Auszahlung Überstunden durch AG und Ausweis

von
Klausi aus Kölle

Hallo zusammen,
2 Fragen hätte ich:

1.) Gibt es für einen EMR Rentner eigentlich auch einen Rentnerausweis?

2.) Gelten abzugeltende Gleitzeitüberstunden durch die Genehmigung einer befristeten EMR in 2019 auch als Hinzuverdienst? Diese Stunden wurden in 2018 aufgebaut und sollen nun als Endgeld durch Arbeitgeber ausgezahlt werden. Die können nun ja nicht mehr abgefeiert werden.

Vielleicht weiß auch hierzu jemand etwas ( gehört evtl. Nicht grade hier hin, aber es sei verziehen)

Was geschieht eigentlich mit den in 2019 noch nicht genommenen Urlaubstagen. Bin Anfang 2019 in Reha, dann ab Mitte 02/19 krankgeschrieben. Gibt es dann Anspruch auf Urlaubstage anteilmäßig bis nach Reha?

Vielen Dank im Voraus.
Klausi aus Kölle

von
Ähnlich

Zu 1:Ja
Zu 2:Mir wurde gesagt das es unter Hinzuverdienst fällt.
Die Freigrenze beträgt 6.300€.

Zustehende Urlaubstage werden ausbezahlt so wird es auch bei Altersrentner gemacht die aber auch noch die Möglichkeit haben den Urlaub vor den Ruhestand zu setzen.

Experten-Antwort

Hallo Klausi aus Kölle,

zu 1.): Ja.

zu 2.): einmalig gezahltes Arbeitsentgelt (und hierzu zählen auch als Einmalzahlung abgegoltene Überstunden) stellt - unabhängig von der beitragsrechtlichen Behandlung - Arbeitsentgelt i. S. von § 14 SGB IV dar und ist damit grundsätzlich als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

Wurde das Beschäftigungsverhältnis vor Rentenbeginn beendet und wird hieraus nach Rentenbeginn einmalig gezahltes Arbeitsentgelt erzielt, liegt kein Hinzuverdienst i. S. des § 96a SGB VI vor. Es handelt sich dann nicht um ein Arbeitsentgelt aus einem Beschäftigungsverhältnis, das nach Rentenbeginn bestanden hat.

Nur in dem Fall, dass nach Rentenbeginn noch ein Beschäftigungsverhältnis besteht und hieraus einmalig gezahltes Arbeitsentgelt erzielt wird, liegt Hinzuverdienst i. S. des § 96a SGB VI vor. Das einmalig gezahlte Arbeitsentgelt ist dann dem Monat zuzuordnen, für den es bescheinigt wird. Ein nach Rentenbeginn noch bestehendes Beschäftigungsverhältnis liegt dabei grundsätzlich auch vor, wenn es ohne Erbringung einer Arbeitsleistung fortbesteht. Dies betrifft z. B. Fälle, in denen das Beschäftigungsverhältnis während der Zeiten der Arbeitsunfähigkeit (unter Zahlung von Krankengeld) fortbesteht oder wegen der Zuerkennung einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nicht endet sondern zu einem Zeitpunkt nach Rentenbeginn ruht.

Mit einem Einfluss auf die Rentenhöhe wäre dann aber dennoch nur zu rechnen, wenn die jährliche Hinzuverdienstgrenze (ggf. in Summe mit weiteren zu berücksichtigenden Einkünften) überschritten wird.

Gleiches gilt letztlich auch für die Abgeltung von Urlaubsabgeltungen.

Zur Frage der Höhe des (Rest-)Urlaubsanspruchs kann ich im Rahmen dieses Forums zur gesetzlichen Rentenversicherung und Alterssicherung keine Aussage treffen.