Bedeutung "Überbrückungszeit" im Versicherungsverlauf

von
Rentenfrager

Hallo, ich war zwischen zwei beruflichen Tätikeiten, kurz für 1,5 Monate arbeitslos, also ALG1 gemeldet. Allerdings habe ich keine Leistungen bezogen, da ich eine Sperrzeit bekommen habe, da ich selbst gekündigt hatte. Diese Zeit ist nun im Versicherungsverlauf meines Rentenkontos als "Überbrückungszeit" aufgeführt. Welche Bedeutung hat dies bei der späteren Rentenberechnung? Wird diese Zeit also zumindest mitgerechnet, auch wenn keine Beiträge zum Rentenkonto gezahlt wurden?
Danke für die Auskunft.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rentenfrager,

Überbrückungszeiten (hier Sperrzeit) fallen bei der Rentenberchnung nicht ins Gewicht, sprich, sie werden weder selbst bewertet, noch schließen sie Lücken im Rahmen der Gesamtleistungsbewertung.
Sie wahren lediglich den Anschluss der auf die Sperrzeit eventuell folgenden Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit an die versicherungspflichtige Beschäftigung. Anrechnungsvoraussetzung einer Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit ist unter anderem, die Unterbrechung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist nur gegeben, wenn zwischen versicherungspflichtiger Beschäftigung und Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit kein voller Kalendermonat liegt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rentenfrager,

Überbrückungszeiten (hier Sperrzeit) fallen bei der Rentenberechnung nicht ins Gewicht, sprich, sie werden weder selbst bewertet, noch schließen sie Lücken im Rahmen der Gesamtleistungsbewertung.
Sie wahren lediglich den Anschluss der auf die Sperrzeit eventuell folgenden Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit an die versicherungspflichtige Beschäftigung. Anrechnungsvoraussetzung einer Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit ist unter anderem, die Unterbrechung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist nur gegeben, wenn zwischen versicherungspflichtiger Beschäftigung und Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit kein voller Kalendermonat liegt.

[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.2014, 11:50 Uhr]

von
Besucher

Kann man diese Überbrückungszeit mit freiwilligen Beiträgen nachträglich auffüllen? Wo und wie muss man das beantragen und wie hoch ist der Mindestbeitrag? Danke für die Info.

von
W*lfgang

Zitiert von: Besucher
Kann man diese Überbrückungszeit mit freiwilligen Beiträgen nachträglich auffüllen? Wo und wie muss man das beantragen und wie hoch ist der Mindestbeitrag? Danke für die Info.
Besucher,
nein, keine Chance. Bei freiwilligen Beiträgen können Sie nur 'Lücken' bis zum 31.03. für das Vorjahr auffüllen.

Und selbst wenn es möglich wäre (gesetzlich zz. nicht), würde Ihnen jeder davon abraten, wenn man auf die 'Rendite' schaut. Wenn's um fehlende Versicherungszeiten geht (der meist einzige Nutzen von freiwilligen Beiträgen), um ggf. einen früheren Rentenanspruch zu erreichen, ist das ein anderes Thema. Aber, wie gesagt, Überbrückungszeiten/Lücken können nicht in vorvorvergangenen Jahren aufgefüllt werden.

Gruß
w.