Befreiung Rentenversicherungspflicht Werkstudent

von
lanDei86

Guten Tag,

ich bin ab 10/2013 als Masterstudent an einer Hochschule eingeschrieben. Ab 09/2013 bis 12/2014 habe ich einen Werkstudentenverträg auf Minijobbasis bei einem Unternehmen. Der monatl. Verdienst beträgt 400 €. Zusätzlich beziehe ich Bafög (bisher noch durch mein Bachelorstudium und ab Oktober dann als Masterstudent). Nun fragt mich mein Arbeitgeber, ob ich mich von der Renterversicherungspflicht befreien lassen möchte. Es handelt sich dabei ja um 3,9 %, also bei 400 € macht dies 15,60 € monatlich. Nun die Frage, welches die beste Entscheidung ist... Der Arbeitgeber zahlt ja trotzdem die 15 %... Ich habe außerdem einen Riester-Sparvertrag. Bisher habe ich den Pflichtbetrag von 5 € monatl. gezahlt, war aber als Student nicht zuschussberechtigt. Ändert sich dies nun durch meine Werkstudententätigkeit? Ist dafür der volle Rentenversicherungssatz, als die 18,9 % notwendig, oder reicht dafür der Arbeitgeberanteil von 15 %?

Ich hoffe, dass Sie mir hierbei helfen können.

Mit freundlichen Grüßen,

lanDei86

von
Feli

Allein im Hinblick auf die Zulage für den Riestervertrag würde ich die Aufstockung zahlen, denn dann sind Sie zulageberechtigt. Ihre spätere Altersrente wird dadurch evtl. (wer kann schon 40 Jahre in die Zukunft schauen) auch ein ganz, ganz kleines bißchen höher. Und durch die eigene Beitragszahlung haben Sie eher die 5 Jahre Pflichtbeiträge voll, die Sie zur Berechtigung für eine EM- oder Altersrente brauchen.

von
lanDei86

Okay, vielen Dank für die Antwort.

Ich meine, man kann nie sagen, wie sich das Rentensystem und die Renten entwickeln, allein auf die staatliche Rente sollte man ja ohnehin nicht setzen, aber auch im Sinne der Riesterzulage ist eine Aufstockung also sinnvoll.

Nochmals vielen dank.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo IanDei86,

wenn Sie sich nicht befreien lassen, dann
- besteht die Förderberechtigung bei der Riesterrente und
- Sie erwerben Pflichtbeitragszeiten, die vor allem bei einer Rente wegen Erwerbsminderung eine Rolle spielen.
Und natürlich erwerben Sie auch einen (geringfügigen) Rentenanspruch in dieser Zeit.

Lassen Sie sich befreien, zahlt zwar der Arbeitgeber einen Beitrag, Sie erwerben aber keine vollwertigen (Pflicht-)Beitragszeiten. Die Tätigkeit wird später trotzdem die Rente geringfügig (aber weniger als bei Pflichtversicherung) erhöhen und es werden Ihnen auch einige wenige Monate für die Wartezeit gutgeschrieben.

Welches für Sie die beste Variante ist, müssen Sie letztlich selbst entscheiden - hier können wir keinen allgemeinen Rat geben.