bisher bei 66 Jahren gelegen. Wegen des Abzuges von 10,8 % aufgrund meiner Erwerbsminderungsrente würde es bisher keine Rolle spielen, ob ich stattdessen in den vorgezogenen Ruhestand mit 63 gehe da sich im Wesentlichen an der Rentenhöhe nichts ändern würde. So habe ich es bisher verstanden.

Nun meine Fragen:

Der Schwerbehindertenstatus wird rückwirkend gewährt, da der Antrag bereits Anfang 2019 gestellt wurde. Könnte ich rückwirkend auch die vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen? Falls ja, ist dazu grundsätzlich zu raten oder gibt’s Nachteile?

Habe ich neuen Spielraum hinsichtlich der Abschläge oder spielt es weiterhin keine Rolle, wann ich in Altersrente gehe, ob vorgezogen oder nicht, da wegen der Erwerbsminderungsrente sowieso immer 10,8 % abgezogen würde?

Bisher wollte ich den Eintritt in die Altersrente möglichst lange rauszögern, falls es in den nächsten Jahren noch Verbesserungen geben sollte und die Rentenart vom Betrag her bisher für mich keinen Unterschied bedeutete. Muss ich jetzt spätestens mit 64 in die Altersrente?

Noch irgendwas wichtiges, dass ich übersehen habe?

Ich werde selbstverständlich die Rentenberatung in Anspruch nehmen, da aber die Wartezeiten für einen Termin bei uns Monate betragen, möchte ich gern vorher schon eine Vorstellung entwickeln, was der Normalfall wäre.

Wäre schön, wenn jemand kurz antworten könnte. Danke im Voraus.

Elke

von
Schade

Auch wenn es derzeit (noch) schwierig mit persönlichen Beratungen ist, ist es doch kein Problem sich jederzeit eine Probeberechnung einer AR für schwerbehinderte Menschen zusenden zu lassen (anfordern per Brief, Mail oder am Montag telefonisch). Wenn es gut läuft haben Sie das Ding in 14 Tagen im Briefkasten.

Daraus werden Sie ersehen dass sich der Zahlbetrag wohl nicht verändern wird.

Ob Sie das also sofort oder erst mit 66 umwandeln lassen, ist aus heutiger Sicht dann egal.

Ob es in den kommenden 4 Jahre durch Gesetze zu Änderungen (positiv oder negastiv) kommt, wird Ihnen niemand voraussagen können.

Experten-Antwort

Die jetzt attestierte Schwerbehinderung hat keinen Einfluss auf den Beginn Ihrer Erwerbsminderungsrente. Bei einem Wechsel in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bleibt es auch beim Abschlag der Erwerbsminderungsrente. Fordern Sie beim Rententräger eine Probeberechnung für die Altersrente wegen Schwerbehinderung an, dann können Sie konkret entscheiden.

von
ElkeK

Zitiert von: Experte/in
Fordern Sie beim Rententräger eine Probeberechnung für die Altersrente wegen Schwerbehinderung an, dann können Sie konkret entscheiden.

Wie lange dauert so was üblicherweise? Habe am Tage Ihrer Antwort die empfohlene Anfrage gestellt.

von
ElkeK

Zitiert von: Experte/in
Fordern Sie beim Rententräger eine Probeberechnung für die Altersrente wegen Schwerbehinderung an, dann können Sie konkret entscheiden.

Wie lange dauert so was üblicherweise? Habe am Tage Ihrer Antwort die empfohlene Anfrage gestellt.

Experten-Antwort

Hallo ElkeK,

die gestellte Frage kann hier nicht konkret beantwortet werden.
Beantragen sie formlos eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit dem Hinweis, dass Sie sich erst endgültig für oder gegen diese Altersrente entscheiden können, wenn Sie die angeforderte Probeberechnung erhalten.