bank/rente

von
alexandros

ich möchte hier bitte eine frage stellen, da einige meine kontonr und bankleitzahl mit der dazugehörigen bank haben, ich spreche nicht von meiner filiale bankautomat und geheimzahl. sondern meine frage ist kann der jenige zur bank gehen einen auszahlungsschein ausfüllen und meine rente abheben? vielleicht ist auch ein banker von ihnen darunter und mir gezielt antwort zu erteilen. vielen dank

von
hkh

Hallo Alexandros,

egal wem Ihre Kontonummer bekannt ist, eine Verfügung ist grundsätzlich nur möglich, wenn eine Kontovollmacht vorliegt. Diese kann jeweils im Einzelfall oder bereits bei Kontoeröffnung erteilt werden.

Zahlt die Bank ohne gültige Vollmacht aus, ist sie zum Ersatz eines evtl. Schadens verpflichtet.

Sollte allerdings eine PIN/TAN, Kennwort oder sonstige Sicherungen vereinbart sein und der Verfügende kennt diese oder verwendet diese am Geldausgabeautomat so haben Sie vermutlich als Kontoinhaber die schlechtere Beweislage, d.h. Sie werden die Verfügung zu vertreten haben und nicht die Bank.

von
alexandros

danke für die antwort. aber trotzdem habe ich noch ein bißchen angst. sie meinen bestimmt meine unterschrift oder? aber wer schaut da hin wenn der auszahlungsschein beispielsweise unterschrieben ist egal welche unterschrift ich meine mit meinem namen , kann natürlich nicht gleich sein die unterschrift.oder zeigt das an im computer bei der bank. ich bitte doch noch um antwort. bin schwerkrank u. behindert danke. ich danke ihnen vom herzen. mfg. kann auch schlecht anrufen bin taub.

von
Antonius

Die Bank ist nur zu einer oberflächlichen Überprüfung verpflichtet. Sobald der Auszahlungsschein allem Anschein nach in ordnung ist, DARF die Bank das Geld an den Vorleger auszahlen. Das gilt auch für Schecks und sogar für Einzugsermächtigungen. Jeder der Ihre Kontodaten kennt, kann seine Bank dazu veranlassen, per Lastschrift bestimmte Beträge von Ihrem Konto abbuchen zu lassen. Er braucht noch nicht einmal die von Ihnen unterschriebene Einzugsermächtigung vorzulegen sondern nur darauf hinzuweisen, dass ihm eine entsprechende Ermächtigung vorliegt. Dafür haben Sie das Recht, JEDE Lastschriftabbuchung binnen 6 Wochen ohne Angabe von Gründen und völlig kostenlos zu stornieren. Wenn Sie immer schön Ihre Kontoauszüge vergleichen, brauchen Sie also gar nichts befürchten. Betrüger hat es immer gegeben und wird es auch immer geben.

von
alexandros

ja was soll man glauben? aber ich kann mir nicht vorstellen das das so einfach ist, wie sie schreiben.

von
Antonius

.........dann lassen Sie es !

von
Schiko.

Aber lieber antonius, dies kann ich so nicht stehen lassen.
Die bank überprüft nicht oberflächlich, sondern ganz ge-
nau. Ja wir sind doch nicht in hinterindien.
Selbst wenn der nicht abhebungsberechtigte sogar die
kontonummer weiß wird es schwer haben unberechtigt
geld zu bekommen.
Selbst bei vorlage eines sparbuches, obwohl hier 2.000
dem vorleger des buches- ohne prüfung auszuzahlen wären-
wird in der regel der personalausweis verlangt.Es ist zwar richtig, das sparbuch ist ein hinkendes inhaberpapier, was besagt, innerhalb der zulässigen auszahlungsgrenze kann ohne überprüfung ausbezahlt werden, wird
die vorlage eines ausweises verlangt werden, andere deutungen
gehören zur märchenstunde.
Auch die darstellung von abbuchungen durch lastschriften ist mangel-
haft dargestellt.
Natürlich ist richtig, jeder kann abbuchungen bei kenntnis der konto-
nummer des zahlungspflichtigen vornehmen. Dies deswegen, weil ja
die bank nicht weiss, ober der auf der lastschrift abgedruckte vermerk,
„Einzugsermächtigung des Zahlungspflichtigen liegt vor“ tatsächlich
stimmt.
Um hier betrügereien zu begegnen, besteht die möglichkeit, vorge-
legte lastschriften, ohne angaben von gründen zu widersprechen
Dies hilft aber nichts, wenn die tagesauszüge nicht regelmässig ab-
geholt werden. Soviel ich weiss, werden die auszüge aber jetzt schon
von amts wegen bei nichtabholung postalisch zugesandt.
Man kann einfach nicht einerseits erklären“ Die bank überprüft ober-
flächlich und im gleichen atemzug bei lastschriften erklären“Sie haben
nichts zu befürchten .
War 46 jahre bei der bank , nicht immer in der registratur beschäftigt,
halte solche ausführungen nicht hilfreich.Rufen sie doch einmal
bei einer sparkasse an um für eine zahlung die kontonummer des
geldempfängers zu erfahren, die auskunft lautet, dies dürfen wir ihnen
nicht sagen.
Dies mache ich aus gaudi laufend, um falschaussagen am stammtisch
widersprechen zu können. Dies können sie mir glauben oder auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen.

von
alexandros

ihre antwort ist präzise herr schiko. aber immer noch nicht so durchsichtig für mich. wenn einer meine kontonr. weiß und bank und geht zur bank läßst sich einen auszahlungsschein geben und schreibt zb. 500 euro drauf mit meiner unterschrift die er aber nicht kennt nur meinen namen, wie geht so etwas ist da kein schutz.

von
Antonius

Die Banken prüfen z.B. äußerst selten, ob die Unterschrift auf dem Auszahlungs-/Überweisungsauftrag oder Scheck tatsächlich mit der des Kontoinhabers idendisch ist. Und muss bei einem Einziehungsauftrag tatsächlich die originale Einzugsermächtigung des Zahlungspflichtigen vorgelegt werden ? In Bayern vielleicht, in NRW jedenfalls nie ! Wer die Kontendaten kennt und die Unterschrift fälscht, kann auch über das Konto verfügen. Dass man sich dabei strafbar macht und leicht zu entlarven ist, ist eine andere Sache. Wozu gibt es wohl sonst die großzügige Regelung, dass Lastschriften binnen sechs Wochen kostenlos und ohne Angabe von Gründen widersprochen werden kann ?

MfG

von
Schiko.

Lassen sie sich doch kein "X" vor dem "U´" vormachen.
In der regel kennt sie doch der angestellte.
Oft folgt der unterschriften vergleich ohne das der kunde
dies merkt.
Bei personalwechsel kennt sie ein anderer kollege der
durch kopfnicken die identität bestägt.
Eine weitere sicherheit ist die vereinbarung eines"Kenn-
wortes"
Im übrigen haftet die bank, wenn die unterschrift gefälscht
wurde und nicht der kunde.Wäre ja noch schöner.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Zu diesem Thema kann ich als Nichtbankexperte nichts beitragen, ich hole mein Bargeld am Automaten und tätige meine Überweisungen via Internet. Allerdings stelle ich folgendes fest: ich kenne niemanden aus meinem Umfeld, der bezüglich seines Kontos je Betrügereien zum Opfer gefallen ist, was für mich den Schluss zuläßt, dass die Sicherungsmaßnahmen der Banken durchaus greifen müssen.

von
Schiko.

Nun herr antonius, bei ihnen scheint mir in sachen
kontoverfügung eine "Wurzelbehandlung" notwendig.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen abbuch-
ungsauftrag und lastschriftverfahren.

Beim abbuchungsverfahren- in der regel von geschäfts-
kunden genützt- liegt der abbuchungsauftrag der bank
vor. Hier ändern sich ja laufend die beträge, die bank
kann also jederzeit abbuchungen einer lieferfirma
zulassen , wenn ein schriftlicher auftrag vorliegt.

Das lastschriftverfahren eignet sich für pflichtgebühren
wie steuer, versicherungsbeiträge, besonders aber zur
bezahlung von vereinsbeiträgen.
Natürlich werden bei nichteinlösung gebühren berechnet,
nur die hat der zahlungsempfänger zu tragen und nicht
der zahlungspflichtige.
Die sogenannte einzugsermächtigung liegt nicht bei der
bank, vielmehr beim zahlungsempfänger.
Automatisch sind also dem kassier eines vereins hunderte
von kontonummern bekannt.
Die bank hat auch nicht zu prüfen ob der zahlungsempfänger
zur lastschrift berechtigt ist.
Es kann also tatsächlich jemand unberechtigt die lastschrift
verwenden, es muß aber der maschinelle vermerk auf der
lastschrift"Einzugsermächtigung des Zahlungspflichtigen
liegt dem Zahlungsempfänger vor" ersichtlich sein.
Komme zur praxis, sie nennen mir ihre bankverbindung
und ich buche 100 €. ab.
Um solche handlungen auszuschließen gibt es die sechs
wochenfrist für den widerspruch. Wird dies versäumt bleibt
nur noch der klageweg .
Nenne zur verdeutlichung ein praxisbeispiel.
Der kassier der bank- der kunde ein kaminkehrer - war
geld knapp, er reichte für 1000 DM. lastschriften ein.
Drei tage später hob er 800 DM. ab, obwohl der gutschrifts-
betrag erst auf sechs wochen später datiert war, dies
wurde übersehen.
Innerhalb der sechs wochenfrist wurden alle lastschriften
wegen widerspruch rückbelastet, der kaminkehrer war in-
zwischen pleite. Der betrag von zweihundert wurden gerettet ,
der abschreibungsbedarf mit den gebühren in der bilanz viel
um 882 DM. höher aus.
Fällt mir gerade noch ein, der kunde bzw. der schwindler nennt
die kontonummer und den betrag. Der kassier tippt dies maschinell
ein, lässt unterschreiben und zahlt aus .
Verfügungen mit schecks im privaten bereich sind eher selten.
Mit euroscheck und scheckkarte sind kartennummer und unterschriften
vergleich brauchbare identifikations mittel.

MfG.

von
Schiko.

Bin ja amtsbekannt kein
schmuser.
Diesmal, herzlichen dank
für den eintrag.

MfG.