Baldrentner

von
Heinrich

Hallo,
ich werde 01.2010 Rentner. Ich bekomme eine Bruttorente von nur 1581.- € An welche Stelle genau kann ich wenden, um einen Zuschuss zu beantragen?
MfG

von
Jack

Hallo Heinrich,

was verstehen Sie unter 'Zuschuss'?
Sie bekommen mit über 1500,00 Euro Bruttorentner deutlich mehr als der Durchschnittsrentner in den alten Bundesländern.
Falls Sie unter 'Zuschuss' die Grundsicherung meinen, dann sage ich (über den Daumen geschätzt) dürften Sie nur ungefähr die Hälfte Ihrer Rente bekommen, um diese zu beanspruchen.
Mit Ihrer Rente haben Sie weder Anspruch auf Grundsicherung, Wohngeld oder Sonstiges.

von
Träumerei

Bitte aufwachen!

von
Gerda

Vielleicht ist es von Heinrich einen Scherz. Sollte diese Frage ernst gemeint sein, einfach nur eine Frechheit gegenüber dem einfachen Rentner.

von
Wolfgang

Hallo Heinrich,

vielleicht meinen Sie ja auch nur einen Zuschuss zur Krankenversicherung, weil freiwillig oder privat versichert.

Keine Sorge, wird mit dem Rentenantrag geklärt. Da werden Sie informiert, wie es da weitergeht.

Halten Sie allerdings Ihre Rente für 'zu klein', müssen Sie sich mit dem Sozialamt/Grundsicherung in Ihrer Stadt/Landkreis in Verbindung setzen, falls ungewöhnliche Lebensumstände bei Ihnen zur 'Bedürftigkeit' führen sollten.

Link zum besseren Verständnis: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung_im_Alter_und_bei_Erwerbsminderung

Gruß
w.

von
Schiko.

Nachdem Sie eine Bruttorente ( gar nicht so schlecht) von 1581
erhalten wird es wohl mit der Grundsicherung nichts

Als Vergleich die Zahlen für eines sogenannten Eckrentner der
in 45 Jahren immer Durchschnittsverdiener war, für 2009 sind
dies vorläufig 30879 in West und rechnerisch 1 Entgeltpunkt(EP)
Euro 27,20 Rentenwert.

Dies mal 45 gerechnet ergibt 1.224 Euro Bruttorente.

Abzüglich 9,85 % Einheitssatz für Kranken/Rentenversicherung
ergeben sich minus 155,73 Euro ( 1581 - 155,73) von
1.425,27 netto als Maßstab für eine Grundsicherung, dies mei-
nen Sie als Zuschuß.

Als Bedarfsfestellung zur Grundsicherung nenne ich:

359 Regelsatz
323 dto. Ehefrau
500 Miete
080 Heizungskosten
--------
1262 Bedarfsfestellung minus
1.425 Nettorente

verbleibt kein Platz mehr für Grundsicherung.

Darf noch bemerken, je nach Familiengröße können die ein-
zelnen Städte , meist bassierend auf den örtlichen Miet-
spiegel, den Quadratmeterpreis festlegen.

Natürlich haben auch Sie Anrecht, auf anständige Fragen ,
eine anständige Antwort zu erhalten.

MfG.

von
Heinrich

Herzlichen Dank für Ihre interessanten Antworten. Dann bleibt mir nur die Möglichkeit, über 65 Jahre hinaus "versuchen", weiter zu Arbeiten.

MfG

von
D-Kopf

Sie armer.Da kann man ja nur hoffen,das sie noch etwas finden.Das sie nicht noch unter das Existenzminimum rutschen.

Und dafür haben sie wahrscheinlich über 70 Jahre gearbeitet.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Heinrich,

anscheinend ist Ihnen die Rente vom Betrag her zu gering. Es gilt jetzt zunächst zu unterscheiden, ob Sie eine vorgezogene Altersente oder aber die Regelaltersrente erhalten werden.
Sollten Sie eine vorgezogene Altersrente erhalten, dann wäre zu überlegen, ob und wie lange Sie noch weiterarbeiten wollen, um durch zusätzliche Beiträge die Rente zu erhöhen. Sollte in der vorgezognen Altersrente ein Abschlag enthalten sein, dann würde sich dieser zusätzlich für jeden Monat den Sie später in Rente gehen noch um 0,3 Prozent verringern.
Selbst für den Fall, dass Sie die Regelaltersgrenze erreicht hätten und in die Regelaltersrente gehen, könnten Sie, sofern Sie versicherungspflichtig beschäftigt sind und der Arbeitsvertrag nicht ausdrücklich vorsieht, dass Sie aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, sich überlegen, ob Sie zur Zeit die Rente noch nicht beantragen oder den eventuell bereits gestellten Antrag wieder zurücknehmen. Für jeden Monat den Sie später in Rente gehen wird durch zusätzliche Beiträge die Rentenhöhe gesteigert. Darüber hinaus würden Sie für jeden Monat, den Sie später in Rente gehen, einen Zuschlag von 0,5 Prozent erhalten, was einer zusätzlichen monatliche Rentenerhöhung von 6 Prozent für jedes Jahr das Sie länger arbeiten entspricht.

von
o je

Nun, arbeiten Sie weiter - die Erben werden sich freuen! Bedenken Sie aber, dass Ihre Lebenszeit (vor allem die mit akzeptabler Gesundheit!) nicht unbegrenzt ist.