Beitragserstattung nach Auswanderung

von
Psychotherapeudix

Sehr geehrte Damen und Herren,
`erfülle eigentlich alle Voraussetzungen für eine Beitragserstattung, außer der Tatsache, daß ich Deutscher bin.
Also; ich konnte seither in D überhaupt keine freiwillige Beiträge abführen (Verlustzone - Selbständiger) und kann es genauso wenig jetzt im Nicht-EU-Ausland.
Es besteht also kein Rentenabkommen mit D, und ich habe auch schon seit über 10 Jahren keine Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt.
Frage: Gibt es denn u.U. Einzelfall-Entscheidungen (Ermessensspielraum)oder habe ich als Deutscher überhaupt keine Chance auf eine Beitragserstattung?
Im Voraus bedanke ich schon mal für die Mühe,die ich mir gemacht habe und verbleibe mit freundlichem Gruß
Thera Peudix

von
weißgarnix

da kann ich leider nichts dazu sagen :-(

von
-_-

"Gibt es denn u. U. Einzelfall-Entscheidungen (Ermessensspielraum) oder habe ich als Deutscher überhaupt keine Chance auf eine Beitragserstattung?"

Es gibt weder Ermessen noch Spielraum, da die gesetzlichen Bestimmungen so sind, dass Deutsche wegen eines Verzugs ins Ausland niemals eine Beitragserstattung erhalten.

Das ist mit gutem Grund so: Wenn Sie die Erstattung verpraßt hätten und wieder nach Deutschland kämen, fütterte Sie der Staat auf meine und anderer Steuerzahler Kosten durch bis zum Lebensende (Sozialhilfe, Grundsicherung).

von
Aha

Die Erstattung geht, wenn Sie die Regelaltersrenze erreichen und dann (noch immer) nicht die allgemeine Wartezeit (z.Z. 60 Monaten mit Beitragszeiten) erfüllt haben.

Außerdem: rein rechtlich konnten / durften Sie ja Beiträge abführen - dass Sie es aus finanziellen Gründen nicht konnten steht auf einem anderen Blatt - fragen Sie mal die, welche Kraft Gesetz pflichtversichert sind und auch nix übrig bleibt!

Evtl. sollte das Konzept der Selbständigkeit überdacht werden!

Und: Sie bedanken sich für die Mühe, die SIE SICH gemacht haben? Komischer Humor!

Experten-Antwort

Hallo Psychotherapeudix,

in Ihrem Fall wäre eine Beitragserstattung nur möglich, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreichen und bis dahin weniger als 60 Monate mit Beiträgen eingezahlt wären. Die Regelaltersgrenze ist abhängig vom Jahrgang und liegt zwischen der Vollendung des 65. und 67. Lebensjahres

von
-_-

"... wäre eine Beitragserstattung nur möglich, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreichen und bis dahin weniger als 60 Monate mit Beiträgen eingezahlt wären."

Das hat allerdings nicht die Bohne mit der Auswanderung zu tun. Vielmehr erfolgt eine derartige Erstattung an jeden Versicherten, auch im Inland.

Daher ist und bleibt richtig: "... dass Deutsche wegen eines Verzugs ins Ausland niemals eine Beitragserstattung erhalten."

von
Pythia

Ist so auch falsch.Wer als Deutscher z.B.nach Paraquay auswandert,also ein Land ohne Soz.Vers.Abkommen mit der BRD und dort die paraquayanische Staatsbürgerschaft annimmt,der kann sich seine Beiträge erstatten lassen.

von
-_-

Das ist dummes Zeug, da er dann eben k e i n Deutscher mehr ist.

Daher ist und bleibt richtig: "... dass Deutsche wegen eines Verzugs ins Ausland niemals eine Beitragserstattung erhalten."