bAV-Kapitalabfindung - Steuern und Sozialvers.

von
Edmidt

Mein Arbeitgeber hat von 2002 bis 2008 Teile meines Bruttolohnes im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung (bVA) in eine Pensionskasse eingezahlt.
Ab Juli 2015 werde ich "Altersruhegeld für langjährig Versicherte" beziehen und möchte mir dann das bVA-Kapital (ca. 20.000,- €) in einem Betrag auszahlen lassen.
1. Ist es sinnvoll und möglich die Auszahlung in 2016 zu verschieben, weil mein Steuersatz dann bei ausschließlichem Rentenbezug niedriger ist?
2. Wieviel Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fallen voraussichtlich an?

von
Leidensgenosse

Steuern--- kann heute niemand genau sagen, wird von Ihrem gesamten Einkommen in diesem Jahr abhängen

GKV --- normaler üblicher VOLLER Satz, Gesamtbetrag verteilt auf 10 Jahre, monatliche Zahlung

Kurz: So werden diejenigen, die selbst zusätzliche Altersvorsorge betreiben, von diesem Staat besch----!

von
Edmidt

Ich würde den Sozialversicherungsbeitrag lieber in einem Betrag von der Kapitalabfindung bezahlen und nicht monatlich über zehn Jahre verteilt. Ist das möglich?

von
Leidensgenosse

Soweit ich weiß, nein, denn es gibt ja VORSCHRIFTEN und Gesetze, an die man sich halten muß ( mögen die noch so besch--- sein).

Aber das können Sie am besten mit Ihrer Krankenkasse direkt abklären, vielleicht sind die damit einverstanden.

Aber ---- wollen Sie denn wirklich diesen unersättlichen Geiern über € 3000 auf einen Schlag in den Rachen werfen ???
Von dem Geld, das Sie sich über die Jahre hinweg für Ihre Altersvorsorge abgespart haben?
Aufgrund eines Gesetzes, das eigentlich einen staatlich legitimierten Rechtsbruch darstellt ?
Ich würde mir das gut überlegen.

von
Edmidt

Naja, hätte ich's nicht angespart, wären mir ja auch ca. 30 % Steuern und 20% Sozialversicherungsbeitrag abgezogen worden. Von den 20.000,- € hätte ich ja auch nur 10.000,- € ausgezahlt bekommen.
Jedenfalls möchte ich die Angelegenheit mit Auszahlung gerne vollständig erledigt haben.
-
Von den staatlich geförderten "Produkten" halte ich inzwischen auch nicht mehr viel. Gefördert werden in erster Linie wohl Versicherungen und Banken.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Edmidt,

ob eine Verschiebung der Auszahlung möglich ist, sollten Sie direkt mit Ihrer zuständigen Pensionskasse abklären. Hinsichtlich der Höhe der zu zahlenden Steuern und Krankenversicherungsbeiträge kann ich Sie leider auch nur an Ihr Finanzamt/Ihren Steuerberater bzw. Ihre zuständige Krankenkasse verweisen.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Edmidt

Naja, hätte ich's nicht angespart, wären mir ja auch ca. 30 % Steuern und 20% Sozialversicherungsbeitrag abgezogen worden. Von den 20.000,- € hätte ich ja auch nur 10.000,- € ausgezahlt bekommen.
Jedenfalls möchte ich die Angelegenheit mit Auszahlung gerne vollständig erledigt haben.
-
Von den staatlich geförderten "Produkten" halte ich inzwischen auch nicht mehr viel. Gefördert werden in erster Linie wohl Versicherungen und Banken.

Muß doch nachhaken, bezüglich Kranken/Pfl.
Versicherung gibte es ja klare Anweisungen.
Zu den AN. Satz von 10,15% kommt noch
der Anteil, den sonst üblich die Rentenkasse
oder der Arbeitgeber bezahlt hinzu, derzeit 7,3%, bei der Pflegeversicherung wenn kinderlos 0,25 %.
Gehe mal von 10,15 + 7,3, also 17,45% aus.
Eben monatlich auf Basis einer monatlichen
Zahlung der Zusatzrente, Auszahlung in einer
Summe aufgeteilt fiktiv auf 10 Jahre verteilt.

Bei 100.000 Auszahlung sind es dann 10.000
und die monatliche Verrechnung von 833,33
ein Mehrbetrag- 17,45% ) ein Mehrbetrag von
145,42 monatlicher Beitrag. Insgesamt bis
höchstens 3.825 Bemessungsgrenze.
Bei der Steuer dagegen, gilt nicht die 50% Be-
st euerung sinngemäß ab 2005, vielmehr die
Ertragsanteilbesteuerung sogar verbessert gegenüber bis 2004.
Maßgebend das Lebensalter bei Auszahlung,
mit 65 Jahren 18%, mit 64 Jahren 19%, mit
66 17%, usw.
Hoffentlich habe ich auch nicht Sie verwirrt?