Beitrag für KVdR-Rentner ab 1/2009

von
kratze

Nun ist es beschlossen, der einheitliche Kassenbeitrag ab 2009 wird auf 15,5% festgesetzt.
Ich zitiere aus dem Weser Kurier vom 04.10.: ..... darin enthalten ist auch der schon bisher fällige, von Beschäftigten und Rentnern allein zu bezahlende Sonderbeitrag von 0,9 Prozent.
 
Ist das so??
 
Wenn nicht, haben wir Rentner ja wieder mal eine drastische Senkung der Renten hinzunehmen. Denn von der geplanten Entlastung der Arbeitnehmer durch Senkung der Arbeitslosenversicherung haben wir ja wohl nichts.
 
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß

von
Ja

So wird es sein.

von
Heike

Der Beitragssatz wird auf 14,6% angehoben. Hiervon trägt der Versicherte und der Arbeitgeber (DRV) jeweils die Hälfte. Hinzu kommt der Sonderbeitrag von 0,9% der vom Versicherten alleine zu tragen ist.
In den (meisten) Medien wird vereinfacht der Beitragssatz mit 15,5% angegeben.

Heike

von
Corletto

Die Rentner werden bei dem Gesundheitsfond die grössten Verlierer sein und am stärksten zur Kasse gebeten werden !

Von den 15,5% Gesamtbeitrag , werden 14,6 % geteilt ( Rentner /RV ) und die restlichen 0,9 % muß der Rentner alleine tragen.

Im Gegensatz zum Arbeitnehmer, der ja durch die Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung etwas zumindest wieder " entlastet " wird, hat der Rentner davon ja gar nichts.

Persönlich werde ich wahrscheinlich zumindest prozentual mit der grösste Verlierer dieses Gesundheitsfonds sein, da mein jetziger KK Beitragssatz nur ganze 12,6 % beträgt!

Also habe ich eine Erhöhung um satte 2,9 % oder exakt 12,38 Euro pro Monat zu stemmen .

Damit hat man dann die diesjährige Rentenerhöhung , zumindest in meinem persönlichen Fall , wieder mehr als eingesackt !

von
Staatsdiener

An alle:

Spätestens jetzt sollte allen klar sein, weshalb bei der Rentenanpassung 2008 (mit Rechtsgrundlage) getrickst wurde:

- die Erhöhung der Beiträge zur PV (1.7.08) fiel nicht sofort auf und
- zum 1.1.09 bleibt bei den meisten Rentnern (rd. 20 Mio. Wähler!) eine schwarze bis leicht rote 'Null' im Vergleich zu 6/2008

...einzig nagt die (mehr als gefühlte) Inflation weiter an den Einkünften aller...!

von
Schiko.

Kann ihren ärger verstehen.

Gut sieht es aus für DAK und
AOK mitglieder.

Bisher galten für den arbeit-
nehmer 7,25 plus 0,90=8,15
die rentenversicherung 7,25.

Neu 7,30 plus 0,90 = 8,20
der AN., die rentenver. 7.30
somit 15,50 gesamtbeitrag.

Schlimm aber trifft es die
private-und betriebsrente,da
ja der rentner den gesamt-
beitrag zahlen muss.

MfG.

von
Malnachfragen

Wieso sieht es für AOK und DAK Versicherte gut aus ?
Sorry, falls ich eine blöde Frage gestellt habe.

Experten-Antwort

Hallo kratze,

nach meinem Kenntnisstand ist der Sonderbeitrag von 0,9% bereits in den von der Koalitionsrunde beschlossenen 15.5% enthalten. Anzumerken bleibt jedoch, dass die Rentenversicherungsträger grundsätzlich keinen Einfluss auf die Gestaltung der Beitragssätze in der Krankenversicherung haben.

von
Realist

Die Differenz zwischen 12,6 Prozent und den künftigen 15,5 Prozent - INKLUSIVE 0,9 Prozent Sonderbeitrag, der schon IMMER vom Versicherten alleine aufgebracht werden musste, - beträgt tatsächlich 2,9 Prozent. OHNE Sonderbeitrag aber nur 2 Prozent. Davon zahlen Sie die Hälfte, haben also "nur" eine Mehrbelastung von 1 Prozent statt von 2,9 Prozent!

von
Wolfgang

Weil Versicherte, deren Krankenkasse heute schon einen allgemeinen Beitragssatz von 14,xx %, ab 01.01.2009 nur unwesentlich mehr zahlen müssen. Die DAK hat zz. 14,5 + 0,9 = 15,4. Insofern ist die geplante Erhöhung um 0,1 % für die DAK-Versicherten marginal.

Gruß
w.

von
Realist

Weil diese Krankenkassen ohnehin schon hohe Beiträge hatten!

(Spitzenreiter ist übrigens die City BKK, mit einem derzeitigen Beitragssatz von 16,5 Prozent. Rechnet man den vom Versicherten alleine aufzubringenden Sonderbeitrag von 0,9 Prozent hinzu, sind das sogar 17,4 Prozent, also 1,9 Prozent mehr, als der künftige Einheitsbeitragssatz von 15,5 Prozent!)

von
Heike

Hallo,
bisher wurden doch Beitragssatzänderungen bei Rentenbeziehern immer erst mit einer zeitlichen Verzögerung von drei Monaten wirksam.
Bleibt diese Regelung?

Gruß

Heike

von
Schiko.

Da freuen sich doch die
betroffenen, wenn sie künftig
weniger zu bezahlen haben.

MfG.

Experten-Antwort

Hallo Heike,

nein. Für die Bemessung der Beiträge für krankenversicherungspflichtige Rentner findet ab 01.01.2009 der allgemeine Beitragssatz nach § 241 SGB V Anwendung. Ab diesem Zeitpunkt entfällt auch die für krankenversicherungspflichtige Rentner in § 247 Abs. 1 S. 2 SGB V geltende Regelung, wonach Beitragssatzänderungen mit einer zeitlichen Verzögerung von drei Monaten wirksam werden.

von
Heike

Danke

mfg
Heike

von
Realist

Die City BKK-Versicherten sollten sich eigentlich tatsächlich freuen, lieber @Schiko.!

Ich selbst war dort, bzw. bei einem späteren Fusionspartner der City BKK, bis vor ein paar Jahren ebenfalls noch versichert. Anfänglicher Beitragssatz "lächerliche" 11,8 Prozent und danach stolze 15,5 Prozent zzgl. Sonderbeitrag!

Danach wechselte ich in eine sehr günstige KK und bekomme nun die brutale Härte dieses total überflüssigen Gesundheitsfonds zu spüren. MIR ist bestimmt nicht zum Jubeln zu Mute!

Ein freundlicher Gruß auch an Sie, @Schiko!

von
Kurt

>>NKLUSIVE 0,9 Prozent Sonderbeitrag, der schon IMMER vom Versicherten alleine aufgebracht werden musste

Realist, wie des öfteren liegen sie auch hier mal wieder daneben. Sie hätten Po..litiker werden sollen, ihre Aussagen hören sich nämlich genauso an wie deren dummes Geschwätz.
Diese 0,9% wurden erst im Juli des Jahres 2005 eingeführt

von
Realist

"Diese 0,9% wurden erst im Juli 2005 eingeführt."

Interessant! Habe ich vielleicht etwas anderes behauptet? Ich habe der Vollständigkeit lediglich darauf hingewiesen, dass dieser Sonderbeitrag schon immer vom Versicherten ALLEINE getragen werden musste und NICHT, das der Sonderbeitrag schon immer existiert hat.
Jeder NORMALDENKENDE Mensch hat das bestimmt auch so verstanden, Sie "kluger(?)" Mensch!

Sollten Sie irgendwelche SACHLICHE Kritik an meinen Beiträgen vorzubringen haben, dann raus damit. Aber verschonen Sie mich und die anderen Forumsteilnehmer bitte künftig mit Ihren unqualifizierten Zwischenrufen - DANKE!

von
Claudia

Na das war ja wohl ein klassisches Eigentor, was der "schlaue" Kurt da geschossen hat.

Manchmal ist es eben tatsächlich besser die Klappe zu halten als grundlos andere Leute anzupöbeln, nicht wahr, Kurt?

von
-_-

Die Milchmädchenrechnung wird sich am Jahresende herausstellen, wenn die Mitglieder von Kassen mit bisher schon hohem Beitragssatz einen Zuschlag aus eigener Tasche (ohne Arbeitgeberbeteiligung bzw. Beteiligung des Rentenversicherungsträgers) bis zu 1% zahlen müssen, weil ihre Kasse mit den 15,5% nicht auskommt, während andere Kassen eine Geldprämie zahlen. Die großen Ersatzkassen haben bereits während der Verhandlungen verkündet, dass sie mindestens 15,8% brauchen, weil sie sonst mit den Beiträgen nicht auskommen werden. Wer klug ist, zieht daraus bereits jetzt die Konsequenzen, denn der einheitliche Beitragssatz ist eine Mogelpackung. Die Knappschaft -mit einem heutigen Beitragssatz von 12,7%- hat z. B. das Ziel, ihren Mitgliedern für das Jahr 2009 eine Geldprämie auszuzahlen. Seit dem 1. April 2007 ist die Knappschaft für alle gesetzlich Krankenversicherten frei wählbar. Nachzulesen:
http://www.knappschaft.de/lang_de/nn_90320/DE/1__navi/1__mitgliedschaft__und__beitraege/node.html?__nnn=true