Bearbeitung Widerspruch EMR-Rente

von
Müller

Ein nettes Hallo,
ich habe folgende Frage an die Experten:
Ich habe die Erwerbsminderungsrente beantragt, die abgelehnt wurde, dnach mit dem sovd Widerspruch eingelegt.
Die RV schickte mir ein Schreiben die ich meinem Nervenarzt und meinem Orthopäden geben sollte um Festzustellen welche Funktionsstörungen tatsächlich vorliegen und nicht nur die Diagnosen. Die Ärzte bestätigten darin Funktionsstören vor allem auch auf Grund meiner Depression. Wie könnte es jetzt bei der Rentenversicherung weiter gehen? Ich war vor dem Widerspruch bei zwei Gutachter die beide eine Depression vermuteteten.
Ich wäre sehr Dankbar über Ihren Rat.
Liebe Grüße

von
Werner G.

Hallo,
wie von der RV gefordert, von Ärzten bestätigen lassen welche Funktionsstörungen vorliegen und welche Tätigkeiten nicht mehr ausgeführt werden können, oder wieviele Stunden diese täglich erbracht werden können.

von
Klaus-Peter

Die im Widerspruchsverfahren jetzt von ihren behandelnden Ärzten neu angefordeten Unterlagen werden vom med. Dienst hinsichtlich ihrer Erwerbsfähigkeit dann genau geprüft. Sollten diese dann für eine EM-Rente ausreichend sein wird ihrem Widerspruch stattgegeben und Sie bekommen einen entsprechenden Rentenbescheid.

Sollten die neuen Unterlagen aber nicht ausreichen und/ oder der med. Dienst sich den Aussagen ihrer Ärzte nicht anschließen wird der Widerspruch abgelehnt.

Eine andere Möglichkeit jetzt im Widerspuchsverfahren und bei weiterhin bestehenden Unklarheiten KÖNNTE auch noch eine neue weitere Begutachtung angesetzt werden. Dies ist im Widersprichsverfahren nicht unüblich. Je nach dessen Ergebnis und der dann folgenden Bewertung durch den med. Dienst der RV wird dem Widerspruch dann auch entweder stattgegeben oder er wird abgelehnt. Bei Ablehnung bleibt ihnen nur die Klage vor dem Sozialgericht.

von
Müller

Hallo,
vielen Dank für Ihre Antworten! Dann hoffe ich und warte ab.
Liebe Grüße

von
Klaus-Peter

" Ich war vor dem Widerspruch bei zwei Gutachter die beide eine Depression vermuteteten"

Das spricht natürlich nicht unbedingt für die Kompetenz dieser beiden Gutachter. Mit " Vermutungen " kommt man da aber nicht weiter. Weder bezüglich der Gesundheit ( und deren adäquaten Behandlung ) , noch bezüglich einer EM-Rente. Hier sind schon gesicherte Diagnosen durch einen Psychiatergefordert ! Vermutlich wird es sich aber bei diesen beiden Gutachtern nicht um Psychiater gehandelt haben , sondern um Ärzte auf anderen med. Fachgebieten.

Wichtig ist, das ihr " Nervenarzt " jetzt eine ordentliche Diagnose stellt und diese in den Berichten entsprechend zu Papier bringt - auch und gerade hinsichtlich der damit verbundenen Funktionseinschränkungen. Psychiatrische Erkrankungen sind mittlerweiel die häufigsten Berentungsgründe. Tipp dazu : Sie sollten also diese - fallls wirklich diagnostiziert - jetzt im weiteren Verfahren in den Vordergrund stellen und weniger die rein körperlichen Erkrankungen.

von
Anfänger

Zitiert von: Müller

Ich war vor dem Widerspruch bei zwei Gutachter die beide eine Depression vermuteteten.

Vermutung dürfte zu wenig sein, wenn die nicht mal Behandlungsbedürftigkeit sahen. Aber warten Sie ab!

von
Müller

Hallo,
und nochmals vielen lieben Dank für Ihre Antworten.
Die Gutachter, waren ein Othopäde und ein Nervenarzt.
Der Orthopäde stellte u.a. die Diagnose v.a. Depressionen ebenso der Nervenarzt fand ich auch ziemlich merkwürdig.
Hier ein Auszug aus dem Nervenärztlichen Gutachten:
V.a. anhaltende somatische Schmerzstörung
phsycho-physischer Erschöpfungszustand mit Hinweisen auf eine depressive Episosode usw.
Außerdem erhebt sich die Frage nach Rehamaßnahmen aus somatischer als auch aus psychiatrisch-phsychosomatischer Sicht.

Durch meinen Nervenarzt hier vor Ort ist aber die Diagnose reaktive Depression, Anpassungsstörung und Somatisierungsstörung gesichert.

Vielen Dank und Liebe Grüße

von
=//=

Bezüglich der "Vermutungen" und "Verdacht auf" schließe ich mich den Vorschreibern an.

Ist die Diagnose noch nicht einmal gesichert und wurde noch keine psychiatrische oder psychosomatische Behandlung durchgeführt, kann kein Sozialmediziner eine Leistungsbeurteilung aufgrund dieser Krankheit abgeben. Zunächst sollten erst die Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch genommen werden und ausgeschöpft sein, und wenn sich die Krankheit nicht bessert, evtl. eine Reha-Maßnahme beantragt werden. Es gilt der Grundsatz: Reha vor Rente.