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Bearbeitungsdauer bei Verlängerung EM-Rente

von
Carina

befristete EM-Rente bis 31.08.10 ( 2 J.)
weitergewährungsantrag mitte März 10 gestellt
reha-ende mitte Mai ( nicht v. DRV gefordert) als arbeitsunfähig entlassen
arbeitsvertrag ruht
Mitte Juli habe ich endlich gewagt, bei der DRV mal nachzufragen, ob mein Rentenantrag bearbeitet wird.2 X erhielt ich nichtsagende u. falsche Antworten. Nachdem ich heute nochmls angerufen habe, hiess es, der Reha-Bericht wäre solange nicht gekommen. Heute wird er weitergeleitet zum Arzt, die Bearbeitung dauert lt. der Dame mindestens 1 Woche, dann wird der Bescheid mir zugeschickt, was vermutlich auch mindestens 1 Woche dauert. Schlußendlich kann ich, wenn überhaupt, 2-3 Tage vor Ablauf der EM-Rente am 31.08.10 mit einer Antwort rechnen, ob nun postiv od. negativ. Da mein AV ruht, müsste ich am 01.09.10 wieder anfangen zu arbeiten.
Mein Arbeitgeber hat schon 2X gefragt, ob ich wieder komme oder nicht. Ich finde dies schlicht und einfach unzumutbar, einen bis auf den letzten Tag im Unklaren zu lassen, nachdem der Rentenantrag vor fast 5 Monaten gestellt wurde. Arbeiten kann ich nicht mehr ( schwere chron. Erkrankung).
Was tun? Krankmelden, arbeitslos melden oder was?

von
Arnold

Also wenn Sie bereits Ende Mai die Reha beendet haben ist es absolut unverständlich , das der Rehabericht erst jetzt bei der RV angekommen sein soll.

Der ausführliche Rehabericht sollte eigentlich innerhalb von 14 Tage nach der Entlassung erstellt werden und dann der RV vorliegen. In einigen Fällen kann es natürlich auch schon mal 2-3 Wochen länger dauern.

Wenn ihre Rehaklinik jetzt wirklich für die Erstellung des Berichtes aber über 2 Monate benötigt hat ist dies schlicht und einfach eine Unverschämtheit und absolute Frechheit ! Da kann man ihnen wirklich nur Recht geben.

Wobei ich den telef. Auskünften der RV erst dann glauben schenken würde, wenn ich den Bericht mit eigen Augen gesehen habe und vor allem das Ausstellungsdatum. Lassen Sie sich also umgehend den Rehabericht in Kopie zusenden, um zu klären was hier wirklich stimmt. Es werden zeitliche Verzögerungen auch gerne mal von dem einen auf den anderen abgeschoben....

Letztlich nützt ihnen das alles aber wenig, da SIE jetzt das Problem haben.

Grundsätzlich ist aber eine Bearbeitungsdauer von ca. 5 Monaten nicht sehr ungewöhnlich und kommt schon mal vor . Mein EM-Verlängerungsverfahren dauerte ( incl. Widerspruchsverfahren ) z.b. 9 Monate....

Wenn der Bescheid jetzt bis zum 31.8. nicht da ist, brauchen Sie aber doch nicht wieder ab 1.9. arbeiten. Wenn Sie weiterhin erkrankt sind, können Sie sich doch auch erstmal und bis auf weiteres weiter krank schreiben lassen ( natürlich vorausgesetzt Sie haben noch Restanspruch auf Krankengeld und sind noch nicht aus der Krankenkasse ausgesteuert ) und erhalten dann Krankengeld.

Wenn Sie aber keinen Anspruch auf Krankengeld mehr haben, müssen Sie sich
- umgehend ! - bei der Agentur für Arbeit melden und ALG I beantragen.
Dies bekommen Sie dann solange bis über ihren EM-Antrag entschieden wurde - längstens natürlich für ihre individuelle Anspruchsdauer.

Wenn der EM-Antrag abgelehnt würde ist selbiges Verfahren angezeigt. Mit Widerspruchsverfahren und event. noch folgendem SG Verfahren ist dies Jahr dann sowieso um.....

Aber vielleicht haben Sie ja Glück und erhalten noch pünktlich bis 31.8. einen positiven Rentenverlängerungsbescheid.

Und ihrem Arbeitgeber können Sie heute nur sagen , das Sie nichts genaues sagen können und ihn aber sofort verständigen würden wenn es was neues gibt...

Experten-Antwort

Hallo Carina,

leider kann ich den von Ihnen geschilderten Verfahrensablauf und die damit verbundene lange Verfahrensdauer auch nicht wirklich nachvollziehen.

Sollte bis zum Wegfall der EM-Rente noch kein neuer Bescheid des Rentenversicherungsträgers vorliegen, bleiben Ihnen derzeit folgende - auch von Artur bereits genannte - Optionen:

Im Falle einer fortgesetzten Arbeitsunfähigkeit (mit AU-Bescheinigung vom behandelnden Arzt) sollten Sie sich an Ihre Krankenkasse zwecks Krankengeldzahlung wenden. Eine weitere Krankengeldzahlung setzt jedoch voraus, dass Sie derzeit noch nicht ausgesteuert sind (noch keine 78 Wochen Krankengeldzahlung wegen derselben Erkrankung – im Zweifel bei der Krankenkasse nachfragen).

Sollte das Krankengeld bereits ausgesteuert sein, melden Sie sich schnellstmöglich bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit und beantragen Arbeitslosengeld nach § 125 SGB III. Dieses wird dann (ggf. eingeschränkt von Ihrer individuellen Anspruchsdauer) bis zur abschließenden Entscheidung des Rentenversicherungsträgers über die Erwerbsminderungsrente gezahlt.

Genauso verfahren Sie, wenn Ihr Rentenanspruch abgelehnt werden sollte und Sie hiergegen Widerspruch (und ggf. später Klage) einlegen wollen.

Ihren Arbeitgeber sollten Sie entsprechend informieren.