Beiträge bei Arbeitnehmerstatus ohne Gehalt

von
Silke Müller

Neben einem sv-pflichtigen Hauptjob arbeitet jemand ohne Lohn ein paar Std die Woche nebenher für eine andere Firma. Was wäre die Beitragsbemessung für Beiträge- Ist die Null? Gibt es einen Mindestbeitrag? Wie wird erreicht, daß Beiträge abgeführt werden - durch Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?

von
KSC

Wie kommt jemand auf die tolle Idee in einer Firma ohne Lohn zu arbeiten und dann zu erwarten, dass da Rentenbeiträge für ihn/sie bezahlt würden?

Fragen gibt es, die es im echten Leben eigentlich nicht geben dürfte.

von
W*lfgang

Hallo Silke Müller,

ein Verzicht des AN auf Lohn zugunsten des AG ist zwar möglich, aber damit ist der AG nicht von der Verpflichtung zur Beitragszahlung für den geschuldeten Lohn entbunden.

Fragen Sie die Einzugsstelle/Krankenkasse, wie zu verfahren ist, alternativ vorab im Expertenforum der AOK:

http://www.aok-business.de/tools-service/expertenforum/

Gruß
w.

von Experte Experten-Antwort

Voraussetzung für die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung ist, dass jemand gegen Arbeitsentgelt beschäftigt ist.
Während jedoch im Steuerrecht das sog. Zuflussprinzip gilt, d. h. man muss Steuern aus dem Arbeitsentgelt zahlen, dass man tatsächlich erhalten hat, gilt m Recht der Sozialversicherung das Entstehungsprinzip. Das bedeutet, dass die Beitragsansprüche der Versicherungsträger dann entstehen, wenn der Anspruch des Arbeitnehmers auf das Arbeitsentgelt entstanden ist. Somit müssten bei Ihrem Sachverhalt Rentenversicherungsbeiträge aus dem Arbeitsentgelt gezahlt werden, auf das ein Anspruch bestanden hätte, auch wenn es tatsächlich nicht zugeflossen ist.l