Bearbeitung eines Rentenantrages

von
Hanne65

Hallo,
zum 01.01.2015 gehe ich mit 65 Jahren in Rente.
Ich habe Mitte August (vor drei Monaten) den Antrag gestellt und bis heute noch keinen Bescheid. Ich habe einen lückenlosen Versicherungsverlauf!
Wie lange dauert sowas überhaupt??
Den muß ich ja noch meinem Arbeitgeber vorlegen.

von
W*lfgang

Hallo Hanne65,

Sie haben den Antrag etwas zu früh gestellt. Bei Beschäftigten kann die DRV vor Ablauf des 3.letzten Monats (hier Sept.) gar nichts machen, wenn die Hochrechnung für die letzten 3 Monate gewählt worden ist.

Haben Sie gar die Hochrechnung bei Rentenantrag 'abgewählt' (um noch etwaige Sonderzahlungen zur Steigerung der Rente mitzunehmen), muss erst die Arbeitgebermeldung bis nach Dezember abgewartet werden - bei ganz widrigen Umständen stehen Sie dann vielleicht bis zu 3 Monaten ohne Rente da/wird natürlich alles nachgezahlt. Alternativ kann dann die Übersendung der Dez.-Gehaltsabrechnung an die DRV der schnellere Weg sein.

Generell gehe ich davon aus, dass Sie die Hochrechnung gewählt haben und der Sept. ja auch schon ein Weilchen her ist - da hakt es dann irgendwo!

Rufen Sie die DRV einfach an und fragen nach, woran es liegt - ggf. setzen Sie sich mit der Antrag aufnehmenden Stelle in Verbindung, die das für Sie erledigt.

Gruß
w.

von
Matze72

Alternative zu dem grunsätzlich richtigen Beitrag von W*lfgang:

Erst seit Montag, dem 10.11.2014, ist es überhaupt möglich die Renten mit erstmaligen Rentenbeginn im Jahr 2015 zu berechnen.
Das liegt daran, weil die Berechnungsdaten (PV-Beitrag, Bezugsgröße 2015, vorläufiges Durchschnittsentgelt 2015, endgültiges Durchschnittsentgelt 2013, etc) erst jetzt technisch implementiert wurden.
Diese Aussage trifft zumindest auf die Regionalträger und die KBS zu.
Ob bzw. wie weit die DRV Bund ist, kann ich leider nicht sagen.

Warten Sie mal bis Mitte nächster Woche ab. Ggf. wird der Bescheid gerade verarbeitet.

von
Ähm...

Zitiert von: W*lfgang

ggf. setzen Sie sich mit der Antrag aufnehmenden Stelle in Verbindung, die das für Sie erledigt.

Hallo W*lfgang,

das ist irgendwie keine so gute Idee. Zumindest für die Auskunfts- und Beratungsstellen nicht, denn um ehrlich zu sein, haben wir dafür so überhaupt keine Zeit (vor allem, wenn der zuständige Träger und die dazugehörige Telefonnummer rausgesucht werden muss) und abgesehen davon ist es gegenüber den Kunden, die wir gerade im Gespräch vor uns zu sitzen haben, sehr unfair, wenn ständig das Telefon klingelt...

von
Paule

Zitiert von: Ähm...

Hallo W*lfgang,

das ist irgendwie keine so gute Idee. Zumindest für die Auskunfts- und Beratungsstellen nicht, denn um ehrlich zu sein, haben wir dafür so überhaupt keine Zeit (vor allem, wenn der zuständige Träger und die dazugehörige Telefonnummer rausgesucht werden muss) und abgesehen davon ist es gegenüber den Kunden, die wir gerade im Gespräch vor uns zu sitzen haben, sehr unfair, wenn ständig das Telefon klingelt...

Ähm, gut zu wissen, dass man dem sogenannten Berater nach der Aufnahme des Antrages nur noch lästig ist.
Das bestärkt mich darin, den Antrag selbst online zu stellen. Außerdem sind die Daten sehr vertraulich. Kann man dem Typen, der da sitzt wirklich vertrauen? Ähm, ich bin mir da nicht sooo sicher.

von
Hanne65

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Hanne65,

Sie haben den Antrag etwas zu früh gestellt. Bei Beschäftigten kann die DRV vor Ablauf des 3.letzten Monats (hier Sept.) gar nichts machen, wenn die Hochrechnung für die letzten 3 Monate gewählt worden ist.

Haben Sie gar die Hochrechnung bei Rentenantrag 'abgewählt' (um noch etwaige Sonderzahlungen zur Steigerung der Rente mitzunehmen), muss erst die Arbeitgebermeldung bis nach Dezember abgewartet werden - bei ganz widrigen Umständen stehen Sie dann vielleicht bis zu 3 Monaten ohne Rente da/wird natürlich alles nachgezahlt. Alternativ kann dann die Übersendung der Dez.-Gehaltsabrechnung an die DRV der schnellere Weg sein.

Generell gehe ich davon aus, dass Sie die Hochrechnung gewählt haben und der Sept. ja auch schon ein Weilchen her ist - da hakt es dann irgendwo!

Rufen Sie die DRV einfach an und fragen nach, woran es liegt - ggf. setzen Sie sich mit der Antrag aufnehmenden Stelle in Verbindung, die das für Sie erledigt.

Gruß
w.

Hallo W.
und danke für die Auskunft. Ein Versicherungsberater der Deutschen Rentenversicherung Bund hat den Antrag für mich ausgefüllt.
Insofern gehe ich mal davon aus, daß alles richtig gemacht wurde.
Na dann werde ich mal abwarten was passiert.

Gruß H.

von
Hanne65

Zitiert von: Matze72

Alternative zu dem grunsätzlich richtigen Beitrag von W*lfgang:

Erst seit Montag, dem 10.11.2014, ist es überhaupt möglich die Renten mit erstmaligen Rentenbeginn im Jahr 2015 zu berechnen.
Das liegt daran, weil die Berechnungsdaten (PV-Beitrag, Bezugsgröße 2015, vorläufiges Durchschnittsentgelt 2015, endgültiges Durchschnittsentgelt 2013, etc) erst jetzt technisch implementiert wurden.
Diese Aussage trifft zumindest auf die Regionalträger und die KBS zu.
Ob bzw. wie weit die DRV Bund ist, kann ich leider nicht sagen.

Warten Sie mal bis Mitte nächster Woche ab. Ggf. wird der Bescheid gerade verarbeitet.

danke für die Antwort

Experten-Antwort

Hallo Hanne65,

es würde vielleicht helfen mal bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger anzurufen und nachzufragen, da Ihnen das hier im Forum niemand beantworten kann.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 13.11.2014, 09:39 Uhr]

von
B´son

Zitiert von: Ähm...

Zitiert von: W*lfgang

ggf. setzen Sie sich mit der Antrag aufnehmenden Stelle in Verbindung, die das für Sie erledigt.

Hallo W*lfgang,

das ist irgendwie keine so gute Idee. Zumindest für die Auskunfts- und Beratungsstellen nicht, denn um ehrlich zu sein, haben wir dafür so überhaupt keine Zeit (vor allem, wenn der zuständige Träger und die dazugehörige Telefonnummer rausgesucht werden muss) und abgesehen davon ist es gegenüber den Kunden, die wir gerade im Gespräch vor uns zu sitzen haben, sehr unfair, wenn ständig das Telefon klingelt...

Ist das Ihr Ernst ?
Also meine Definition von "Auskunft und Beratung" schließt auch die Sachstandsanfrage (ja, und auch das uuuuuunheimlich langwierige Raussuchen von Träger und Telefonnummer...) des Versicherten mit ein.

Und ja, ich nehme mir die Zeit dazu, deswegen wird kein Termin im Warteraum verhungern müßen ;-)

von
Nachfrager

Also ich kann die Antwort von Ähm.... eigentlich nur unterstützen.
Eine Sachstandsanfrage bei der A+B-Stelle halte ich auch für unsinnig. Da wird der Antrag schließlich nicht bearbeitet und das sollte der Antragsteller eigentlich wissen.

Allerdings gehe ich dann auch davon aus, dass der Berater bereits bei der Antragsaufnahme dem Antragsteller erzählt, welche Stelle seinen Antrag bearbeitet und dann auch die entsprechenden Kontaktdaten zur Verfügung stellt.

von
B´son

Zitiert von: Nachfrager

Also ich kann die Antwort von Ähm.... eigentlich nur unterstützen.
Eine Sachstandsanfrage bei der A+B-Stelle halte ich auch für unsinnig. Da wird der Antrag schließlich nicht bearbeitet und das sollte der Antragsteller eigentlich wissen.

Allerdings gehe ich dann auch davon aus, dass der Berater bereits bei der Antragsaufnahme dem Antragsteller erzählt, welche Stelle seinen Antrag bearbeitet und dann auch die entsprechenden Kontaktdaten zur Verfügung stellt.

Ich könnte Ihnen mehrere Beispiele nennen, wo ein Anruf des Vericherten das Verfahren nicht annähernd so beschleunigt hätte wie ein Anruf eines Beraters ;-)

Bedenken Sie bitte auch, dass es Menschen gibt, denen man eben auch bei solch (in Ihren Augen vielleicht) simplen ANgelegneheiten wie einem Anruf (bei einem Amt !) unter die Arme greifen muß (oder sollte).

von
Batrix

Erste Anlaufstelle für Sachstandsnachfragen sollte die bearbeitende Stelle sein.

Ich persönlich teile meinen Kunden mit, wer die Anträge weiter bearbeitet.

Wenn es Probleme gibt, gebe ich gern meine dienstliche E-Mail-Adresse raus, damit ich dann ZWISCHEN den Beratungen oder NACH den Öffnungszeiten zurückrufen oder antworten kann und rufe selbstverständlich auch selbst in der Sachbearbeitung an, wenn eine dortige Anfrage des Versicherten nicht fruchten sollte.

Während der Beratungen sind Telefonanrufe einfach sehr störend und zudem dem Kunden, der mir gegenüber sitzt auch einfach unhöflich. Vor allem, weil es meist auch nicht bei einem Anruf während dieser Beratung bleibt. Versetzen Sie (Paule) sich doch bitte mal in die Situation. Wie fänden Sie es denn, wenn während Ihres Beratungsgespräches mehrfach das Telefon klingelt?

Angesehen davon, ist es meist besser, wenn der Versicherte sein Problem selbst erläutern kann und direkt die richtige Antwort bekommt, anstatt das zwischen mir, dem Versicherten und der Sachbearbeitung stille Post gespielt wird und hin und her telefoniert wird...

So, und jetzt steinigt mich, wenn ihr wollt, aber ich bin in erster Linie für meine Kunden da, die vor mir sitzen!

von
Versichertenberater

Ich als Versichertenberater der DRV Bund gebe den Leuten aus den A+B-Stellen recht, es ist lästig während der Beratungsgespräche gestört zu werden. Die können zum Stand der Bearbeitung eh keine Auskunft geben.
Da meines Wissens nur die DRV Bund eine Eingangsbestätigung verschickt, wäre es evtl. einmal zu überlegen, ob dies von den Regionalträgern nicht ach gemacht werden kann. Dann steht darauf die entsprechende Tel.-Nummer und man kann sich dann mit der Sachbearbeitung direkt in Verbindung setzen.

von
B´son

Zitiert von: Batrix

Wenn es Probleme gibt, gebe ich gern meine dienstliche E-Mail-Adresse raus, damit ich dann ZWISCHEN den Beratungen oder NACH den Öffnungszeiten zurückrufen oder antworten kann und rufe selbstverständlich auch selbst in der Sachbearbeitung an, wenn eine dortige Anfrage des Versicherten nicht fruchten sollte.

Genau so hab ich das gemeint...
Natürlich klärt man sowas nicht während einer persönlichen Beratung ;-)

(Bei uns "am Land" kommen die Menschen oft lieber direkt zu uns und fragen vor Ort nach, insofern stellt sich das Problem mit den Anrufen während der Beratung in vielen Fällen garnicht. Außerdem lassen sich manche Sachstandsfragen auch leicht nach einem Blick ins Versicherungskonto -ohne jeglichen Anruf bei der Sachbearbeitung- beantworten.)

Aber im Grunde gebe ich Ihnen natürlich recht, erster Ansprechpartner sollte die Sachbearbeitung sein, ich fand nur die Aussage "um ehrlich zu sein, haben wir dafür so überhaupt keine Zeit" von "Ähm..." etwas suboptimal ;-)

von
Paule

Batrix:
"Während der Beratungen sind Telefonanrufe einfach sehr störend und zudem dem Kunden, der mir gegenüber sitzt auch einfach unhöflich. Vor allem, weil es meist auch nicht bei einem Anruf während dieser Beratung bleibt. Versetzen Sie (Paule) sich doch bitte mal in die Situation. Wie fänden Sie es denn, wenn während Ihres Beratungsgespräches mehrfach das Telefon klingelt?"

Sehr richtig erkannt. Zu diesem Zweck gibt es den automatischen Telefon-Beantworter.
"Ich bin zur Zeit in einem Beratungsgespräch. Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer. Ich rufe Sie umgehend zurück."

von
Hanne65

Danke an alle für die Beantwortung meiner Frage. Echt super, daß sich so viele gemeldet haben. Hätte ich nicht gedacht.
Ich habe heute die Deutsche Rentenversicherung Bund angerufen. Hatte ja die TelNr. auf der Eingangsbestätigung vom Antrag.
Eine sehr nette Dame hat meine Unterlagen zur Einsicht geholt und mir gesagt, dass noch eine Meldung vom Arbeitgeber fehlt. Wenn die da ist, geht der Bescheid sofort an mich raus.
Ich arbeite in der Bundeswehrverwaltung - da mahlen die Mühlen äusserst langsam. Aber die habe ich anschliessend so richtig beschleunigt.
Fazit: kein Verschulden der Rentenversicherung sondern Tiefschlaf bei uns in der Verwaltung und den Gebührnisämtern.

von
W*lfgang

Welch (kleine) Lawine ;-)

Natürlich lasse ich im Kundengespräch auch/oft alle Anrufe durchbimmeln (es sein denn Chefes Name erscheint im Display ;-) und rufe dann zurück, sofern die Nr. übertragen worden ist. Wie viele hier mM richtig sagen "der Kunde vor einem hat das Recht auf volle Aufmerksamkeit"!

Aber, wenn sich ein Berater 'aus seiner Verantwortung stiehlt/mit der Antragsaufnahme ist alles erledigt' habe ich dafür kein Verständnis - das mag vielleicht in Einzelfällen gerechtfertigt sein, weil die eigene Beratungshütte einfach brennt ...erlebe ich auch, wo die Leutchen bei mir/ Versicherungsamt aufschlagen und einfach 500 m weiter nicht mehr 'abgefertigt' werden wollen. Es brennt eben 500 m weiter, ohne das die Hauptverwaltung das löschen kann/dazu bereit ist? Das muss ich aber ganz gewiss nicht den Kunden erzählen – da zählt nur deren Anliegen/Frage. Wie sie es dann für den nächsten Kontakt sehen/werten ...und was wird im Wechsel aller Beratungsstellen/auch Versichertenberater/SoV so sein – Wanderbewegungen in die fruchtbaren Ebenen ;-)

Und als 'offizielle Stelle' hat man einfach mehr Nachfragemöglichkeiten, kennt den Fall, weiß wo Besonderheiten liegen, hat so viele Datenspeziefische Dinge parat, dass man mit der Sachbearbeitung auf ganz anderer Eben kommunizieren kann und die sicher nicht auf dem Datenschutz 'rumhackt' – und, da muss ich eine große Lanze für die Hauptverwaltungen/Sachbearbeitung brechen, die lassen meist alles stehen und liegen und prüfen das sofort. Und wenn ich das Ergebnis an die Kunden weitergebe – manchmal mit dem Hinweis „ich kläre das, aber ich melde mich erst in bis zu einer Woche wieder“ hat man sich selbst auch etwas Luft verschafft – ist die Sache/Nachfrage einfach im Kundeninteresse geklärt. Egal, ob die noch mal (gern) persönlich vorbeikommen, telefonisch oder per Mail (Mail ist allerdings in meiner Behörde 'kritisch', da Personenbezogene Daten unverschlüsselt nicht rausgehen dürfen ...und der eigene verschlüsselte Mail-Server ist etwas 'krude' in der Bedienung – man weiß sich trotzdem auch da zu behelfen ;-)

Zusammengefasst, wir sitzen alle im selben Boot und sind gar nicht so schlecht, eigentlich ganz gut – besonders in diesen beschissenen/rentenpaketigen letzten 12 Monaten, die wir bis Mitte 15 sicher abgehakt haben *weihrauch

Danke auch an Matze72 für die Info/Rentenbeginn 2015, da ich genau zu dieser Konstellation schon die ersten Nachfrager hatte.

Gruß
w.

von
???

Zitiert von: Hanne65

Wie lange dauert sowas überhaupt? Den muss ich ja noch meinem Arbeitgeber vorlegen.

Normalerweise hätten Sie längst Ihren Rentenbescheid. Da aber für 2015 die neuen Berechnungswerte erst "eingebaut" werden mussten, kann der Bescheid erst jetzt erteilt werden. Da Ihre erste Rentenzahlung erst am 31.01.2015 zu leisten ist, haben Sie nun, wenn der Rentenbescheid demnächst bei Ihnen eingeht, noch rechtzeitig alles parat. Es besteht auch gar kein Grund, schon jetzt nachzufragen, da alles noch völlig im angemessenen Zeitrahmen liegt.