Befundbericht zur Nachprüfung der EM-Rente

von
Gerd

Hallo liebes Forum,

mir wurde von 06/2011 bis 11/2013 eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bewilligt. Vor ca. 2 Wochen übersandte mir die DRV eine Mitteilung über den Wegfall der Rente auf Zeit ab 12/2013. Gleichzeitig wurden die Vordrucke beigefügt:
- Antrag auf Weiterzahlung der Rente wegen Erwerbsminderung (R120)
- Selbsteinschätzungsbogen (R215)
- Befundbericht (R3214)

Im Befundbericht werden 2 Fragen über die Arbeitsunfähigkeit gestellt:
- Frage Nr. 14: Zuzeit arbeitsunfähig?
- Frage Nr. 15: Arbeitsunfähig in den letzten 2 Jahren?

Beide Fragen hat mein Arzt mit "nein" beantwortet. Das irritiert mich, weil ich ja nicht mehr arbeiten kann und mein Arzt mich auch immer vor Rentenbeginn krankgeschrieben hat.

Hätten beide Fragen nicht mit "ja" beantwortet werden müssen? Mein Arzt meinte auch immer, ich könne nicht mehr arbeiten gehen.

Oder hat es damit zu tun, dass bei mir eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt und somit eine Arbeitsunfähigkeit nicht zutrifft?

Ich bin total verunsichert, leider ist mein Arzt jetzt in Urlaub.

Und was passiert, wenn ich den Selbseinschätzungsbogen nicht ausfülle? Werde ich dann zu einem Gutachter geschickt?

Vielen Dank im voraus.

von
Manni Fest

Sie sind erwerbsgemindert ( erwerbsunfähig ) und nicht arbeitsunfähig. Daher wurden die beiden Fragen nach meiner Einschätzung von Ihrem Arzt richtig beantwortet.

Ob Sie den Selbsteinschätzungsbogen ausfüllen oder nicht hat keinen Einfluss darauf ob Sie zum Gutachter geschickt werden. Aber damit der ärztliche Dienst der RV Ihr Leistungsvermögen besser einschätzen kann, sollten Sie das Formular ruhig ausfüllen.

von
Fritz R.

Ich verstehe in dem Zusammenhang auch gar nicht warum man den Selbstauskunftsbogen nicht ausfüllen sollte. Wo ist denn da bitte das oder ein Problem den auszufüllen ?? Den füllt man aus und gut ist es doch. Probleme haben die Leute..

Eine etwaige Begutachtung liefe aber wie schon geschrieben völlig unabhängig von diesem Selbstauskunftsbogen. Der ist für Entscheidung ob Gutachten oder nicht irrelevant. Dafür ist der Befundbericht des behandelnden Arztes schon weit wichtiger.

Und es geht um Erwerbsminderung und nicht um die Arbeitsfähigkeit. Das ist ja nunmal zweierlei. Besser ist es aber sicherlich - wenn auch nicht kriegsentscheidend - weenn auch dort bei Arbeitsunfähigkeit aktuell und in den letzten 2 Jahren das JA angekreuzt ist. Damit signalisiert der behandelnde Arzt ja der DRV , das aktuell und in der Vergangenheit keine Arbeitsfähigkeit besteht/bestand. Also das würde ich dann eventuell mit dem Arzt noch mal besprechen und ändern lassen wenn möglich. Ist aber wie gesagt nicht Kriegsentscheidend.

von Experte/in Experten-Antwort

Aufgrund des Rentenbezugs waren Sie erwerbsgemindert und nicht arbeitsunfähig krank.
Das Ausfüllen des Selbsteinschätzungsbogens ist freiwillig. Wenn Sie die Fragen nicht beantworten, entstehen Ihnen daraus keine Nachteile. Die Ärze Ihres Rentenversicherungsträgers wollen sich lediglich ein möglichst umfassendes Bild von Ihren Gesundheitsstörungen machen. Eine ärztliche Begutachtung kann unabhängig davon trotzdem erfolgen.

von
Gerd

Vielen Dank für die Antworten.

Ich werde den Befundbericht dann so lassen und zusammen mit dem ausgefüllten Selbsteinschätzungsbogen an die DRV weiterleiten.

von
Maus

Zitiert von: Manni Fest

Ob Sie den Selbsteinschätzungsbogen ausfüllen oder nicht hat keinen Einfluss darauf ob Sie zum Gutachter geschickt werden. Aber damit der ärztliche Dienst der RV Ihr Leistungsvermögen besser einschätzen kann, sollten Sie das Formular ruhig ausfüllen.

Andernfalls nicht beklagen, falls sie sogar zu mehreren Gutachtern müssen. Kommt vor, vor allem, wenn Sie beim ersten über Probleme sprechen, die er nicht gut einschätzen kann.