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Beitragsberechnung in der Gleitzone mit Werbungskostenpauschbetrag

von
KH

Angenommen, eine Person erhält monatlich 600 Euro. Dann ergibt sich nach der Formel für Gleitzonen für 2011:

beitragspflichtige Einnahmen pro Monat = 0.7435 * 400 + (2 - 0.7435) * (600 - 400) = 548,70.
Gesamtbeitrag = 548,70 * 19,9 % = 109,19 Euro
Arbeitgeberbeitrag = 600 * 9,95 % = 59,70 Euro
Arbeitnehmerbeitrag = 109,19 - 59,70 = 49,49 Euro

1. Wird der Werbungskostenpauschbetrag bei der Berechnung der Sozialversicherungsabgaben berücksichtigt?

2. Und wenn ja: wie funktioniert das bei einer Gleitzone? Wie werden dann die Beiträge berechnet?

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Die Berechnung erfolgt im Rahmen einer eigenständigen beruflichen Recherche.

von
Gleitzonenrechner aok-business.de

Zitiert von: KH

Die Berechnung erfolgt im Rahmen einer eigenständigen beruflichen Recherche.

In diesem Expertenforum können Sie Fragen zu allen Bereichen der A l t e r s v o r s o r g e - gesetzliche Rente, betriebliche und private Altersvorsorge - sowie zur Rehabilitation stellen.

Für den Beitragsberechnung sind die Krankenkassen zuständig. Wenden Sie sich an die zuständige Einzugsstelle. Expertenforum und Gleitszonenrechner z. B. hier:

http://www.aok-business.de

http://www.aok-business.de/tools-service/expertenforum/

Experten-Antwort

Auch ich kann nur auf den Gletzonnerechner verweisen:
http://www.aok-business.de/niedersachsen/tools-service/gleitzonenrechner/

von
KH

Ich dachte, da es sich auch um den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung (eben nicht nur Krankenversicherung) handelt, könnte man diese Frage in diesem Forum stellen. Wenn dies die falsche Adresse ist, werde ich aber gerne Ihren Vorschlägen folgen. Dieses Thema kann damit geschlossen werden.

von
Agnes

Dabei ist doch die Antwort ganz einfach:

Nein, die Werbungskostenpauschale ist eine steuerliche Pauschale.
Für die SV-Beiträge gilt das beitragspflichtige Entgelt.

Agnes

Experten-Antwort

Werbungskostenpauschalen haben eher etwas mit dem Finanzamt/Steuerberater zu tun!

von
KH

Ich hatte auf der Seite
http://www.versicherung-vergleiche.de/lexika/krankenversicherungslexikon/gesamteinkommen.htm
die Behauptung gelesen, dass bei der berechnung des beitragspflichtigen Einkommens die Werbungskosten mit abgezogen werden. Daher die Frage.

Da ich aber nirgends etwas dazu finde, und die Meinung hier anscheinend auch ist, dass keine Verbindung besteht, gehe ich mal davon aus, dass die Quelle falsch ist oder ich sie missverstanden habe.
Ich bekomme das dumpfe Gefühl, dass ich es mit einer Sonderregel aus dem Bereich der KV zu tun habe, auf die sich die Seite bezieht. Werde also die GKV mal fragen, wie mir geraten wurde.

Einen Steuerberater hatte ich zuerst gefragt, der hatte mich aber weiterverwiesen, weil das Sache der Sozialversicherungen sei.

von
-_-

§ 14 Abs. 1 SGB 4 definiert den Begriff des Arbeitsentgelts für alle Sozialversicherungszweige einheitlich. Arbeitsentgelt sind alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden. Ausschlaggebend für die gesetzliche Rentenversicherung ist dabei stets der Bruttolohn und somit der Betrag, der sich vor Abzug der Steuern und Sozialversicherungsanteile ergibt. Die Form der Einnahmen hat keinen Einfluss auf die Zuordnung zum Arbeitsentgelt. Werbungskostenersatz ist sozialversicherungsrechtlich ebenfalls Arbeitsentgelt. Siehe
http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_14ANL1

Nach § 14 Abs. 1 S. 3 SGB 4 gelten jedoch steuerfreie Aufwandsentschädigungen und die in § 3 Nr. 26 und 26a EStG genannten steuerfreien Einnahmen nicht als Arbeitsentgelt.

Die Beurteilung der Beitragspflicht ist keine Frage der Altersvorsorge, sondern des Beitragsrechts und damit zunächst vorrangig Sache der Krankenkassen, wie Sie bereits erfahren haben.