Behandlung des Weihnachtsgeldes bei Wechsel im Juli zu einem rentenversicherungsfreien Versorgungswerk

von
Ulrich Schaub

Ein Arbeitnehmer hat im Juli von der rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit zu einer Tätigkeit mit Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk gewechselt. Die Mitgliedschaft im Versorgungswerk führt zu einer rentenversicherungsfreien Vergütung.

Muss ich beim 13. Gehalt (Weihnachtsgeld) die Sonderzahlung aufteilen und für 50 % Rentenversicherung abführen oder wird die gesamte Sonderzahlung zum neuen Beschäftigungsverhältnis gerechnet und wird dort entsprechend beim Beitrag zum Versorgungswerk hinzugerechnet?

von
hegehosa

Nein, das Weihnachtsgeld ist nicht aufzuteilen. Hier gilt das Zuflussprinzip. Nach § 23a Abs. 1 Satz 3 SGB IV ist das Weihnachtsgeld dem Entgeltabrechnungszeitraum zuzuordnen, in dem es gezahlt wird (hier vermutlich November oder Dezember). Sofern zu diesem Zeitpunkt keine Rentenversicherungspflicht mehr bestanden hat, sind auch keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abzuführen.

Experten-Antwort

Zunächst hängt es davon ab, wer das Weihnachtsgeld zahlt. Ist es der alte Arbeitgeber und wurde es nach dem Beschäftigungsverhältnis gezahlt, wird es gem. § 23a Abs. 2 SGB IV dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum zugeordnet und ist bis zur BBG versicherungspflichtig. Wird es vom neuen AG gezahlt, geht es nach den Bestimmungen der Versorgungskasse. Bitte dort nachfragen.