Beiträge zur Rentenverscherung bei Krankheit

von
Anita

Liebes Expertenteam,

letztes Jahr war ich länger krankgeschrieben und auf Reha.

Wurden für die Zeiten des Bezuges von Kranken- und Übergangsgeld Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt? Wenn ja in welcher Höhe? Ich vermute, das ist auch ein Prozentsatz des erhaltenen tagesgenau berechneten Kranken- bzw. Übergangsgeldes.

Danke im Voraus.

Anita

von
W*lfgang

Hallo Anita,

in dieser Zeit werden 80 % des zuletzt versicherungspflichtigen Entgelts an Ihr Rentenkonto gemeldet, diese Zeit ist weiterhin eine Pflichtbeitragszeit und taggenau abgerechnet.

Sollten Sie ganzes Jahr Kranken-/Übergangsgeld erhalten haben, 'verlieren' Sie damit bei einem Durchschnittseinkommen (rd. 37000 EUR) gerade mal 6 EUR Monatsrente.

Gruß
w.

von
HotRod

Zitiert von: W*lfgang

Sollten Sie ganzes Jahr Kranken-/Übergangsgeld erhalten haben, 'verlieren' Sie damit bei einem Durchschnittseinkommen (rd. 37000 EUR) gerade mal 6 EUR Monatsrente.

Vielleicht kann der Herr Wolfgang ja mal erklären, wie man mit 8,50 €UR Mindestlohn auf 37000 €UR kommen soll !
Das sind allenfalls 17000 €UR !

Und einen monatlichen Rentendiebstahl von 6 €UR als Bagatelle darzustellen, ist Zynismus pur !

Mahlzeit !

von
Schorsch

Zitiert von: HotRod

Vielleicht kann der Herr Wolfgang ja mal erklären, wie man mit 8,50 €UR Mindestlohn auf 37000 €UR kommen soll !
Das sind allenfalls 17000 €UR !

Vielleicht sollte sich der Herr @HotRod erst einmal den Unterschied zwischen MINDEST-Lohn und DURCHSCHNITTS-Lohn erklären lassen. ;-)

MfG

von
Konrad Schießl

Es war doch überhaupt nicht die Rede von 8,50 Stundenlohn, vielmehr von 37000 Durchschnitts-
verdienst.
Für 2016 gilt bisher als Durchschnittsverdienst 36267 Brutto und bringt 1 Entgeltpunkt zu 30,45
Euro Rentenwert. Bei 80% 29013,60 Verdienst ergibt : 30,45 : 36267,00 x 29013,60 24,36 Rente.

Beim Mindestlohn von 8,50 x 167 Stunden x 12 Monate sind es 17034 Euro im Jahr.

Somit , 30,45 : 36267 mal 17034 Euro 14,30 Rente. Dies ist kein Diebstahl, vielmehr die Berech-
nung nach Grundrechen Art.

MfG.

von
Bei mir...

Nicht immer unterliegen Bezieher von Krankengeld und Übergangsgeld der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Rechtsgrundlage für die Versicherungspflicht ist § 3 SGB VI. Sofern Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet wurden sollten Sie hierüber eigentlich eine Bescheinigung erhalten haben.

Experten-Antwort

Hallo Anita,

nach § 3 S. 1 Nr. 3 Sechstes Sozialgesetzbuch sind Sie für die Zeit versicherungspflichtig, für die sie von einem Leistungsträger Krankengeld und Übergangsgeld erhalten.

Bei Personen, die Krankengeld oder Übergangsgeld erhalten, sind beitragspflichtige Einnahmen 80 % des der Leistung zugrunde liegenden Arbeitsentgelts (vgl. § 166 Abs. 1 Nr. 2 Sechstes Sozialgesetzbuch).

Sie können auch gerne einen Versicherungsverlauf über ihren zuständigen Rentenversicherungsträger anfordern, um einzusehen, ob diese Zeiten gemeldet wurden.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/02_online_dienste/01_online_dienste_index/versicherungsunterlagen_anfordern_node.html

von
W*lfgang

Zitiert von: HotRod
Vielleicht kann der Herr Wolfgang ja mal erklären, wie man mit 8,50 €UR Mindestlohn auf 37000 €UR kommen soll ! Das sind allenfalls 17000 €UR !
...Sie kennen den Konjuktiv einer Aussage?

Ansonsten muss ich Ihnen sicher nichts erklären, Sie können ja selbst mit anderen Zahlen rechnen ;-)

Gruß
w.

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