Bedeutung der belegungsfähigen Kalendermonate im Rentenbescheid

von
mauba

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau hat lt.Rentenbescheid insgesamt 583 belegungsfähige Kalendermonate zusammen.

Was bedeutet dies im Hinblick auf die 35 Jahre für die Grundrente?

Vielen Dank.

von
Schade

da es zur Grundrente noch kein Gesetz gibt ist diese Frage schlichtweg noch nicht beantwortbar.

Wahrscheinlich spielen die belegungsfähigen Kalendermonate gar keine Rolle, weil das nur ein Nebenaspekt der Rentenberechnung ist.

:)

Experten-Antwort

Hallo mauba,

die belegungsfähigen Monate sind bei der Rentenberechnung, speziell bei der Gesamtleistungsbewertung, von Bedeutung. Sie sind ein Faktor zur Bewertung von beitragsfreien oder beitragsgeminderten Zeiten, z. B. Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, Schwangerschaft oder Mutterschutz, Arbeitslosigkeit oder eines Fachschulbesuch.

Zur Grundrente können wir verlässliche Aussagen leider erst dann treffen, wenn es ein entsprechendes Gesetz gibt.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
mauba

Hallo und vielen Dank für Eure Antworten zu den belegungsfähigen Kalendermonaten im Rentenbescheid.

Noch eine Frage,
kann man als Laie im Rentenbescheid die Zahl der vorhandenen Beitragsjahre feststellen?
Für meine Frau stellt sich natürlich die berechtigte Frage, es wird immer von 35 Jahren gesprochen,egal, ob nun die Gruzndrente kommt oder nicht, wieviel Jahre habe ich denn überhaupt?

Vielen Dank.

von
-/-

Anzahl der gezahlten Beitragsmonate geteilt durch 12.

von
W°lfgang

Hallo mauba,

die 'Beitragsjahre': ja
die Versicherungsjahre: nein/jein ...abzählen, wenn man sich damit auskennt.

Im Rentenbescheid, egal welche Altersrente es betrifft und welche 'Wartezeit'/Mindestversicherungszeit dafür erforderlich ist, wird darauf nicht mehr eingegangen - DA BEI DER JEWEILS BEWILLIGTEN RENTENART die dafür ERFORDERLICHE Wartezeit vorliegt ...sonst hätte es dazu keinen Rentenbescheid ergeben.

Aus der letzten Rentenauskunft ergeben sich alle bis dahin anrechnungsfähigen Versicherungszeiten, in Form von
- Beitragszeiten
- Ersatzzeiten
- Anrechnungszeiten
- Berücksichtigungszeiten wg. Kindererziehung oder Pflege
- zusätzlichen Wartezeitmonaten aus geringfügiger Beschäftigung
- zusätzlichen Wartezeitmonaten aus Versorgungsausgleich
für die jeweilig maßgebenden Wartezeiten/der einzelnen Rentenarten.

Sie sehen, das ist so schon etwa 'komplizierter' im normalen Rentenrecht.

Was dann mal eine vermeintliche 'Grundrente' betreffen könnte...fragen Sie doch spontan Ihren örtlichen Volksvertreter, was er sich im Detail/Voraussetzungen darunter vorstellt und wie weit der Entscheidungsprozess/Voraussetzungen dafür bis in den lokalen Ortsverein bekannt gemacht wurden ;-)

Mehr als die vor 2 Mon. bekannten 'gelaberten Eckpunkte' dafür, ist hier niemandem bekannt:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2019/einigung-bei-grundrente.html

Gruß
w.

PS: > 583 belegungsfähige Kalendermonate

Sehr vereinfacht: das ist die Zeit, den sie für eine versicherungspflichtige Beschäftigung/Beitragszeiten hätte nutzen können ...um eine von den aktiven Beitragszahlern honorierte Rente im Werte von rd. 2800 EUR erhalten zu können. Wenn SIE dem nicht im Weg gestanden hätten ... *g