Bearbeitungszeit EM-Rentenanrag

von
Maria D.

Guten Abend,

ich bin 43 Jahre und unheilbar an Kebs erkrankt. Da ich im April bei der KK ausgesteuert werde, habe ich vor kurzem einen Antrag auf EM-Rente gestellt. Es liegen der RV alle erforderlichen Unterlagen vor, einschliesslich der Schweigepflichtsentbindung. Der Sachbearbeiter in der Beratungsstelle der RV (Man sieht mir meine Krankheit und die vielen Therapien noch nicht an) meinte etwas ungehalten, auf meine Frage wie lange in etwa die Bearbeitungszeit wäre, ich solle nicht so schnell damit rechnen, das könne bis zu einem Jahr dauern. Ich bin nun ein wenig verunsichert ob der Verhaltensweise des Sachbearbeiters bei der Antragsannahme.

Ich bin mir natürlich bewußt das hier niemand sagen kann wielange es tatsächlich dauert bis "mein" Antrag bearbeitet wird!

Ich erhoffe mir aber Erfahrungswerte anderer Forenmitglieder oder aber der Experten hier.
Dauert die Bearbeitung so eines Antrages, bei eindeutigem Sachverhalt, im Moment wirklich bis zu einem Jahr. Kann man nach ca 4 Wochen schonmal nach dem Bearbeitungsstand nachfragen oder ist das zu früh?

Vielen Dank schonmal im Voraus!

von
Anna

Ich hatte Kopien sämtlicher Arzt- und Krankenhausberichte mitgeschickt, und es dauerte einschlielich Gutachtertermin ca. 3 Monate. Dabei war der Gutachter angeblich ungewöhnlich schnell, sein Gutachte lag der DRV nah einer knappen Woche vot.
Nur mit Schweigepflichtsentbindung, ohne Berichte, dauert es immer länge. Denn in manchen Krankenhäusern oder Praxen liegen solhe Anfragen wochenlang rum.

von
Anna

Vertipper im Posting oben bitte entschuldigen, ich habe Bewegungseinschränkungen.

von
Amsel

Ich wünsche Ihnen sehr, dass Ihr Antrag sehr schnell bearbeitet wird. Wenn Ihre Krankheit eindeutig ist - Krebserkrankung - gibt es ja auch nichts, was noch zusätzlich mit Gutachterterminen aufgehalten werden muss. Ich selber warte jetzt seit Februar 2012 auf eine Entscheidung. Muss aber dazu sagen, dass ich eine völlig andere Erkrankung habe. Alles Gute für Sie...

von
Rentensachbearbeiter

Hallo Maria D.,

die Bearbeitung dauert bei den Renten wegen Erwerbsminderung sehr unterschiedlich. Da die Sachbearbeitung Ihren Gesundheitszustand nicht einschätzen kann, werden die med. Unterlagen an Ärzte weitergegeben. In der Sachbearbeitung rechnen wir daher mit einer Bearbeitungszeit von mind. 6 Wochen, bis entscheiden werden kann. In sehr wenigen Einzlfällen geht es auch schneller.
Im Schnitt dauert es ca. 3 Monate.

Eine Anfrage, bevor 6 Wochen verstrichen sind, dürfte daher kaum was bringen.

MfG

von
Maria D.

Vielen Dank schonmal für Ihre Antworten, sie beruhigen mich doch etwas.

Mir liegen ja alle Befunde und Berichte aus den Kliniken auch vor, macht es Sinn diese nochin Kopie an die RV nachzureichen?

von
User

Wenn Sie diese Unterlagen schon bei Antragstellung an die DRV gegeben haben, brauchen sie die Kopien nicht mehr nachsenden.

Sollten Sie aber noch welche haben, die die DRV noch nicht hat und die ihren Rentenantrag betreffen, macht es schon sinn diese nachzusenden.

von
Maria D.

Vielen Dank!

von
Gaby

Hallo,

ich habe im Juni 2012 einen Antrag auf EM-Rente gestellt, da ich zuvor arbeitsunfähig aus einer Reha-Maßnahme entlassen wurde. Man sagte mir, ich solle den Antrag auf EM-Rente stellen; der Reha-Bericht, indem auch stand, dass ich erst einmal nicht arbeiten kann, läge der DRV ohnhin vor. Alle anderen Gutachten und Arztberichte würde sich die DRV besorgen, wenn sie es für nötig halte.
Insgesamt habe ich 6 Monate gewartet. Zu einem Gutachter brauchte ich nicht. Es wäre garantiert schneller gegangen, wenn ich von Vornherein entsprechende Gutachten bei den Ärzten eingeholt hätte und diese dem Antrag hinzugefügt hätte. Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Alles Gute für Sie.

Mfg
Gaby

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Maria D.,

normalerweise dauert ein Rentenantragsverfahren bei Erwerbsminderung im Schnitt ca. 3 Monate. Sie sollten Ihre ärztlichen Unterlagen - soweit Sie diese noch nicht bei der Antragstellung eingereicht haben - bitte noch nachsenden. Je mehr aktuelle ärztliche Unterlagen dem beratungsärztlichen Dienst der Rentenversicherung vorliegen, desto weniger Nachfragen bei den behandelnden Ärzten oder erneute Untersuchungen sind erforderlich.
Selbstverständlich können Sie auch bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger telefonisch nach dem Sachstand nachfragen. Aufgrund des Datenschutzes wird Ihnen auf diesem Weg jedoch nur eine begrenzte Auskunft gegeben werden können.

von
ich

Erstmal schließe ich mich meinen Vorrednern an, bitte bedenken Sie aber, dass neben den med. Ermittlungen auch noch Ihr Versicherungskonto geklärt werden muss, wenn es bisher noch nicht geschehen ist. Dies kann auch eine Weile dauern.

Um keine finanziellen Engpässe zu erleiden, empfehle ich Ihnen sich schon mal bei der Agentur für Arbeit einen Termin zu holen, die treten nämlich auf Antrag in Vorleistung, wenn Sie bei der Krankenkasse ausgesteuert und über den Rentenantrag noch nicht entschieden ist.

Alles Gute für Sie...

von
Rosa

eigene Erfahrung:

9 Monate bis Ablehnung wider sämtlicher ärztlicher Befunde (inkl. Reha) und seit Oktober im Widerspruch. Alle behandelnden Ärzte haben Anfang Nov. nochmals Befunde und Berichte eingesendet, bis heute nur die Info das ich zu mehreren Gutachtern soll, weder Termine sonst noch was.

Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, das es bei Ihnen schneller geht, auch der körperlichen Verfassung zu liebe.