Auswirkung von Teilzeit auf Rentenberechnung

von
Marlene Kornhardt

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Jahrgang 57 und möchte mit 63 Jahren und 10 Monaten in den Ruhestand gehen. in der Zeit vom 01.08.74 bis 31.01.15 war ich vollbeschäftigt. Ab 01.02.15 habe ich meine Arbeitszeit von 39 auf 30 Stunden reduziert. Wie wirkt sich die Teilzeit auf die Berechnung meiner Rente aus. Sind die letzten Jahre der Berufstätigkeit besonders ausschlaggebende für die Höhe der Rente? Vielen Dank, Marlene Kornhardt

von
SuchenUndFragen

Hallo Frau Kornhardt,

die letzten Jahre vor der Rente wirken sich nicht anders aus als die bisherigen Jahre. Dem jeweiligen Jahresverdienst entsprechend werden Ihnen für das Jahr Rentenpunkte gutgeschrieben.

Die Höhe Ihrer voraussichtlichen Altersrente und auch die Höhe der bisher "erwirtschafteten" Rente können Sie der jährlich zugeschickten Renteninformation entnehmen.

Sollten dabei für Sie Fragen offenbleiben, sollten Sie sich an eine Rentenberatungsstelle vor Ort wenden.

Experten-Antwort

Hallo Frau Kornhardt,

die Rentenhöhe berechnet sich aus allen bis zum Rentenbeginn zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten. Dabei werden die letzten Jahre genauso behandelt wie die anderen Beitragsjahre auch.

von
Reuters

Hallo Frau Kornhardt,

zu der grds. zutreffenden Ausssage aus der ersten Antwort:

"Die Höhe Ihrer voraussichtlichen Altersrente und auch die Höhe der bisher "erwirtschafteten" Rente können Sie der jährlich zugeschickten Renteninformation entnehmen.

Sollten dabei für Sie Fragen offenbleiben, sollten Sie sich an eine Rentenberatungsstelle vor Ort wenden"

noch folgender ergänzender Hinweis.
In der Renteninformation wird auch eine Prognose über die Höhe ihrer Regelaltersrente (bei Ihnen ab 65 Jahren + 11 Monate) dargestellt. Diese nimmt als Grundlage jedoch ihren individuellen Durchschnittsverdienst aus den letzten 5 Kalenderjahren (bei einer Renteninformation im Jahr 2016 also aus den Jahren 2011-2015).
D.h. dieser Wert kann bei Ihnen zwangsläufig nicht stimmen bzw. wird zu hoch angesetzt, da sie bis 1/2015 vollbeschäftigt waren. Abgesehen davon "fehlen" Ihnen zusätzlich die Beiträge von 63 und 10 bis 65 und 11.

Insofern , wenn Sie es genauer wissen wollen, beherzigen Sie den o.a. Rat und wenden Sie sich in Ihrer Nähe an eine hoffentlich fachkundige Auskunfts- und Beratungsstelle.

von
W*lfgang

Zitiert von: Marlene Kornhardt
Arbeitszeit von 39 auf 30 Stunden reduziert.
Marlene Kornhardt,

Sie haben Ihre Arbeitszeit um rd. 1/4 reduziert, entsprechend dürfte auch der Bruttoverdienst gesunken sein.

Als Faustformel für den dadurch entgangenen Rentenzuwachs können Sie etwa 8 EUR Netto-Monatsrente für 10.000 EUR 'Minder-Einkommen' rechnen. Bis zur abschlagsfreien Rente 63+10 gehen Ihnen damit 60-70 EUR 'verloren'. Ist Ihr Einkommensverlust größer/kleiner, müssen Sie das nur ins Verhältnis mit der tatsächlichen Einkommensminderung setzten.

Punktgenau rechnet es Ihnen die nächste Beratungsstelle DRV oder Rathaus/Versicherungsamt aus, was minder bei 63+10 an Rente rauskommt.

Oft gibt es die Vorstellung, die Rente geht wegen Arbeitszeitreduzierung in den letzten Jahren nach unten - Quatsch natürlich, es geht weiter noch oben, nur etwas gedrosselter. Allerdings sollte man/frau sich nicht die letzte Rentenauskunft anschauen und den 'falschen' Betrag/den unteren im Auge haben.

Gruß
w.