bAV - Vetrag und Wechsel in die Freiberuflichkeit

von
S. Nickel

Hallo zusammen,

kennen Sie das: Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe - um seine Kunden kümmert man sich bombig, die eigenen Angelegenheiten liegen in Ordnern.

Folgende Situation: Ich hatte zu meiner angestellten Zeit eine Direktversicherung mit einem Monatsbeitrag von 216,-- EUR. Im Janaur dieses Jahres bin ich in die Selbständigkeit gewechselt, den Vertrag habe ich weiterlaufen lassen und zahle die 216,-- EUR selbst weiter. Nun meine Frage: Macht das überhaupt Sinn? Wo mache ich das in der Steuererklärung geltend? Sollte ich den Vetrag (läuft seit 01/2009) stilllegen und in Rürup oä wechseln?!?

Vielen Dank für die Infos
Sven Nickel

von
Bär

Eine Direktversicherung ist nur solange steuerlich begünstig, solange Sie per Bruttoentgeltumwandlung steuer- und ggfls. sozialabgabefrei sind.

Sofern Sie die Direktversicherung selbst weiterführen (Police auf Ihren Namen abändern lassen), dann können Sie die Beiträge nicht als Altersvorsorgebeitrag nach § 10 ESTG geltend machen (geht nur für ges. RV, LAK, berufsständische Versorgung und Rürup). Auch als Altersvorsorgeaufwendung nach § 10 a ESTG wäre der Beitrage vermutlich nicht zu berücksichtigen, darin werden nur Risterverträge berücksichtig.

Soll heißen, die Direktversicherung kann als selbständiger nicht mehr bei der Steuer begünstigt werden.

Eine Umwandlung in einen Rürupvertrag wird Sie vermutlich wieder Geld kosten (Bearbeitung bzw. Abschlußkosten). Bitte beim Anbieter informieren.

Sehr gut zu überlegen wäre auch, ob die Rüruprente das richtige Produkt für Sie ist. Bitte beachten Sie hierzu die Checkliste von ihre-Vorsorge. --> Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.

Experten-Antwort

Ich rate Ihnen zu einer Beratung bei einer Verbraucherzentrale.

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