Bearbeitungszeit

von
Nachfrager

Jetzt bin ich dann aber doch neugierig.

Ich bin seit mehr als 25 Jahren bei der LVA/DRV in der Leistungssachbearbeitung beschäftigt und mir sind keine Fristen oder gesetzlich festgelegte Zeiträume zur Bearbeitung von Rentenanträgen oder Rückfragen von Versicherten bekannt.
Wüßte auch nicht, wie das funktionieren sollte. Dafür ist einfach zuviel Arbeit da.

Die Fälle werden (normalerweise) halt nach Posteingang abgearbeitet.
Die einzige Einschränkung gilt da für Fälle, in denen wir mit Gesetzen außerhalb der RV hantieren müssen (z.B. Insolvenzen) weil da sonst Fristen versäumt werden könnten.

Aber im Sozialgesetzbuch steht meines Wissens außer der vom Experten bereits genannten 'zeitgemäßen Weise' keine nähere Eingrenzung.

Also bitte lieber User Hoffnung - klären Sie mich auf.

Wo stehen die und welche Zeiträume

von
Leser

Hallo Hoffnung,

es gibt tatsächlich keine "festgelegten" Fristen. Es gibt Empfehlungen für die Erstellung einses Bescheides nach denen man Untätigkeitsklagen einreichen könnte. Hier muss eine Untätigkeit aber auch vorhanden sein. Bei der Bearbeitung des Erstantrages liegt es bei 6 Monaten, bei Widersprüchen bei 3 Monaten. Diese können auf Antrag bei Gericht verlängert werden.

Das daran für den Betroffenen alles zerbrechen kann, das kann natürlich nicht berücksichtigt werden, denn es handelt sich um eine Behörde.

von
=//=

Zitiert von: Hoffnung

Ich will nichts aufwärmen.
Der Experte nennt keine Bearbeitungszeit-
räume obwohl die gesetzlich festgelegt sind.
Die Rentenversicherer halten sich nicht an
die Gesetze.

Wo keine Gesetze da sind, kann man sich auch nicht daran halten. Wie sollte denn vom Gesetzgeber eine Frist gesetzt werden, während derer ein Rentenverfahren abzuschließen ist?

Das ist doch absoluter Quatsch!!!

Glauben Sie mir, JEDER Sachbearbeiter der RV-Träger ist bedacht darauf, EM-Rentenanträge schnellstmöglich abzuschließen, weil es nämlich eine Statistikfrage ist, welche DRV am schnellsten ist. Und bei welcher DRV die Versicherten am kürzesten oder am längsten auf ihren Bescheid warten müssen.

Die Zielvorgabe von der Antragstellung bis zur Bescheidserteilung beträgt ca. 80 Tage. Das ist angemessen, denn ein EM-Rentenverfahren dauert nun mal von Natur aus länger, denn nicht immer ist nach einem Monat oder 2 schon die medizinische Frage geklärt.

Aber heute muß leider alles rasend schnell gehen und jeder ist sich selbst der Nächste. Nur gibt es halt nicht nur seinen Rentenantrag, sondern hunderte mehr in seiner Abteilung.