Bearbeitung Rentenantrag

von
verzweiflunghochdrei

Bin Geb.Jahr 56, habe 38 Vers.Jahre als Berufstätige und mittlerweile 10 Jahre als Vollzeitpflegende. EM-Rentenantrag aus 2017 wurde in 2019 endgültig abgelehnt. Rentenantrag für langjährig Versicherte erfolgte im August 2019. Sind zwingend auf die Rente angewiesen, da Einkommen unter Existenzminimum, erhalten keine Sozialleistungen. Finanziell halten wir nicht weiter durch. Wie lange dauert es bis zum Rentenbescheid?

von
W°lfgang

Zitiert von: verzweiflunghochdrei
Bin Geb.Jahr 56 (...) Wie lange dauert es bis zum Rentenbescheid?

Hallo verzweiflunghochdrei,

bei geklärtem Rentenkonto: 1-3 Monate nach Antragseingang – sofern keine speziellen Sachverhalte noch zu ermitteln sind (ich wüsste da so einige ;-))

Aber, wenn das 63. Lbj. noch gar nicht erreicht ist (wann genau geboren?), ist es zu früh unruhig zu werden, zumal die Rentenzahlung erst zum Monatsende nach Erreichen des 63. Lbj. beginnt.

Andernfalls starten Sie eine Petition/wo auch immer, dass vakante Stellen im ÖD umgehend wieder besetzt + adäquat bezahlt werden (statt dem Rotstift zum Opfer zu fallen), damit nicht gerade Ihr Rentenantrag unbearbeitet auf Halde liegt ...tja schade, wenn die versicherungspflichtig Beschäftigen + Beamten gerade dann 'wichtig' werden, wenn es um das eigene finanzielle Wohl geht ;-)

Zudem: Rufen Sie doch einfach mal bei Ihrer DRV an und fragen nach dem Sachstand ...sofern das Telefon besetzt ist ;-)

Gruß
w.

von
Sozialleistungen

Sie sollten in der "Wartezeit" mit Ihren Antragsunterlagen zum Amt für Grundsicherung gehen, um sich dort über Ihre Ansprüche auf Grundsicherung bis zur Rentenbewilligung oder auch darüber hinaus beraten zu lassen.

von
Credo

Zitiert von: Sozialleistungen
Sie sollten in der "Wartezeit" mit Ihren Antragsunterlagen zum Amt für Grundsicherung gehen, um sich dort über Ihre Ansprüche auf Grundsicherung bis zur Rentenbewilligung oder auch darüber hinaus beraten zu lassen.
Genau, unterhalb des Existenzminimums muss in D niemand leben. Sollten unbewegliche Güter, wie Haus-oder Grundbesitz das Hemmnis sein, können Leistungen auch als Darlehen gewährt werden.

von
verzweiflunghochdrei

2.8.56 - In der Zeit von Nov. 2017 bis Juni 2019 müssten eigentlich alle Daten geprüft sein. Die Rentenberaterin signalisierte mir, das es im Sept. bearbeitet sein müsste. Grundsicherung für Rentner habe ich bereits einmal versucht. Wurden behandelt wie Sozialschmarotzer. (Männe mittlerweile rd. 550 Euro Rente + Pflegegeld). KK-Beitrag rd. 195 Euro). Hätte Anspruch auf Hartz IV. Dort wiederum "verlangte" man von mir, mind. 6 Std. tgl. arbeiten zu gehen. Ehemann hatte damals Pflegestufe II, halbseitig gelähmt, schwere Hirnschädigung. Nicht in der Lage, sich selbst aus dem Bett zu erheben. Hätte ihn dann mind. 6 Std. in der "eigenen Schei..." liegen lassen müssen. Hinzu kommt die ständige Gefahr epileptischer Anfälle. Mit guter Anwältin vorm SG dann Pflegestufe III (jetzt PG 5) erstritten.

von
Sauerbier

nicht gerade Ihr Rentenantrag unbearbeitet auf Halde liegt ...tja schade, wenn die versicherungspflichtig Beschäftigen + Beamten gerade dann 'wichtig' werden, wenn es um das eigene finanzielle Wohl geht ;-)

Gruß
w.[/quote]

Es würde aber auch schon reichen wenn die versicherungspflichtig Beschäftigen + Beamten im öffentlichen Dienst genauso ihre Arbeit wie alle anderen Arbeitnehmer in der freien Wirtschafft erbringen.

Gruß S.

von
nicht-Beamter

Wenn wir "nur" so arbeiten würden wie die in der Wirtschaft, dann würde es "hier drinnen" noch schlechter laufen.

Mein Überstundenkonto platzt aus allen Nähten. Was bekomm ich dafür?
Natürlich einen Anschiss vom Chef, wegen Arbeitschschutz usw.

Ich kenne viele Kollegen die ausstempeln und dann weiter arbeiten, um noch einigermaßen über die Ruden zu kommen.

Und die machen das bestimmt nicht, weils ihnen so viel Spaß macht. Sondern weil hinter jeder Akte (auch wenn sie demnächst digital ist) ein Mensch steckt.

Sehr schön finde ich es dann, wenn man sich von genau diesen Menschen auch noch dumm anreden lassen muss. Genial.

Aber wenn Sie meinen, dann geh ich heute um Punkt 14.45 nach Hause (sitze seit 6 Uhr hier) und die anderen Tage auch. Dann wundern Sie sich aber nicht, wenn wir telefonisch Nachmittags so schlecht erreichbar sind und der Stapel an Akten links von mir, sich noch etwas mehr türmt.

Schöne Grüße aus der Mühle!

von
Null Ahnung freie Wirtschaft

Zitiert von: nicht-Beamter
Wenn wir "nur" so arbeiten würden wie die in der Wirtschaft, dann würde es "hier drinnen" noch schlechter laufen.

Mein Überstundenkonto platzt aus allen Nähten. Was bekomm ich dafür?
Natürlich einen Anschiss vom Chef, wegen Arbeitschschutz usw.

Ich kenne viele Kollegen die ausstempeln und dann weiter arbeiten, um noch einigermaßen über die Ruden zu kommen.

Und die machen das bestimmt nicht, weils ihnen so viel Spaß macht. Sondern weil hinter jeder Akte (auch wenn sie demnächst digital ist) ein Mensch steckt.

Sehr schön finde ich es dann, wenn man sich von genau diesen Menschen auch noch dumm anreden lassen muss. Genial.

Aber wenn Sie meinen, dann geh ich heute um Punkt 14.45 nach Hause (sitze seit 6 Uhr hier) und die anderen Tage auch. Dann wundern Sie sich aber nicht, wenn wir telefonisch Nachmittags so schlecht erreichbar sind und der Stapel an Akten links von mir, sich noch etwas mehr türmt.

Schöne Grüße aus der Mühle!

38 Stunden offiziell werden in der freien Wirtschaft bezahlt.

60 Stunden einschl. Samstag Sonntag ohne Bezahlung gearbeitet.

Von wegen Sress in der Mühle, im realen Leben wird das Geld verdient. In der freien Wirtschaft. Wer von den Arbeitnehmern kann sein Arbeitsende selbst festlegen.

Sie haben keine Ahnung, was draussen neben Ihrem Amtsstübchen so abgeht. " Mühle, wie schön "?

von
Yupp

Ich würde empfehlen jetzt schnellstens einen Antrag auf Zahlung eines Vorschusses nach § 42 SGB I zu stellen !

Experten-Antwort

Hallo von verzweiflunghochdrei,

die Bearbeitungsdauer eines Rentenantrages ist abhängig von der Klärung des Versicherungskontos zum Rentenbeginn. Über den derzeitigen Stand kann Ihnen nur der zuständige Rentenversicherungsträger eine Auskunft geben. Sie haben aber die Möglichkeit über die Stadtverwaltung prüfen zu lassen, ob Ihnen bis zur Erteilung des Rentenbescheides Sozialleistungen zur Sicherstellung Ihres Lebensunterhaltes zustehen. Eine mögliche Leistung könnte dann gegebenenfalls aus einer Rentennachzahlung verrechnet werden.

von
Kein Mitleid

Zitiert von: Null Ahnung freie Wirtschaft
Zitiert von: nicht-Beamter
Wenn wir "nur" so arbeiten würden wie die in der Wirtschaft, dann würde es "hier drinnen" noch schlechter laufen.

Mein Überstundenkonto platzt aus allen Nähten. Was bekomm ich dafür?
Natürlich einen Anschiss vom Chef, wegen Arbeitschschutz usw.

Ich kenne viele Kollegen die ausstempeln und dann weiter arbeiten, um noch einigermaßen über die Ruden zu kommen.

Und die machen das bestimmt nicht, weils ihnen so viel Spaß macht. Sondern weil hinter jeder Akte (auch wenn sie demnächst digital ist) ein Mensch steckt.

Sehr schön finde ich es dann, wenn man sich von genau diesen Menschen auch noch dumm anreden lassen muss. Genial.

Aber wenn Sie meinen, dann geh ich heute um Punkt 14.45 nach Hause (sitze seit 6 Uhr hier) und die anderen Tage auch. Dann wundern Sie sich aber nicht, wenn wir telefonisch Nachmittags so schlecht erreichbar sind und der Stapel an Akten links von mir, sich noch etwas mehr türmt.

Schöne Grüße aus der Mühle!

38 Stunden offiziell werden in der freien Wirtschaft bezahlt.

60 Stunden einschl. Samstag Sonntag ohne Bezahlung gearbeitet.

Von wegen Sress in der Mühle, im realen Leben wird das Geld verdient. In der freien Wirtschaft. Wer von den Arbeitnehmern kann sein Arbeitsende selbst festlegen.

Sie haben keine Ahnung, was draussen neben Ihrem Amtsstübchen so abgeht. " Mühle, wie schön "?

Ich habe es versucht, aber ich konnte trotz Deiner "traurigen" Lage in der freien Wirtschaft keine Träne vergießen.

von
W°lfgang

Zitiert von: verzweiflunghochdrei
2.8.56 - In der Zeit von Nov. 2017 bis Juni 2019 müssten eigentlich alle Daten geprüft sein. Die Rentenberaterin signalisierte mir, das es im Sept. bearbeitet sein müsste.

Hallo verzweiflunghochdrei,

wenn Sie erst im August den Antrag gestellt haben, ist es müßig darüber nachgehend zu spekulieren, warum Sie nicht schon 3 Monate eher das hätten tun sollen ...dann wäre die Rentenzahlung wahrscheinlich Ende September punktgenau auf dem Konto gewesen. Ursache und Wirkung – bei wem liegt das Versäumnis?!

Von mir hätte Sie die 'Bearbeitungsprognose' erhalten: Rentenbescheid kann auch bis November dauern/kümmern Sie sich ggf. um ersatzweise/unterstützenden Leistungen/sofern möglich - insofern befinden Sie sich aktuell noch in der 'erfahrungsgemäßen Rahmenbearbeitungsdauer' ...

Nochmal der Hinweis: Greifen Sie zum Telefon, um ggf. besondere 'Verhinderungsgründe' für die Bescheiderteilung zu hinterfragen. Führt natürlich dazu, dass der nächste Antrag auf Stapel links wieder weiter nach unten geschoben wird ;-)

Zudem: warum fragen Sie nicht bei Ihrer Sachbearbeiterin nach, die das intern wesentlicher schneller/zielgenauer ermitteln könnte?!! Sonst findet sich der Kollege @nicht-Beamter viel schneller auf der anderen Seite vom Schreibtisch, als weiterhin nicht erfüllbare Vorgaben abreißen zu wollen ...tja, und dann bleibt wieder ein Antragsstapel links + zusätzlich rechts auf unbestimmte Zeit einfach liegen. Aber, 'die da Draußen' mit dem kenntnisreichem Blick für 'Innen', wuppen das dann weg - also keine Sorge ;-)

Gruß
w.