Auswirkungen von Teilzeit auf die Rente

von
riaf

Ich spiele mit dem Gedanken, eine Zeit lang weniger zu arbeiten. Wie stark würde es sich auf die Rente auswirken, wenn ich meine Vollzeitstelle um 1/4 reduzierte? Da ich 52 Jahre alt bin, meine ich, dies berücksichtigen zu müssen.

von
Kopfrechner

Für ein Jahresgehalt von ca. 33000 EUR erhalten Sie 1 Entgeltpunkt. Das entspricht (ab Juli 09 West) 27,20 EUR Rente.

Wenn Sie weniger als 33.000 im Jahr erarbeiten, sind es vielleicht 0,7651 Entgeltpunkte, also ca. 20,81 EUR Rente. Wenn Sie das noch 10 Jahre machen entspricht das 208,10 EUR Monatsrente. usw.

Oder Sie fragen eine Beratungsstelle.

von
Kopfrechner

User "Wolfgang" hat am 12.03.2009, 19:33 folgedes geschrieben, ich finde das hilft sehr:
"rechnerisch können Sie zurzeit mit einem Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) folgenden Rentenanspruch erzielen:

64800 BBG 2009
./.
30879 (vorläufiges Durchschnittseinkommen WEST)
= 2,0985 Entgeltpunkte
x 26,56 aktueller Rentenwert (West)
= 55,74 mtl. Rentenzuwachs

Ohne Abschläge, ohne KV/PV.

Nun können Sie selbst ausrechnen, was in 10, 20, 100 Jahren dabei als Höchstwert nach jetzigen Berechnungswerten herauskommen mag.

...nicht vergessen, dass das allgemeine Rentenniveau abgesenkt werden soll (pro Jahr 0,5 - 1 % Kaufkraftverlust gerechnet werden könnte ...wenn 'die da oben' nicht gerade wieder Vorwahlgeschenke verteilen müssen ;-)

Die BBG ist übrigens erst seit rd. 5 Jahren so hoch, der max. Punktwert lag grob gesehen in den 80/90ern bei 1,8 - 1,9.

Ansonsten schauen Sie mal ins Merkblatt
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_15182/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/03__rente/rente__so__wird__sie__berechnet__alte__bundesl_C3_A4nder.html

Seite 20 rein, da können Sie auch manuell für zurückliegende Zeiten 'Höchstwerte' der einzelnen Jahre errechnen.

Gruß
w."

An Wolfgang: copyright ist natürlich bei Ihnen!

von
Schiko.

Rentenhöchstgrenzen in der ges.RV:
---------------------------------------------------
Jahr: Bem.Grenze. Durch.Verdienst. Entgeltpunkte:
nunmehr 27,20 Rentenwert ab 1.7.2009 E. 2.408,34

EP. 50 Jahre 88,5420 a/26,56 E- 2.351.68
1959 9600 5602 1,7137
1960 10200 6101 1,6719
1961 10800 6723 1,6064
1962 11400 7328 1,5557
1963 12000 7775 1,5434
EP. 45 Jahre 80.4509 a/ 26,56 E. 2.136,78
Nunmehr 27,20 Rentenwert ab1.7.09 E. 2.188,26
1964 13200 8467 1,5590
1965 14400 9229 1,5603
1966 15600 9893 1,5769
1967 16800 10219 1.6440
1968 19200 10842 1,7709
EP. 40 Jahre 72.3398 a/26,56 E. 1921,35
Nunmehr 27,20 Rentenwert ab 1.7.09 E. 1967.64
1969 20400 11839 1,7231
1970 21600 13343 1,6188
1971 22800 14931 1,5270
1972 25200 16335 1,5427
1973 27600 18295 1,5086
1974 30000 20381 1,4720
1975 33600 21808 1,5407
1976 37200 23335 1,5942
1977 40800 24945 1,6356
1978 44400 26242 1,6919
1979 48000 27685 1,7338
1980 50400 29485 1,7093
1981 52800 30900 1,7087
1982 56400 32198 1,7517
1983 60000 33293 1,8022
1984 62400 34292 1,8197
1985 64800 35286 1,8364
1986 67200 36627 1,8347
1987 68400 37726 1,8131
1988 72000 38896 1,8511
1989 73200 40063 1,8271
1990 75600 41946 1,8023
1991 78000 44421 1,7559
1992 81600 46820 1,7428
1993 86400 48178 1,7933
1994 91200 49142 1,8558
1995 93600 50665 1,8474
1996 96000 51678 1,8577
1997 98400 52143 1,8871
1998 100800 52925 1,9046
1999 102000 53507 1,9063
2000 103200 54256 1,9021
2001 104400 55216 1,8908
2002 54000 28626 1,8864
2003 61200 28938 2,1149
2004 61800 29060 2,1266
2005 62400 29203 2,1368
2006 63000 29494 2,1360
2007 63000 29488 2,1365
2008 63600 30084 2,1141 1 EP. ab 1.7.08 26,56 Ost 23,34 1.7.09 27,20 - 24,13

Gelingt mir nicht exakt senkrecht darzustellen, viel-
leicht hilft dies Ihnen aber
doch weiter. Es wurde also
immer der Höchstverdienst
bis zur jährlichen Bemessungs
grenze angenommen und auch
die höchstmöglichen EP. pro
Jahr ausgewiesen.
Zugleich die Rentwerte für
26,56 und 27,20 ab 1.7.09.

MfG.

von
Schiko.

Der Falschmünzer ist wieder unterwegs.
Der Beitrag 07.04.2009, 14:35 Uhr
stammt natürlich nicht von mir.

mfg

von
Dirk.

Natürlich nicht, der Beitrag war schließlich sinnvoll. Der kann nicht von Ihnen stammen, werter Gott des Steuer- und Rentenrechts!

Mit bester Empfehlung,
Dirk.

von
Schiko.,

So ist halt das Leben, die Auf-
stellung mit den höchstmö-
glichen Renten um 14,35 stammt
von mir.

Dagegen der um 14:51 aber
natürlich nicht.

Dies nur der guten Ordnung
halber.

MfG.

von
Hein

Nicht ärgern Schiko, diese Typen sterben nie aus. Wünsche Ihnen schöne Feiertage.

von
Schiko.

Habe für Sie die Durchschnittsverdienste der letzen 50 Jahre aufgelistet, damit
Sie selbst die Entgeltpunkte für Ihre eigenen Jahresverdienste errechnen können.

Als Beispiel nenne ich den Durchschnittsverdienst in 2008 von 30084 Euro.

Bei 63600 Jahresverdienst : 30084 DV. ergeben sich 2,1141 EP. x 27,20
Rentenwert ab 1.7.09 Euro 57,50 Rente.

Wäre Ihr Verdienst exakt 30.084 gewesen : 30.084 = 1 EP. und 27.20 Renten-
wert.
Für 2009 ist der vorläufige Durchschnittsverdienst Euro 30.879.
Ihr Verdienst angenommen 32.700 : 30.879 = 1,0590 EP. und 28,80 RW.

29.700 Jahresverdienst angenommen : 30879 nur 0,9618 EP. und bei 27,20 RW. eine Rentenzuwachs von Euro 26,16 im Jahr.

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

In Anbetracht des Alters würde ich davon ausgehen, dass noch circa ¼ bis 1/3 des Erwerbslebens vor Ihnen liegt. In dieser Zeit würde der Fortschritt bei den weiteren Rentenanwartschaften nur noch bei circa ¾ der bisherigen Zuwächse liegen, außerdem würde sich aufgrund eines reduzierten Gesamtleistungswertes eine geringere Erwerbsminderungsrentenanwartschaft ergeben.

Meistens.

Da die oben getroffenen Aussagen ohne Kenntnis Ihres Gehalts nicht ohne weiteres konkretisiert werden können, empfehle ich Ihnen die Vorsprache in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der deutschen Rentenversicherung
Sollte die Reduzierung der Arbeitszeit mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zusammenhängen, empfehle ich Ihnen, die Möglichkeit einer Erwerbsminderungsrente zu prüfen (insbesondere was den Fortbestand des Arbeitsvertrages betrifft, wenn die Rente gewährt würde).
Sollte die Reduzierung der Arbeitszeit mit der Pflege naher Angehöriger zusammenhängen, würde die Pflegekasse für die Pflegeperson Rentenbeiträge zahlen, die den Verlust in etwa ausgleichen. Natürlich nur dann, wenn der Pflegeumfang mit mindestens 14 Stunden in der Woche festgestellt ist und mindestens die Pflegestufe I anerkannt wird.

von
Schiko.

Der Beitrag von gstern 19.00 Uhr ist natürlich nicht von mir. Der Falschmünzer ist wieder zurück.Der Beitrag um 14.51 Uhr ist von mir, der dagegen um 14.34 Uhr ist vom Falschmünzer. Ich bitte dies doch zu berücksichtigen.

mfg

von
riaf

Danke, lieber Experte, für diese Antwort.
Ich dachte schon, Expertenforum hieße: nur Experten verstehen die Antwort. Aber mit Ihrer Antwort kann ich etwas anfangen.
Frundliche Grüße
riaf